{"id":1166,"date":"2014-04-27T17:05:33","date_gmt":"2014-04-27T15:05:33","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=1166"},"modified":"2014-04-27T17:21:28","modified_gmt":"2014-04-27T15:21:28","slug":"forderung-nach-neuen-rechtsgrundlagen-fur-den-fernbusverkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=1166","title":{"rendered":"Forderung nach neuen Rechtsgrundlagen f\u00fcr  den Fernbusverkehr"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Landesverband Berlin-Brandenburg<\/strong><br \/>\n<div id=\"attachment_1168\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20130720_133906-bearbeitet-600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1168\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20130720_133906-bearbeitet-600-300x225.jpg\" alt=\"Frankfurt Hbf. S\u00fcdseite Mannheimer Str. - hier halten in der Mainmetropole die Fernbusse.\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-1168\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20130720_133906-bearbeitet-600-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20130720_133906-bearbeitet-600.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1168\" class=\"wp-caption-text\">Frankfurt Hbf. S\u00fcdseite Mannheimer Str. &#8211; hier halten in der Mainmetropole die Fernbusse.<\/p><\/div><br \/>\nDie Landesverb\u00e4nde Hessen und Berlin-Brandenburg von PRO BAHN e.V. fordern neue Rechtsgrundlagen f\u00fcr den Betrieb des Fernbusmarkts in Deutschland. Beide Landesorganisationen im bundesweit agierenden Fahrgastverband sehen sich dabei an der Seite des Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestags Martin Burkert (SPD) und des bayerischen Verkehrsministers Joachim Hermann (CSU), welche beide eine Maut f\u00fcr Fernbusse fordern.<!--more--><\/p>\n<p>Der fr\u00fchere Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) habe, wie auch auf anderen Gebieten, mit der v\u00f6lligen Freigabe des Fernbussektors un\u00fcberlegt und grob fahrl\u00e4ssig gehandelt. Es sei nun eine Goldgr\u00e4berstimmung entstanden, aus der sich ein hemmungsloser Verdr\u00e4ngungswettbewerb entwickelt habe, so die beiden Vorsitzenden Dieter Doege (Berlin-Brandenburg) und Thomas Kraft (Hessen). Wie wenig ausk\u00f6mmlich die aktuellen Tarife sind, belegen Pressemeldungen, nach denen selbst gro\u00dfe Anbieter bereits wegen anhaltender Verluste \u00fcber einen Ausstieg aus dem umk\u00e4mpften Markt nachdenken.<\/p>\n<p>Aus Sicht der Fahrgastvertreter ist eine Maut f\u00fcr Fernbusse unabdingbar, welche auch f\u00fcr den Fall der Einf\u00fchrung einer PKW-Maut zus\u00e4tzlich erhoben werden m\u00fcsse. F\u00fcr jeden gefahrenen Kilometer eines Zuges werde eine Streckenbenutzungsgeb\u00fchr entrichtet, ebenso wird bei jedem Halt eine Stationsgeb\u00fchr f\u00e4llig. Deshalb m\u00fcsse man k\u00fcnftig f\u00fcr den Fernbus ebenso eine Maut zur Nutzung der Infrastruktur einfordern. Die Stationsgeb\u00fchr und die Streckenbenutzungsgeb\u00fchr sollten sowohl bei der Bahn als auch beim Bus wie in Frankreich in einem Nutzungsentgelt aufgehen, um Ungleichbehandlungen unter Stationen bzw. Kommunen zu vermeiden. Aus den Erl\u00f6sen k\u00f6nnten die St\u00e4dte Fernbusbahnh\u00f6fe einrichten und unterhalten. Es k\u00f6nne nicht sein, dass die Erwartung seitens der Unternehmen darin bestehe, die Kommunen m\u00fcssten sofort und kostenlos Haltestellenanlagen zur Verf\u00fcgung stellen, obwohl die Fernbusse rein privatwirtschaftlich betrieben werden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus bedarf es aus Sicht von PRO BAHN Hessen und Berlin-Brandenburg auch einer staatlichen Steuerung von Strecken. Die Zahl der Lizenzen, welche die gleiche Route befahren, m\u00fcsse beschr\u00e4nkt sein und d\u00fcrfe nur auf Zeit vergeben werden, so wie dies im \u00d6ffentlichen Personennahverkehr der Fall ist. Au\u00dferdem m\u00fcssten sich die Unternehmen, die eine attraktive Route fahren, verpflichten auch unattraktivere Strecken anzubieten, insbesondere als Erg\u00e4nzung f\u00fcr nicht durch die Bahn erschlossene Relationen. Der bundesweite Fahrplanwechsel im Dezember m\u00fcsse zudem bindend sein, nach dem sich auch das Angebot der Fernbusse ausrichtet.<\/p>\n<p>Der \u00d6ffentliche Personennahverkehr wurde erst durch die Gr\u00fcndung von Verkehrsverb\u00fcnden sowie die Anlegung und Fortschreibung von Nahverkehrspl\u00e4nen erfolgreich und attraktiv f\u00fcr den Fahrgast. Diese Erfahrungen m\u00fcssten auch auf den Fernbus und den Fernzug \u00fcbertragen werden.<\/p>\n<p>Nicht \u00fcberrascht zeigen sich die PRO BAHN-Landesverb\u00e4nde Hessen und Berlin-Brandenburg von den Ergebnissen der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, nach denen offenkundig geworden ist, mit welchen unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Methoden die Fernbusunternehmen das Rechtsgesch\u00e4ft mit dem Fahrgast abschlie\u00dfen. Dies unterstreiche umso mehr, dass eine staatliche Regulierung des Fernbusmarkts unabdingbar sei.<\/p>\n<p>Im Gegenzug sei die Deutsche Bahn gefordert, ihr Fernverkehrsangebot wieder mit mehr g\u00fcnstigen Tarifen, z.B. in Schwachlastzeiten, auszubauen, um auch Menschen mit kleinem Geldbeutel die Fahrt mit dem Zug \u00fcber l\u00e4ngere Distanzen zu erm\u00f6glichen. Als Beispiel wird die Wiedereinf\u00fchrung des Guten-Abend-Tickets ebenso genannt wie das Interregio-Angebot.<\/p>\n<p>Die seit Anfang 2013 erfolgte unkontrollierte \u00d6ffnung des Fernbusmarktes bringe einen \u00fcberproportionalen Zuwachs an Verkehr auf die Fernstra\u00dfen, dem ein l\u00e4ngst erforderliches Umdenken im Hinblick auf den Klimawandel entgegensteht. Wenn nicht eingegriffen werde, m\u00fcsse damit gerechnet werden, dass nur noch auf wenigen Strecken Fernzugangebote bestehen bleiben und auch manch gr\u00f6\u00dfere Stadt nur noch mit dem Fernbus zu erreichen sein wird. Der Staat ist gefordert, im Mix zwischen Fernzug und Fernbus den n\u00f6tigen fairen  und umweltgerechten Ausgleich zu schaffen, so Kraft und Doege abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Landesverband Berlin-Brandenburg Die Landesverb\u00e4nde Hessen und Berlin-Brandenburg von PRO BAHN e.V. fordern neue Rechtsgrundlagen f\u00fcr den Betrieb des Fernbusmarkts in Deutschland. 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