Citybahn Wiesbaden – PRO BAHN Landesverband Hessen fühlt sich nach positivem Kosten-Nutzen-Verhältnis in seiner Auffassung bestätigt – Oberbürgermeister der Landeshauptstädte stellten die Zwischenergebnisse am 12.12.2017 vor.

Flyer Citybahn Wiesbaden - 10 Gründe dafür - Titelblatt

Die beiden Oberbürgermeister von Wiesbaden, Sven Gerich (SPD) und Mainz Michael Ebling (SPD) haben die ersten Ergebnisse im Planungsprozess vorgestellt, um die Straßen der Innenstadt von Wiesbaden wieder mit einem schienengebundenen Verkehr zu erschließen. Erfreuliche Nachricht, der Kosten-Nutzen-Faktor liegt dabei trotz der nicht gerade geringen Kosten bei einem sog. NKU-Wert von 1,5.

Der Fahrgastverband PRO BAHN fühlt sich in dem Zusammenhang bestätigt. Der Landesverband Hessen verfolgt seit Jahren die Forderung, die neben Kiel einzige Landeshauptstadt der deutschen Bundesländer, welche über keine Straßenbahn verfügt, wieder schienentechnisch zu erschließen. Die auf manchen Achsen große Dichte im Stadtbusbetrieb Wiesbadens reicht trotzdem nicht aus, um den deutlich angestiegenen Öffentlichen Personennahverkehr, welcher weitere Wachstumsprognosen in den nächsten Jahren erwartet, noch in seit 1957 üblicher Weise abzudecken.

Ein Bus der Linie 6 auf der Theodor-Heuss-Brücke, sie verbindet die Hauptbahnhöfe Mainz und Wiesbaden miteinander. Eine völlig überlastete Buslinie, welche aufzeigt, dass Wiesbaden die Citybahn braucht.

Ein Bus der Linie 6 auf der Theodor-Heuss-Brücke, sie verbindet die Hauptbahnhöfe Mainz und Wiesbaden miteinander. Eine völlig überlastete Buslinie, welche aufzeigt, dass Wiesbaden die Citybahn braucht.

Von Beginn an war für den PRO BAHN Landesverband Hessen und die PRO BAHN Regionalgruppe Westhessen/Rheinhessen klar, dass man ein städtisches Schienennetz in Wiesbaden unter den angewandten Grundlagen einer Rentabilitätsbewertung nur gemeinsam mit dem bereits vorhandenen Meterspurnetz der Straßenbahn der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt auf der anderen Rheinseite wird realisieren können. PRO BAHN hat sich hierzu mit mehreren Verbänden zu einem Themenbündnis zusammengeschlossen, um in der Gesellschaft für die Citybahn Wiesbaden zu werben. Hierzu ist aktuell ein Werbeflyer erschienen.

Ein Novum in Deutschland, das die beiden Landeshauptstädte verbindet. Ein ursprünglich bis 1945 zu Mainz gehörender Stadtteil wurde, weil er auf der rechten Rheinseite liegt, durch die Alliierten nach 1945 dem Land Hessen und damit der Stadt Wiesbaden zugeordnet. Der Verbundenheit zu Mainz wegen trägt der Stadtteil dennoch weiterhin den Namen Mainz-Kastel. Gleiches gilt für die Orte Amöneburg und Kostheim.

Ein Novum in Deutschland, das die beiden Landeshauptstädte verbindet. Ein ursprünglich bis 1945 zu Mainz gehörender Stadtteil wurde, weil er auf der rechten Rheinseite liegt, durch die Alliierten nach 1945 dem Land Hessen und damit der Stadt Wiesbaden zugeordnet. Der Verbundenheit zu Mainz wegen trägt der Stadtteil dennoch weiterhin den Namen Mainz-Kastel. Gleiches gilt für die Orte Amöneburg und Kostheim.

Fast alle anderen Stadtverordnetenfraktionen in Wiesbaden haben sich für die Citybahn ausgesprochen, d.h. CDU, SPD, Grüne, AfD, Linke, BLW, FW und Piraten, nur die FDP ist nicht dafür. Unter diesem breiten Konsens nun einen Bürgerentscheid anstoßen zu wollen, ist auch angesichts der Kosten für solche Wahlen unverantwortlich. Dies wird noch dadurch gesteigert, dass diese Gegenbewegung keine konkreten Alternativvorschläge auf den Tisch gelegt hat. Alleine durch Elektrobusse lässt sich dies nicht ausgleichen, es müsste in großem Stil der PKW-Verkehr aus der Stadt herausgehalten werden, um mehr Busleistung, egal mit welchem Antrieb, durch Wiesbadens Straßen fahren zu lassen. Busse in der Länge und mit der Kapazität der geplanten Straßenbahnfahrzeuge gibt es auf dem Markt nicht.

PRO BAHN wünscht der Citybahn Wiesbaden viel Erfolg und dass das ambitionierte Ziel, im Jahr 2022 mit den ersten Bahnen durch Wiesbaden zu fahren, wirklich klappt. Dank auch an die kommunalen Mandatsträger für diese zukunftsweisenden Entscheidungen.

In Kürze werden wir auf der Unterseite der Regionalgruppe Westhessen/Rheinhessen verschiedenste öffentliche Informationsmaterialien zum Download zur Verfügung stellen, womit wir den Ehrgeiz unter Beweis stellen, im Rahmen unserer Möglichkeiten für die Realisierung des Projekts einzutreten.

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