PRO BAHN Regionalverband Starkenburg fordert Erhalt und Verlängerung der Bieberauer Bahn

Der Bahnhof von Groß-Bieberau.

Der Bahnhof von Groß-Bieberau.

Nutzung für Güter- und Personenzüge sichern.

Den Erhalt der Bahnstrecke Groß-Bieberau – Reinheim in voller Länge fordert der Fahrgastverband PRO BAHN. „Die Absicht, die ortsnahen Gleisanlagen abzubauen,
widerspricht völlig den Zielen des am 11.11.16 vom Bundeskabinett beschlossenen Klimaschutzplans,“ erklärt PRO-BAHN-Vorstand Dr. Gottlob Gienger. „Nur mit einer
deutlichen Verlagerung des Güter- und Personenverkehrs auf die Schiene kann die CO2-Belastung des Verkehrs erreicht werden.“ Die Bahnstrecke müsse vollständig erhalten bleiben und zum Steinbruch verlängert werden.

Eine Umladestation kann nicht nur für Schotter, sondern auch für Container genutzt werden. Zudem muss die Reaktivierung auch für den Personenverkehr geprüft werden, und dafür ist die ortsnahe Lage des Groß- Bieberauer Bahnhofs direkt an der Straße ideal. Der Kreis-Ampelkoalition wirft PRO BAHN „Untätigkeit beim Schienenausbau“ vor. Nicht nur der Schotter gehört auf die Schiene, sondern auch weitere Güter: „Groß-Bieberau
und der Kreis versündigen sich mit dem Verzicht aufs ortsnahe Gleis an künftigen Generationen und verspielen den Standortvorteil Bahn,“ meint Gienger. „Erreichbarkeit auf der Schiene wird aufgrund der Klimaziele immer wichtiger.“ PRO BAHN geht davon aus, dass ähnlich wie in der Schweiz auch in Deutschland künftig viele kleine Bahnhöfe wieder mit Güterzügen angefahren werden, da der Schienenverkehr klare Umwelt- und Kostenvorteile hat und eine deutliche finanzielle Belastung des Straßenverkehrs unausweichlich ist. Wegen der zugebauten Reinheimer Flächen hält PRO BAHN eine verlängerte Bieberauer Bahn für ideal.

Auch müsse die Nutzung der Strecke für den Personenverkehr geprüft werden. Eine aktuelle Studie Hessen Mobils fordert die Sicherung der Strecke. (http://www.probahn. de/starkenburg/fachDateien/2016/160801_hessen_mobil_Bestandsaufnahme_Bahnstreckenreaktivierung.pdf). „Enttäuscht, jedoch nicht überrascht“ zeigt sich PRO BAHN von der Haltung der Kreis- Ampelkoalition: Diese zahlt über die Dadina zwar noch die wichtige Anschlussweiche im Reinheimer Bahnhof und verspricht eine zweigleisige Odenwaldbahn, doch hat sie dieses nicht über das Land zum Bundesverkehrswegeplan anmelden lassen. „Statt Schienen zu ]sichern und auszubauen, schauen Landrat und Umweltdezernent der Zerstörung von Infrastruktur zu – wie in den 1990er Jahren in Griesheim: Die Kreisampel verspielt Schienen und baut Straßen,“ so Gienger. „Auch bei der Anbindung Roßdorfs und Groß-Zimmerns an Frankfurt und Darmstadt versagen Schellhaas und Fleischmann.“

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