Enthüllung der Messingtafel „Bahnhof des Jahres 2015“ in Marburg vollzogen

Die mittelhessische Universitätsstadt Marburg mit ihren rund 73.000 Einwohnern hat den Bahnhof des Jahres 2015. Wir berichteten hierüber bereits mehrfach. Inzwischen ist dies auch vor Ort zu erkennen. Wer durch das Hauptportal in das Bahnhofsgebäude eintritt, kommt nun an einer Messingtafel nicht mehr vorbei, auf der die Preisverleihung durch die „Allianz pro Schiene“ verewigt ist.

Bei der Enthüllung der Messingtafel am Bahnhofsgebäude Marburg am 27.10.2015: Frau Groschynski (DB-Mangement, Regionalbereich Mitte), Karl-Peter Naumann (Allianz pro Schiene und Fahrgastverband PRO BAHN, Egon Vaupel (Oberbürgermeister Marburg), Dirk Felge (Geschäftsführer Allianz pro Schiene), Sören Bartol (Bundestagsabgeordneter aus Marburg, verkehrspol. Sprecher SPD-Bundestagsfraktion), Roland Meuschke (Bahnhofsmanager Mittelhessen/Gießen/Marburg/Wetzlar), Heinrich Löwer (Stadtverordnetenvorsteher des Marburger Stadtparlaments).

Bei der Enthüllung der Messingtafel am Bahnhofsgebäude Marburg am 27.10.2015: Susanne Kosinsky (Regionalbereichsleiterin für den Bereich Mitte der DB Station&Service AG), Karl-Peter Naumann (Allianz pro Schiene und Fahrgastverband PRO BAHN, Egon Vaupel (Oberbürgermeister Marburg), Dirk Felge (Geschäftsführer Allianz pro Schiene), Sören Bartol (Bundestagsabgeordneter aus Marburg, verkehrspol. Sprecher SPD-Bundestagsfraktion), Roland Meuschke (Bahnhofsmanager Mittelhessen/Gießen/Marburg/Wetzlar), Heinrich Löwer (Stadtverordnetenvorsteher des Marburger Stadtparlaments).

Am Dienstag, den 27.10.2015 hatte die Allianz pro Schiene, zusammen mit der Deutschen Bahn, unter der Organisation des örtlichen Bahnhofsmanagers Roland Meuschke, zu einem kleinen Fest anlässlich der Enthüllung der Messingtafel geladen.

Bei strahlendem Sonnenschein würdigten unter der Moderation von Bahnhofsmanager Meuschke im Rahmen des Festakts, der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, der Marburger Oberbürgermeister Egon Vaupel, der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Sören Bartol, Susanne Kosinsky (Regionalbereichsleiterin für den Bereich Mitte der DB Station&Service AG) und Thomas Busch vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die diesjährige Auszeichnung. Man ging auf Aspekte ein wie der wirklich vergleichsweise reibungslose und ideenreiche Ablauf der Planungs- und Umbauarbeiten, die herausragenden Einrichtungen für Blinde und Sehbehinderte, so wie sie in dem Umfang wohl auf keinem anderen Bahnhof Deutschlands anzutreffen sind. Dazu gehört auch eine besondere Übersichtstafel in der Bahnhofshalle (siehe Bild weiter unten).

PRO BAHN-Ehrenvorsitzender Karl-Peter Naumann an einer der Hinweistafeln in Brailleschrift in der Unterführung des Marburger Bahnhofs.

PRO BAHN-Ehrenvorsitzender Karl-Peter Naumann an einer der Hinweistafeln in Brailleschrift in der Unterführung des Marburger Bahnhofs.

Auch die Fahrplanveränderungen wurden angesprochen, wobei der Fahrgastverband PRO BAHN hier eine differenzierte Einstellung hat. Es gibt zwar mehr durchgebundene Züge von Mittelhessen nach Kassel, jedoch fällt für einige Halte in Nordhessen 50% des Fahrplanangebots weg und jeder zweite Zug in Nordhessen nimmt alle Unterwegshalte mit. Schon vor Jahresfrist sind in der urbanen Region zwischen den Universitätsstädten bzw. Oberzentren für die durch die Hessische Landesbahn (HLB) ausgeführten Fahrten die Unterwegshalte weggefallen. Das entspricht einem reduzierten Leistungsangebot von rund 20%. Daran sieht man, es bleibt noch einiges an Aufgabenpotential für gemeinnützige Interessensverbände wie PRO BAHN, weitere Verbesserungen für den Fahrgast, auch in und um Marburg, durchzusetzen, so der Vorsitzende von PRO BAHN Landesverbandes Hessen, Thomas Kraft.

Nun soll dies jedoch den Tag nicht trüben. Lobend zu erwähnen sind aber noch weitere positive Aspekte. Da ist eine hell und freundlich gestaltete Unterführung zu den Bahnsteigen. Beim Rundgang auf dem Bahnhofsgelände erläuterte Allianz-pro-Schiene-Vorstandsmitglied Karl-Peter Naumann, gleichzeitig Bundesehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN die Bedeutung heller und angenehmer Aufenthaltsbereiche für Fahrgäste. Das Sicherheitsgefühl steige dabei enorm. Nicht nur eine Unterführung hat der Bahnhof in Marburg, sondern ähnlich wie in der Nachbarstadt Marburg, auch eine Überführung. Der Zugang in das östlich des Bahnhofs gelegene Stadtviertel Ortenberg mit seinen Gesundheitseinrichtungen hat eine enorme Erschließungsfunktion, auch über den Bahnhofsbereich hinaus. Durch einen weiteren Abgang vom Steg werden in nächster Zeit auch die Bereiche des neuen Kulturstandorts und der Kletteranlage für Fußgänger direkt erschlossen.

Der Übersichtsplan für Sehbehinderte in der Bahnhofshalle in Marburg, der Stadt der Blindenanstalt und der Blindenschule.

Der Übersichtsplan für Sehbehinderte in der Bahnhofshalle in Marburg, der Stadt der Blindenanstalt und der Blindenschule.


Hessen war nun dreimal hintereinander bei der jährlich an zwei Orte vergebenen Auszeichnung dabei. Das zeigt auf, dass gerade in Hessen die verschiedenen Ebenen viel Kreativität in die einzelne Ausgestaltung solcher Großprojekte hineinstecken. Fährt man wenige Stationen weiter, dann wird einem offenkundig, welcher Bedarf gerade in Hessen noch vorhanden ist, um sich verkehrs- und städteplanerisch auszulassen.

Der Fahrgastverband PRO BAHN, das heißt der Landesverband Hessen sowie der Regionalverband Mittelhessen gratulieren nochmals der Stadt Marburg sowie den Beteiligten an der Umsetzung des Projekts zu dieser herausgehobenen Auszeichnung.

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