{"id":1487,"date":"2014-09-29T21:52:08","date_gmt":"2014-09-29T19:52:08","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=1487"},"modified":"2014-09-29T21:52:08","modified_gmt":"2014-09-29T19:52:08","slug":"nahverkehrs-erhohung-um-19-bei-der-deutschen-bahn-ebenso-unangemessen-wie-die-noch-hoheren-preiserhohungen-in-den-verkehrsverbunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=1487","title":{"rendered":"Nahverkehrs-Erh\u00f6hung um 1,9% bei der Deutschen Bahn ebenso unangemessen wie die noch h\u00f6heren Preiserh\u00f6hungen in den Verkehrsverb\u00fcnden"},"content":{"rendered":"<p><strong>PRO BAHN Hessen fordert die generelle Festlegung der Obergrenze von Fahrpreiserh\u00f6hungen an die Inflationsrate zu koppeln.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/DSC08923-klein-600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/DSC08923-klein-600-300x225.jpg\" alt=\"Talent 2 im Bahnhof Gie\u00dfen\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1453\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/DSC08923-klein-600-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/DSC08923-klein-600.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Fahrpreise im Nahverkehr der Deutschen Bahn (DB) werden f\u00fcr Verbindungen \u00fcber die Verkehrsverb\u00fcnde hinaus um 1,9 Prozent erh\u00f6ht. Hier zieht die Deutsche Bahn im gleichen Segment nach, in welchem die zahlreichen Verkehrsverb\u00fcnde ebenso f\u00fcr Dezember 2014 bzw. Januar 2015 Erh\u00f6hungen vollziehen werden. Die Erh\u00f6hung der DB wie auch die aller Verkehrsverb\u00fcnde in Deutschland liegen erneut \u00fcber der Inflationsrate, welche im September 2014 bei 0,8 Prozent lag und die sich in den letzten Monaten bei etwa 1 Prozent liegt. <!--more-->Anpassungen im Rahmen des Inflationsausgleichs werden seitens des Fahrgastverbandes PRO BAHN durchaus f\u00fcr in Ordnung befunden. Jedoch b\u00fcrdet man seit Jahren den Fahrg\u00e4sten deutlich gr\u00f6\u00dfere Preisspr\u00fcnge auf. Die Erh\u00f6hung von 1,9 Prozent im Schienennahverkehr trifft insbesondere diejenigen, die \u00fcber Verkehrsverbundgrenzen hinweg reisen. Dies sind oft Geringverdiener, welche sich in Ballungsr\u00e4umen wie Frankfurt\/Main keine Wohnung leisten und beispielsweise in Nordhessen wohnen. Wenn dies so weitergeht, wird dies f\u00fcr die Betroffenen unerschwinglich. Der deutliche R\u00fcckgang der Einwohnerzahlen in den l\u00e4ndlichen Regionen Hessens wird sich dann noch verst\u00e4rken. <\/p>\n<p>Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert Bund und L\u00e4nder auf, eine gesetzliche Regelung zu schaffen, die die Fahrpreiserh\u00f6hung auf Basis der Inflationsrate festschreibt. Die Einkommen der Fahrg\u00e4ste sind im gleichen Zeitraum maximal in dieser H\u00f6he gestiegen. Kleine und mittlere Einkommen, gerade die die auf die Bahn bzw. den Bus angewiesen sind, m\u00fcssen seit vielen Jahren Reallohnverluste und Verm\u00f6genseinbu\u00dfen hinnehmen. Die Flexibilit\u00e4t am Arbeitsplatz wird heutzutage sowohl f\u00fcr den Anreiseweg als auch f\u00fcr die Arbeitszeiten eingefordert. Diese Situation m\u00fcssen sich die Verkehrstr\u00e4ger endlich in ihrem Handeln endlich ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert daher die falsche politische Ausrichtung, welche in Sachen Personenbef\u00f6rderung vollzogen wird. So wurde durch die \u00c4nderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes dem \u00d6ffentlichen Personennah- und fernverkehr in nicht akzeptabler Weise Zusatzkosten auf das Auge gedr\u00fcckt. <\/p>\n<p>Gleichzeitig findet die Bundesregierung keinen Weg, den unterfinanzierten \u00d6PNV durch Aufstockung der Regionalisierungsmittel von derzeit 7,3 Milliarden Euro deutlich erh\u00f6hen. <\/p>\n<p>Der \u00d6ffentliche Personennahverkehr (\u00d6PNV) wird seitens der Politik schon seit Jahren nicht mehr als Pflichtaufgabe im Rahmen der \u00d6ffentlichen Daseinsvorsorge gesehen. Seit der Bahnreform 1994 ist der \u00d6PNV Sache der Bundesl\u00e4nder, die Deutsche Bahn somit nur noch beauftragtes Organ, wie andere Bahngesellschaften ebenfalls. PRO BAHN kritisiert, dass die Bundesl\u00e4nder sich sehr unterschiedlich in die Mitfinanzierung des laufenden Betriebs des \u00d6PNV einbringen. Das Land Hessen gibt aus eigenen Haushaltsmitteln keinen Cent dazu. Durch weitreichende Umstellungen des \u00d6PNV auf privatrechtliche Organisationen hat man zwar erst mal die direkte Entlastung der \u00f6ffentlichen Haushalte erreicht. Jedoch muss die Personenbef\u00f6rderung weiterhin zu einem gro\u00dfen Teil aus Steuermitteln finanziert werden. Um eine Teilfinanzierung des \u00d6PNV wird die \u00f6ffentliche Hand also auch in Zukunft nicht umhinkommen. Wenn die \u00d6ffentliche Hand Geldmangel als Grund nennt, dann muss sich der Staat derer durch Steuererh\u00f6hungen bei den obersten 5% der Gesellschaft bedienen, die seit Jahren in exorbitanter Weise ihre Einkommen vermehrfacht haben.<\/p>\n<p>Dass die Preise bei den Fernz\u00fcgen in der 2. Klasse nicht erh\u00f6ht werden, ist im Grunde erfreulich. Sieht man jedoch, mit welcher Willk\u00fcr unterschiedliche Preise je nach Wochentag und Frequentierung festgesetzt werden und die Preise im Fernzugverkehr schon seit vielen Jahren viel zu hoch sind, weil die Deutsche Bahn hier eigenwirtschaftlich mit Gewinn-maximierung agiert, kommt nach der frohen Botschaft die Ern\u00fcchterung. Auch der Fernverkehr bedarf des fairen Wettbewerbs. Dies bedeutet, dass zwischen den Verkehrstr\u00e4gern, z.B. Deutsche Bahn und Fernbus gleiche Ausgangssituationen mit gleichen Rechten f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste geschaffen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Um die \u00f6ffentliche Personenbef\u00f6rderung auf Dauer zu erhalten, bedarf es eines gro\u00dfen Verkehrsgipfels zwecks Neuausrichtung mit deutlich h\u00f6herer anteilige Steuerfinanzierung und keine j\u00e4hrlichen inakzeptabler hoher Preisspr\u00fcnge f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste.<\/p>\n<p>V.i.S.d.P.<br \/>\nThomas Kraft<br \/>\nLandesvorsitzender<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PRO BAHN Hessen fordert die generelle Festlegung der Obergrenze von Fahrpreiserh\u00f6hungen an die Inflationsrate zu koppeln. Die Fahrpreise im Nahverkehr der Deutschen Bahn (DB) werden f\u00fcr Verbindungen \u00fcber die Verkehrsverb\u00fcnde hinaus um 1,9 Prozent erh\u00f6ht. 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