PRO BAHN Hessen fordert zur Kooperation und dem gemeinschaftlichen Engagement von Gewerkschaften und Interessenverbänden anstelle von Partikularinteressen auf

Streik der GDL ist in die Schieflage geraten und bewirkt nicht das, was man sich vielleicht wünscht. Änderungen in der Daseinsvorsorge gegen die Interessen des Großkapitals sind geboten aber nur gemeinsam zu verändern.

Der Fahrgastverband PRO BAHN stellt „nicht“ das verfassungsrechtlich geschützte Streikrecht und die Koalitionsfreiheit in Frage, mahnt aber einen bewussten Umgang mit den Interessen der Gesellschaft insgesamt an und damit einer verlässlichen Daseinsvorsorge. Der PRO BAHN Landesverband Hessen befürchtet, dass durch die Streiks noch mehr Fahrgäste zu den Fernbusanbietern getrieben werden. Alles das möge die Menschen zusammen führen - zugeschnittenLogoblock links bl-sw klwin 800Die Fernbusanbieter arbeiten mit Strukturen, bei denen die Arbeitnehmerrechte auf der Strecke bleiben. Hier stehen die einzelnen Mitarbeiter, Busfahrer die an ihrem Limit arbeiten, alleine da. Wenn man solche Strukturen im Schienenverkehr haben möchte, dann muss man die Aktionen heute so auf die Spitze treiben, dass sie künftig überhaupt nicht mehr umsetzbar sind.

Dass in Zeiten sozialer Ungleichheit einige Koordinaten neu gestellt werden müssen und dazu auch deutliche, in der Öffentlichkeit spürbare Zeichen gesetzt werden müssen, dafür steht der PRO BAHN Landesverband Hessen. Der Rückbau von Daseinsvorsorge, der Ausverkauf von Infrastruktur bringt auch PRO BAHN zu der Situation, sich dagegen auszusprechen. In dem Sinne sind wir uneingeschränkt bei den Bediensteten der Deutschen Bahn AG und den anderen Eisenbahnunternehmen. PRO BAHN fordert im Interesse der betroffenen Fahrgäste die langfristige Vereinbarung eines Streikfahrplans. Dann wäre bei jeder Arbeitsniederlegung klar gestellt, wo deren Grenzen liegen und in welchem Umfang die Fahrgäste mit dem Weitertransport rechnen können. Wir fordern die Streikenden auf, ihre Aktionen mindestens 24 Stunden vorher verbindlich anzukündigen, damit sich die Fahrgäste darauf einstellen können. Die Informationen müssen zutreffend sein. Der Konflikt zwischen GdL und EVG um Zuständigkeiten, Kompetenzen und Abgrenzungen darf nicht auf dem Rücken der Gesellschaft ausgetragen werden, vielmehr müssen wir mit Gesellschaft und Beschäftigten nach Lösungen suchen und nicht Partikularinteressen durchsetzen wollen.

In der Phase des nun schon lange andauernden Tarifstreits ist es geboten, Dritte mit hinzu zu holen. Unter der Moderation von 1-3 zum Thema unabhängigen anerkannten Personen bzw. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, sollte man sich die Zeit von mehreren Wochen nehmen, z.B. auch über Weihnachten hinaus, um einen neuen zielführenden Gesprächsfaden zwischen den Gewerkschaften GDL, EVG und der Deutschen Bahn zu finden. PRO BAHN fordert einheitliche Spielregeln für die Aushandlung und den Abschluss von Tarifverträgen mit den Gewerkschaften. Die Deutsche Bahn und praktisch alle öffentlichen Verkehrsbetriebe haben ein sehr umfangreiches Berufsspektrum mit unterschiedlichem tariflichen Klärungsbedarf bei gleichzeitigem Interesse an einem Miteinander aller Beschäftigten.

Nicht nur bei der Deutschen Bahn gibt es verschiedene Gewerkschaften. Von ihnen erwarten wir Kooperation statt Konfrontation um jeden Preis. Gemeinsam agierende Gewerkschaften sind stärker und sollten den Gesetzgeber nicht ermuntern, die Tarifeinheit/Tarifkonkurrenz von oben zu regeln. Wir fordern dazu auf, nicht immer die Fahrgäste in Mitleidenschaft zu ziehen, sondern verstärkt zu überlegen, wie die Arbeitsniederlegung dort ankommt, wo sie hingehört: beim Arbeitgeber. Mit diesen Mitteln, Berufsgruppen gegeneinander auszuspielen, erzielt man nur Ausgrenzung und Absonderung. Die GDL wird aufgefordert, künftig für gemeinschaftliche Ziele einzutreten, wer hierfür steht, ist bei PRO BAHN Hessen herzlich willkommen.

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