PRO BAHN Osthessen fordert Korridor im variantenoffenen Verfahren für Trassenführung einer Ausschleifung von der Schnellfahrstrecke Fulda-Kassel in Richtung Thüringen

Seit dem 16.03.2016, der Vorstellung des aktuellen Entwurfs des Bundesverkehrswegeplans, steht in der Region Bad Hersfeld einiges an Turbulenzen im Raum. Rund 2 Jahrzehnte wird bereits darüber diskutiert, wie die aus Fulda bzw. Frankfurt kommenden Intercity und Intercity-Express (ICE) schneller Richtung Thüringen fahren können anstatt den Weg durchs Haunetal bis zum Bahnhof von Bad Hersfeld zu nehmen.

Ein ICE 1 auf der Schnellfahrstrecke zwischen Fulda und Kassel. Von hier aus soll ein neuer Abzweig zur Ausbaustrecke Richtung Thüringen bzw. Erfurt und dann nach Berlin entstehen.

Ein ICE 1 auf der Schnellfahrstrecke zwischen Fulda und Kassel. Von hier aus soll ein neuer Abzweig zur Ausbaustrecke Richtung Thüringen bzw. Erfurt und dann nach Berlin entstehen.

Der Fahrgastverband PRO BAHN, Regionalverband Osthessen, fordert auch in der anstehenden Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans die Varianten offen zu halten. Dass der Verkehrswegeplanentwurf sich nun auf eine Trasse Kirchheim-Blankenheim festlege, das sei unter dem aktuellen Stand nicht hinnehmbar. Die seit langem diskutierte Niederaulaer Kurve müsse auch weiterhin Bestandteil eines Prüfungsverfahrens bleiben. PRO BAHN schlägt vielmehr vor, im Bundesverkehrswegeplan, welcher ja nach seitheriger Lesart noch im Jahr 2016 beschlossen werden soll, lediglich einen „Korridor“ festzulegen, in dem eine Ausschleifung von der bestehenden Schnellfahrstrecke zwischen Fulda und Kassel als Realisierung festgeschrieben wird. Dieser Korridor müsse den gesamten Bereich zwischen der Mengshäuser Kuppe südlich von Niederaula bis hin zu einer West-Ost-Achse in einer Höhe von Ober- und Niederthalhausen umfassen. In diesem Korridor müssten alle möglichen Varianten auf ihre Realisierbarkeit geprüft und die Sache erst danach zur Entscheidung gebracht werden.

Der Bundesverkehrswegeplan weise an vielen Stellen in Bezug auf den Schienenverkehr nur wage Festlegungen auf, was nicht immer akzeptabel sei. Dass man sich aber im Falle einer neuen Ausschleifung von der alten Schnellfahrstrecke in Richtung Thüringen gleich auf eine Variante festlegen will, obwohl hierzu kein geordnetes öffentliches Abwägungsverfahren stattgefunden hat, findet nicht die Akzeptanz von PRO BAHN, so der Sprecher des Regionalverbandes Osthessen, Werner Filzinger.

Der Fahrgastverband PRO BAHN spricht sich eindeutig für den Neubau einer Verbindungsspange in Form einer Ausschleifung aus der Schnellfahr-Bestandsstrecke aus, welche mit der auszubauenden Strecke Bebra-Eisenach-Erfurt verbunden werden müsse. Zu solch einem Einzelprojekt gibt es keine Alternative und dies müsse im Bundesverkehrswegeplan festgeschrieben werden. Wie in diesem Zusammenhang im Bahnhof von Bad Hersfeld oder an anderer Stelle der Region ein Fernzughalt vorgesehen werden kann, müsse die Detailplanung zeigen. Wichtig sei aber, dass alle, dass die Politik auf allen Ebenen, Fachverbände, Bürgerinnen und Bürger mit einbezogen werden. PRO BAHN Osthessen will den weiteren Prozess konstruktiv begleiten und zum Thema eine offizielle Stellungnahme zum aktuellen Entwurf des Bundesverkehrswegeplans abgeben.

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