PRO BAHN: Kassel-Wilhelmshöhe muss wieder ein richtiger Durchgangsbahnhof werden.

PRO BAHN Nordhessen fordert die Reaktivierung im Süden Kassels.

Der PRO BAHN Regionalverband Nordhessen traf sich am Montag (13.02.) zu seinem turnusgemäßen Monatstreffen in Kassel. Dabei konnten die Teilnehmer zuvor hautnah miterleben wie aufgrund gegensätzlicher Entwicklungen das ursprüngliche Konzept des 1991 eingeweihten Fern- und Regionalbahnhofs Kassel-Wilhelmshöhe ins Wanken gerät.

Ein Zug des RE 2 von Erfurt am Endpunkt auf Gleis 7 in Kassel-Wilhelmshöhe. Im Hintergrund ein IC auf Gleis 4.

Ein Zug des RE 2 von Erfurt am Endpunkt auf Gleis 7 in Kassel-Wilhelmshöhe. Im Hintergrund ein IC auf Gleis 4.

Von Ansatz her ist es durchaus zu begrüßen, dass der Regionalzugverkehr besser mit dem Fernzug verknüpft wird. Ursprünglich war der Gedanke, dass aus Richtung Norden bzw. Westen die Regionalzüge allesamt den Fernbahnhof Wilhelmshöhe meiden und den Kasseler Hauptbahnhof ansteuern. Dies hat sich nun durch diverse langfristig festgelegte Nahverkehrsleistungen geändert. Folgende Regionalzuglinien enden inzwischen in Kassel-Wilhelmshöhe:

R 4 Korbach-Bad Arolsen-Wolfhagen-Zierenberg-Kassel/Wilhelmshöhe

RE 2 Erfurt Hbf.-Gotha-Leinefelde-Eichenberg-Hann. Münden-Kassel/Wilhelmshöhe

RE 9 Halle (Saale) Hbf.-Eisleben-Sangerhausen-Nordhausen-Leinefelde-Eichenberg-
Hann. Münden-Kassel/Wilhelmshöhe

RE 11 Düsseldorf Hbf.-Duisburg Hbf.-Dortmund Hbf.-Paderborn-Hofgeismar-
Kassel/Wilhelmshöhe

RE 17 Hagen Hbf.-Bestwig-Brilon/Wald-Warburg-Hofgeismar-Kassel/Wilhelmshöhe

Sie stehen meistens 15-30 Minuten auf den Gleisen 1, 4, 7 oder 10 des Bahnhofs Kassel-Wilhelmshöhe. Dadurch werden für durchgehende Züge Gleise blockiert. Im ursprünglichen Konzept war mal vorgesehen, dass die Gleise 1, 2, 3 und 4 reine Fernzuggleise sind, die Gleise 5 und 6 ohne Bahnsteig dem Güterverkehr dienen und die Gleise 7, 8, 9 und 10 dem Regionalzugverkehr. Das Gleisvorfeld im Bereich Oberzwehren wurde im Rahmen des Baus der Schnellfahrstrecke entsprechend umgestaltet, die Bahnsteige der Gleise 7, 8, 9 und 10 sind 55 cm hoch, die der Gleise 1, 2, 3 und 4 sind 76 cm hoch.

Der PRO BAHN Regionalverband Nordhessen hat das Ziel, die aus Richtung Norden in den Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe einfahrenden und heute dort endenden Züge, auf reaktivierten Gleisen weiterzuführen und sogar für den städtischen Verkehr indirekt nutzbar zu machen. Ebenso muss auch nach über zweieinhalb Jahrzehnten nach der Inbetriebnahme des Bahnhofs gestattet sein, über Um- und Ausbauten nachzudenken. So haben sich die Verkehrsströme dergestalt entwickelt, dass auch im Bahnhof Wilhelmshöhe über ein Überführungsbauwerk für die Regiotram vom städtischen Straßenbahnnetz auf das Netz der Deutschen Bahn nachgedacht werden muss.

Ungewohntes Bild - ein RegionalExprress der Linie RE 30 (Frankfurt am Main-Gießen-Marburg-Kassel) fährt in Wilhelmshöhe auf dem Fernzuggleis 3 ein.

Ungewohntes Bild – ein RegionalExprress der Linie RE 30 (Frankfurt am Main-Gießen-Marburg-Kassel) fährt in Wilhelmshöhe auf dem Fernzuggleis 3 ein.

Details werden in absehbarer Zeit veröffentlicht. Auch die Fahrgastzeitung (FGZ) wird darüber berichten. Ansonsten war der Stammtisch in der Kasseler Marbachshöhe eine sehr harmonische und konstruktive Veranstaltung. Das nächste Regionaltreffen Nordhessen ist am Montag, den 15. Mai 2017, um 18:00 Uhr in der Gaststätte Marbachshöhe in Kassel.

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