{"id":1446,"date":"2014-09-29T16:31:29","date_gmt":"2014-09-29T14:31:29","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=1446"},"modified":"2014-09-29T17:17:55","modified_gmt":"2014-09-29T15:17:55","slug":"regionaler-nahverkehrsplan-des-rmv-vorgestellt-ein-kommentar-vom-pro-bahn-funktionar-wilfried-staub","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=1446","title":{"rendered":"Regionaler Nahverkehrsplan des RMV vorgestellt &#8211; ein Kommentar von Wilfried Staub"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wilfried Staub ist aktives Mitglied im Landesverband Hessen sowie im Regionalverband Gro\u00dfraum Frankfurt als Stellv. Vorsitzender. Im RMV sitzt er f\u00fcr PRO BAHN im Fahrgastbeirat.<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/RMV-Nahverkehrsplan-Logo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/RMV-Nahverkehrsplan-Logo-300x222.jpg\" alt=\"Logo RMV-Nahverkehrsplan\" width=\"300\" height=\"222\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1462\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/RMV-Nahverkehrsplan-Logo-300x222.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/RMV-Nahverkehrsplan-Logo.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nDer RMV hat am 23. September 2014 in Wiesbaden im Beisein von Minister Tarek Al-Wazir die Fortschreibung des verbundweiten Nahverkehrsplans (RNVP) f\u00fcr die n\u00e4chsten f\u00fcnf (bis zehn) Jahre der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. So schlecht wie sein Image in der \u00d6ffentlichkeit oft dargestellt wird, kann der RMV tats\u00e4chlich aber nicht sein, denn die stolze Anzahl von 2,5 Millionen Fahrg\u00e4sten nutzen die Busse und Bahnen an Wochentagen t\u00e4glich. Dabei sei einmal dahingestellt, ob sie dies aus freien St\u00fccken und gerne oder aus den verschiedensten Zw\u00e4ngen heraus tun.<!--more--><\/p>\n<p>Ein Drittel der Fahrg\u00e4ste entfallen auf die S-Bahnen, ein weiteres Drittel auf die Regional-Expressz\u00fcge und Regionalbahnen und das letzte Drittel auf U-Bahnen, Stra\u00dfenbahnen und Busse. Der RMV ist, wie alle Redner \u00fcbereinstimmend feststellten, ein Erfolgsrezept und sein \u00fcberdurchschnittlicher Deckungsgrad und die Steigerung der Fahrgastzahlen auf der Schiene im Kernsegment des Rhein-Main Gebietes in den zur\u00fcckliegenden Jahren und die Prognosen bei diesem Bef\u00f6rderungssegment f\u00fcr die Zukunft belegen dies auf anschauliche Weise. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/RMV-Foto-Vorstellung-Regionaler-Nahverkehrsplan-2014-09-23.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/RMV-Foto-Vorstellung-Regionaler-Nahverkehrsplan-2014-09-23-300x225.jpg\" alt=\"RMV-Foto Vorstellung Regionaler Nahverkehrsplan 2014-09-23\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1469\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/RMV-Foto-Vorstellung-Regionaler-Nahverkehrsplan-2014-09-23-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/RMV-Foto-Vorstellung-Regionaler-Nahverkehrsplan-2014-09-23.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise hatte man sich seinerzeit fr\u00fchzeitig von den Pl\u00e4nen f\u00fcr \u201eFrankfurt 21\u201c verabschiedet. Mit dem Ersatz-Projekt Frankfurt RheinMainplus war man sich sicher, die gleiche Effektivit\u00e4t auf wesentlich preiswerter Weise erreichen zu k\u00f6nnen. Leider sind aber noch l\u00e4ngst nicht alle 2001beschlossenenund 2008 modifizierten Ersatzma\u00dfnahmen in die Tat umgesetzt worden. Das Drehkreuz Frankfurt leidet, was seine Ert\u00fcchtigung f\u00fcr die Zukunft betrifft, unter einem betr\u00e4chtlichen Investitionsstau. Eine ganze Reihe von Zubringerlinien nach Frankfurt hat seine Kapazit\u00e4tsgrenzen l\u00e4ngst \u00fcberschritten. Der RNVP listet nunmehr erneut eine ganze Reihe von Projekten auf, die dringlich in die Tat umgesetzt werden m\u00fcssen. Tarek Al-Wazir nannte unter anderem den Ausbau der Kinzigtal- und Main-Weser-Bahn (Baubeginn 2015), verteidigte vehement den Bau der 240 Millionen teuren Station Gateway Gardens (Inbetriebnahme 2019) und machte sich stark f\u00fcr die Verl\u00e4ngerung der S5 nach Usingen, die nordmainische S-Bahn und die Regionaltangente West, wobei er allerdings ganz kategorisch Zusch\u00fcsse des Landes bei der Erstellung der Infrastruktur und f\u00fcr den Betrieb dieser dringend notwendigen Entlastungsstrecke, die er als halbe Ringbahn bezeichnete, abgelehnte.<br \/>\nAls eines der wichtigsten Projekte f\u00fcr die Zukunft bezeichnete Professor Knut Ringat die Reform des Tarifsystems, das auf das Gr\u00fcndungsjahr 1995 des RMV zur\u00fcckgeht. Die enormen Preisspr\u00fcnge im Kreisgrenzen \u00fcberschreitenden Verkehr soll es in Zukunft nicht mehr geben. Das bedeutet im Gegenzug aber auch, dass sich bestimmte &#8211; bisher preiswerter Relationen &#8211; dramatisch verteuern werden. Die gesamte Einnahmesituation des RMV darf sich dadurch nicht verschlechtern und der Deckungsgrad, also die Einnahmen aus dem direkten Fahrkartenverkauf, muss, so die Vorgabe der Politik, unver\u00e4ndert bei knapp 60 % liegen.<\/p>\n<p>Zwei Jahre hat die Fertigstellung des l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen regionale Nahverkehrsplans gedauert. Im abschlie\u00dfenden Anh\u00f6rungsverfahren wurden etwa 1.500 Kommentare und Anregungen der \u00fcber 500 Anh\u00f6rungsberechtigten ausgewertet und eingearbeitet. Welche der 18 Vorschl\u00e4ge von PRO BAHN in welcher Form ber\u00fccksichtigt wurden, wird erst das ausf\u00fchrliche Studium des 244 Seiten umfassenden Werkes ergeben. Dazu braucht es allerdings noch etwas Geduld. Zwei mit perfider Penetranz st\u00e4ndig wiederholte Forderungen von PRO BAHN sind allerdings endlich in die Tat umgesetzt worden oder werden es mit dem Fahrplanjahr 2016, n\u00e4mlich die Einf\u00fchrung der Seniorenkarte 65+ bzw. die Ausweitung der G\u00fcltigkeit der CleverCard auf das gesamte Kreisgebiet nicht nur, wie derzeit in einzelnen privilegierten Regionen, sondern zuk\u00fcnftig ausnahmslos durch alle Gesellschafter. Dass die in Frankfurt stark verbilligte Sch\u00fclerkarte sogar zu einem Einnahmeplus f\u00fchrte, ohne dass zus\u00e4tzliche Leistungen erforderlich sind davon konnte der Frankfurter Oberb\u00fcrgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende des RMV seine Kollegen (und die F\u00fchrungsetage des RMV) \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich spielt die demographische Entwicklung bei der Prognose der zuk\u00fcnftig zu erwartende Verkehrsnachfrage eine entscheidende Rolle. Dabei steht der RMV vor dem Problem dass er f\u00fcr den Ballungsraum Rhein-Main und den angrenzenden Speck G\u00fcrtel von ganz anderen Anforderungen ausgehen muss als f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum. Darmstadt verlangt ganz andere Strukturen als Wiesbaden\/Mainz oder die Kreisstadt Bad Homburg. Auf die Altersstruktur der Fahrg\u00e4ste muss insbesondere im Schwachlast- und Freizeitverkehr verst\u00e4rkt R\u00fccksicht genommen werden. Dies bedeutet, dass einer der Schwerpunkte die beschleunigte barrierefreie Umgestaltung der Bahnh\u00f6fe und der Bushaltestellen sein wird, wobei es gilt, keine Kompromisse einzugehen.<\/p>\n<p>Alle angestrebten Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen zudem auf einer soliden Basis finanzierbar sein. Al Wazir fordert von Berlin ein Nachfolgefinanzierungsmodell f\u00fcr das auslaufende Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, und zwar fr\u00fchzeitig genug,  damit den Verb\u00fcnde eine verl\u00e4ssliche Planungsgrundlage zur Verf\u00fcgung steht. Der Minister schw\u00e4rmte abschlie\u00dfend von der Vision eines besten Express, den wir hierzulande in Form der unterschiedlichsten Regionalexpressz\u00fcge vom Prinzip her allerdings schon l\u00e4ngst haben, auch wenn die die Anschl\u00fcsse der einzelnen Linien untereinander besser aufeinander abgestimmt sein k\u00f6nnten, was aber derzeit leider an der hohen Streckenauslastung durch Fern- und G\u00fcterz\u00fcge scheitert. Schlie\u00dflich sollen verst\u00e4rkt Schnellbusse zwischen Oberzentren eingesetzt werden, die nicht auf direktem und kurzem Weg nicht mit der Schiene verbunden sind.<\/p>\n<p>Der Regionale Nahverkehrsplan hat quasi Gesetzeskraft, was aber nicht unbedingt damit gleichzusetzen ist, dass alle aufgef\u00fchrten Projekte in dem gesteckten Zeitrahmen auch tats\u00e4chlich umgesetzt werden. Dass Papier geduldig ist, belegen dabei seine Vorg\u00e4ngermodelle. Was aber in diesem Masterplan nicht aufgelistet ist, hat praktisch keine Chance,in den n\u00e4chsten Jahren realisiert zu werden. Der Worte sind genug gewechselt, nun m\u00fcssen nur noch die entsprechenden Taten folgen. Und hier verspricht der Fahrplanwechsel im Dezember doch eine Vielzahl von erfreulichen Verbesserungen. <\/p>\n<p>Wilfried Staub<br \/>\n23. September 2014<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wilfried Staub ist aktives Mitglied im Landesverband Hessen sowie im Regionalverband Gro\u00dfraum Frankfurt als Stellv. Vorsitzender. Im RMV sitzt er f\u00fcr PRO BAHN im Fahrgastbeirat. Der RMV hat am 23. 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