PRO BAHN Hessen wünscht eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2016

Der Römerberg in Frankfurt am Main in Weihnachtsstimmung mit großem Weihnachtsmarkt. Jedes Jahr ab Ende November wieder ein Erlebnis.

Der Römerberg in Frankfurt am Main in Weihnachtsstimmung mit großem Weihnachtsmarkt. Jedes Jahr ab Ende November wieder ein Erlebnis.

Die PRO BAHN Regionalverbände Nordhessen, Osthessen, Mittelhessen, Großraum Frankfurt und Starkenburg schließen sich den guten Wünschen an.

Aktuelle Berichterstattung auf pro-bahn-hessen.de auch an Advent und rund um Weihnachten.

Weihnachtsgruß

Das Jahr 2015 geht zu Ende. In der schnelllebigen Zeit der Automatisierung kommen einem die Zeitabstände noch kürzer vor. Dennoch lohnt sich der Rückblick auf den Zeitraum von fast einem Jahr und man stellt fest, dass sich doch allerhand getan hat.

Erfreulich ist, dass einige um- und ausgebaute Verkehrsstationen eingeweiht wurden, darunter schaffte es der Bahnhof der Universitätsstadt Marburg zur Auszeichnung “Bahnhof des Jahres”, verliehen durch das Bündnis Allianz pro Schiene, an dem auch der Fahrgastverband PRO BAHN beteiligt ist. Leider muss man auch bei den 2015 umgebauten Stationen anmerken, dass in einigen Fällen keine wirkliche Barrierefreiheit zum Tragen gekommen ist. Dennoch können sich einige Stationen mit ihrer stark aufgewerteten Infrastruktur sehen lassen. Auf der 31 km langen Bahnstrecke von Korbach bis Frankenberg wurde erstmalig wieder auf einer durchgängigen Schienenverkehrsverbindung in Hessen der ständige Personenverkehr aufgenommen. Die Verbindung war seit 1987 für den fahrplanmäßigen Personenverkehr stillgelegt.

Aber auch nicht so gute Meldungen ereilten uns. Viele Lokale Nahverkehrsorganisationen in den Städten ab 50.000 Einwohnern und den Landkreisen in Hessen reduzierten ihr Linienbusangebot weiter, insbesondere in den ländlichen Regionen. Dies geschieht sowohl in der maximalen Höhe in laufenden Verträgen als auch insbesondere bei Neuausschreibungen. Die Sicherstellung der öffentlichen Personenbeförderung auf dem Land ist zunehmend nicht mehr gewährleistet. In einem konkreten Fall werden laufende Verträge nicht erfüllt, so fahren bis zum Jahresende in Bad Homburg und Oberursel Linienbusse nur im eingeschränkten Notfahrplan oder fallen ganz aus. Die Landflucht nimmt auch in Hessen zu und rund um Frankfurt platzen vielfach Bahnen und Busse aus allen Nähten.

In Kassel wartet eine besondere Herausforderung. Das Liniennetz der Straßenbahnen und Busse soll 2017 großem Stil umgestaltet werden. Es ist festzustellen, dass dieses Konzept nicht der große Wurf ist. Darin sind zwar einzelne positive Ansätze zur Anpassung auf gestiegene Fahrgastaufkommen, insbesondere bei der Universität. Die Nachteile überwiegen jedoch, es gibt abschnittsweise Angebotsreduzierungen und zur Änderung vorgesehene Linienwege, die so nicht zu akzeptieren sind. Zusammen mit anderen Verbänden möchten wir ein Umdenken, hin zu einem wirklich zukunftsweisenden Konzept in Kassel erwirken.

Mitglieder, Bürgerinnen, Bürger und Fahrgäste waren in Hessen insgesamt 38 mal eingeladen, an Treffen in den fünf Regionalverbänden des Fahrgastverbänden teilzunehmen, davon 10 in Starkenburg, 12 in Frankfurt, 8 in Mittelhessen, 4 in Osthessen und 4 in Nordhessen. Wir fühlen uns verpflichtet, dass die Daseinsvorsorge in Hessen nicht auf der Strecke bleibt, auch wenn die Öffentliche Hand immer mehr Aufgaben erfüllen muss. Als Gedankenschmiede dienen insbesondere die Treffen in den Regionalverbänden. Hier kann vor Ort analysiert werden, wo der Schuh drückt und wie man an die richtigen Verantwortungsträger herantritt. Neben der bestehenden Infrastruktur brauchen wir in Hessen aber auch neue Projekte. Da sehe ich den Fahrgastverband PRO BAHN ebenso in der Verantwortung und freue mich schon heute auf die eine oder andere konstruktive Diskussion.

Schlussendlich ereilen uns die schlimmen Bilder aus Paris im November 2015. Die Menschen stellen sich berechtigter Weise die Frage: “Kann ich im öffentlichen Raum noch sicher sein?” Eine genaue Antwort hierauf gibt es nicht. Der Fahrgastverband PRO BAHN schließt sich der Auffassung von anderen Verbänden, Verantwortungsträgern und Veranstaltern von Großereignissen an: “Setzen wir gegen den Terror ein Zeichen, lassen wir uns in unserer freien Gesellschaft nicht einschränken“. Seien wir gastfreundlich zu denen, die wegen Krieg fliehen mussten. Hoffen wir, dass Terror und Krieg in der Welt bald ein Ende haben und niemand mehr aus seiner Heimat flüchten muss.

In dem Sinne wünsche ich , auch im Namen des Landesausschusses und der Regionalvorstände, allen Fahrgästen, Mitbürgerinnen und Mitbürgern, allen Mitgliedern und Akteuren des Fahrgastverbandes PRO BAHN ein besinnliches und schönes Weihnachtsfest sowie einen guten Start ins neue Jahr 2016.

Thomas Kraft
Landesvorsitzender
PRO BAHN Landesverband Hessen

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