Angebot im Nordhessischen Verkehrsverbund NVV rechtfertigt in der Fläche – im ländlichen Raum – die Fahrpreiserhöhung zum 01.01.2017 nicht

Landesverband sowie Regionalverbände Nordhessen und Osthessen äußern sich zu den Fahrpreiserhöhungen im Norden und Osten des Bundeslandes.

Außerhalb des Stadtnetzes Kassel und des RegioTram-Netzes nur im Schienenverkehr adäquates Angebot in der Fläche vorhanden. 1,9% ist eine moderate Preisanhebung, jedoch über der allgemeinen Teuerungsrate.

Ein Regionalzug der Cantus-Bahn im Bahnhof Bebra, welche den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im östlichen Netz von Nordhesssen durchführt.

Ein Regionalzug der Cantus-Bahn im Bahnhof Bebra, welche den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im östlichen Netz von Nordhesssen durchführt.

Weite Teile Nordhessens, auch größere Orte, sind nur unzureichend an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angeschlossen. Um dem starken Bevölkerungsrückgang entgegen zu wirken, müssen deutliche Maßnahmen in der ländlichen Region ergriffen werden. Dazu gehöre auch, dass zumindest die Kernorte von Großgemeinden zumindest in den üblichen Betriebszeiten zwischen 5:00 Uhr und 24:00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen ab 8:00 Uhr mit dem Linienbus erreichbar sind. Das ist zur Zeit nicht der Fall. Daher sollte überlegt werden, die Preise für längere Distanzen über mehrere Jahre konstant zu halten.

Als auffällig werden die Preissprünge im Seniorenticketbereich gesehen. Dazu bedarf es ebenfalls einer Bremse, denn dieses ist im Verhältnis zu anderen Tickets in den vergangenen Jahren deutlich mehr im Preis angestiegen als andere Tickets. Die Zeitkarteninhaber werden ohnehin mehr zur Kasse gebeten als andere. Zwar betrage der durchschnittliche Preisanstieg 1,9%, was in der bundesweiten Steigerung zum 01.01.2017 im unteren Bereich im Vergleich zu anderen Verkehrsverbünden anzusiedeln ist Derzeit gehen auch verschiedene Beschwerden über die Anhebung bei Zeittickets ein. Die Preiserhöhung ist in dem Segment nicht unerheblich. Dazu wird vorgeschlagen, den Zeitkarteninhaber künftig mehr Zusatzangebote zu ermöglichen, so wie dies im Rhein-Main-Verkehrsverbund der Fall ist.

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