{"id":1726,"date":"2014-12-27T17:29:14","date_gmt":"2014-12-27T15:29:14","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=1726"},"modified":"2014-12-27T17:29:14","modified_gmt":"2014-12-27T15:29:14","slug":"fahrpreiserhohungen-zum-1-januar-2015-rmv-erhoht-fahrpreise-auch-wegen-verfehlter-verkehrs-und-energiepolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=1726","title":{"rendered":"Fahrpreiserh\u00f6hungen zum 1. Januar 2015 &#8211;  RMV erh\u00f6ht Fahrpreise auch wegen verfehlter Verkehrs- und Energiepolitik"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr den Fahrgastverband PRO BAHN Hessen kommt die am 10. Juli 2014 f\u00fcr den 1. Januar 2015 angek\u00fcndigte Fahrpreiserh\u00f6hung des RMV von durchschnittlich 3,45 Prozent nicht ganz \u00fcberraschend. Sie liegt erneut deutlich \u00fcber der Inflationsrate, von derzeit rund 1,5 Prozent, die von den \u00d6PNV-Nutzern als Obergrenze f\u00fcr die Zumutbarkeit angesehen wird. Und sie f\u00e4llt 2015 um einen Prozentpunkt h\u00f6her aus als in diesem Jahr. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/2013-02-12-11.22.55-klein-400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/2013-02-12-11.22.55-klein-400-300x225.jpg\" alt=\"SAMSUNG\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-673\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/2013-02-12-11.22.55-klein-400-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/2013-02-12-11.22.55-klein-400.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><!--more--><\/p>\n<p>Allerdings hatte PRO BAHN schon im Fr\u00fchjahr davor gewarnt, dass als Folge der Novellierung des Erneuerbaren Energien Gesetzes und den h\u00f6heren Betriebskosten bei den umweltfreundlich unter Fahrdraht verkehrenden S-, U- und Stra\u00dfenbahnen eine deutliche Fahrpreisanpassung unumg\u00e4nglich sein w\u00fcrde. PRO BAHN hatte mit Nachdruck gefordert, dass die politische Hand diese Finanzierungsl\u00fccke \u00fcber eine Erh\u00f6hung der Zusch\u00fcsse an die Verb\u00fcnde unbedingt schlie\u00dfen m\u00fcsse. Dies ist leider nicht erfolgt und der RMV und seine Gesellschafter m\u00fcssen den h\u00f6heren Aufwand nun aus eigener Tasche und \u00fcber h\u00f6here Fahrpreise aufbringen, bedauert Thomas Kraft, Vorsitzender des hessischen Fahrgastverbandes, und f\u00fcgt hinzu: F\u00fcr die Zukunft sieht es noch d\u00fcsterer aus, wenn der Bund n\u00e4mlich die nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzt (GVFG) vorgesehenen Mittel auf dem jetzigen Niveau einfriert und nicht der Empfehlung des Bundesrates folgt und den Zuschuss von derzeit 7,3 Milliarden Euro auf 8,5 Milliarden Euro im Jahr 2016 aufstockt. <\/p>\n<p>708 Millionen Fahrg\u00e4ste nutzen den RMV j\u00e4hrlich. Das ist gegen\u00fcber von vor f\u00fcnf Jahren ein sattes Plus von 30 Prozent. Und die \u00fcberwiegende Zahl der Reisenden erteilt Bussen und Bahnen durchweg gute bis befriedigende Noten. Wie dieses positive Ergebnis angesichts massiver Versp\u00e4tungen, zu geringer Sitzplatzkapazit\u00e4t, von sich h\u00e4ufenden Zug- und Busausausf\u00e4llen und vorzeitigem Wenden von Z\u00fcgen allerdings zustande kommt, bleibt PRO BAHN ein R\u00e4tsel. Erwiesene Tatsache ist, dass viele Fahrg\u00e4ste des RMV die stetig steigenden Verschlechterungen des Systems inzwischen als gegeben und unabwendbar hinnehmen und Beschwerden und Kritik nur noch ganz selten \u00e4u\u00dfern, weil sie sich zum Beispiel in den Antwort-Bausteinbriefen aus Hofheim nicht ernst genommen f\u00fchlen.<br \/>\nDie diesj\u00e4hrige H\u00f6he der Tarifanpassung muss f\u00fcr den RMV, nicht zuletzt aber auch f\u00fcr die lokalen Nahverkehrsorganisationen Verpflichtung sein, endlich wieder internationalen Standard zu erreichen, so die eindringliche Forderung des hessischen Fahrgastverbandes, dann k\u00f6nnte man die H\u00f6he angesichts vieler Verbesserungen gerade noch verschmerzen. Als Positivum kann n\u00e4mlich vermerkt werden, dass im S-Bahnverkehr erfreulicherweise nur noch (seiner Kinderkrankheiten inzwischen erledigter) moderne Fahrzeuge zum Einsatz kommen, der Takt sonntags und sp\u00e4t nachts verdichtet wird und auch auf RE- und RB-Strecken vielerorts deutliche Verbesserungen eingef\u00fchrt werden. <\/p>\n<p>Dass sich der Aufsichtsratsvorsitzende des RMV f\u00fcr \u201esein\u201c Frankfurt, was die Erh\u00f6hung bei den Einzelfahrscheinen, der Kurzstrecke und der Gruppenkarte betrifft, mit fast 6 Prozent gleich den gr\u00f6\u00dften Schluck aus der Pulle genehmigt, ist f\u00fcr den Pressesprecher von PRO BAHN Hessen, Wilfried Staub, nur schwer nachvollziehbar. Im vergangenen Jahr verk\u00fcndigte der Ob noch, dass das Ende der Fahnenstange f\u00fcr Frankfurt erreicht sei. Staub mutma\u00dft, dass Feldmann \u00fcber den Preis die Fahrgastzahlen in der Mainmetropole kanalisieren, spricht niedrig halten will. Denn die Ausgaben f\u00fcr zus\u00e4tzliche Fahrzeuge und f\u00fcr Investitionen in die Infrastruktur, die bei weiter steigenden Fahrgastzahlen unausweichlich w\u00e4ren, kann Frankfurt in den n\u00e4chsten Jahren nicht stemmen. <\/p>\n<p><strong><br \/>\nAuch NVV und VRN teurer<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_617\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Stra\u00dfenbahn-Kassel-Wilhelmsh\u00f6he-klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-617\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Stra\u00dfenbahn-Kassel-Wilhelmsh\u00f6he-klein-300x225.jpg\" alt=\"Zum Hessentag denkt man in Kassel nur innerhalb der Stadt an Verst\u00e4rkungen, hier Stra\u00dfenbahnen am Bahnhof Kassel-Wilhelmsh\u00f6he.\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-617\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Stra\u00dfenbahn-Kassel-Wilhelmsh\u00f6he-klein-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Stra\u00dfenbahn-Kassel-Wilhelmsh\u00f6he-klein.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-617\" class=\"wp-caption-text\">Zum Hessentag denkt man in Kassel nur innerhalb der Stadt an Verst\u00e4rkungen, hier Stra\u00dfenbahnen am Bahnhof Kassel-Wilhelmsh\u00f6he.<\/p><\/div>\n<p>Auch der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) und der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) passen ihre Fahrpreise an. Beim NVV stand der Tarifwechsel bereits zum 14. Dezember 2014 an. Die Fahrpreise wurden um durchschnittlich 3,3 Prozent angehoben. Zeichnet sich der NVV bereits in der Vergangenheit durch innovative Leistungsangebote wie die 5-Minuten-Garantie und ein attraktive Jahreskarte f\u00fcr Senioren \u00fcber 60 Jahre aus, so legen die Nordhessen wegweisend f\u00fcr alle anderen deutschen Verb\u00fcnde ein familienfreundliches Angebot f\u00fcr Jugendliche unter 18 Jahren auf. K\u00fcnftig k\u00f6nnen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren die erm\u00e4\u00dfigten Einzelfahrkarten und 5erTickets nutzen. Diese werden daher umbenannt in Einzelfahrkarte U18 und 5erTicket U18. Neu sind auch das 24 Stunden (!) g\u00fcltige MultiTicket, das MultiTicket Single und das JugendFreizeitTicket.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nNeue Tarife zum 1. Januar 2015 im VRN<\/strong><\/p>\n<p>Die Tarife f\u00fcr Fahrten mit den Bussen und Bahnen im Verbundgebiet, zu dem auch gro\u00dfe Teile S\u00fcdhessens z\u00e4hlen, werden zum 1. Januar 2015 um durchschnittlich 3,5 Prozent angepasst. Damit reagiert der vrn im Wesentlichen auf die Kostensteigerungen bei den Verkehrsunternehmen. Die recht preiswerte Monatskarte f\u00fcr Senioren ab 60 wird lediglich um \u20ac 1,70 teurer. Neu wird auch die Einf\u00fchrung eines \u201eEinzelfahrscheins Fahrrad\u201c sein. Die bisherige Regelung, die den Erwerb einer Einzel- oder einer Mehrfahrtenkarte Kind in den Zeiten der entgeltpflichtigen Fahrradmitnahme vorsah, entf\u00e4llt.<\/p>\n<p><strong>Fahrpreiserh\u00f6hung bei der Deutschen Bahn im Nahverkehr<\/strong><\/p>\n<p>Die bereits erfolgte Nahverkehrs-Erh\u00f6hung um 1,9% bei der Deutschen Bahn ebenso unangemessen wie die noch h\u00f6heren Preiserh\u00f6hungen f\u00fcr die Fahrtrelationen innerhalb der Verkehrsverb\u00fcnde. Dass die Fahrpreise im Fernverkehr aufgrund der neuen Fernbus-Konkurrenz nicht angehoben wurden, war aus Sicht von PRO BAHN die logische Konsequenz. Nur lastet man die Kostensteigerungen einseitig dem Nahverkehrsreisenden an, oft Menschen mit kleinem Geldbeutel, welche weit fahrende Regional-Express-Z\u00fcge nutzten. Zudem werde Gruppenreisen teurer, die Staffelung des Sch\u00f6ne-Wochenend-Tickets nach Personenzahl bis zu 5 Personen sei eine sinnvolle Sache, jedoch werde nur die Einzelperson billiger reisen. F\u00fcr 5 Personen m\u00fcssten nun anstatt 44 Euro gleich 56 Euro hingelegt werden. So belaste man insbesondere Gelegenheitsreisende, was nicht gerade zum Imagegewinn der Deutschen Bahn beitrage, da diese nicht die sonstigen Vorteile des Bahnreisens vor Augen h\u00e4tten, wenn sie bei sporadischen Fahrten mit solchen Teuerungen konfrontiert w\u00fcrden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr den Fahrgastverband PRO BAHN Hessen kommt die am 10. Juli 2014 f\u00fcr den 1. Januar 2015 angek\u00fcndigte Fahrpreiserh\u00f6hung des RMV von durchschnittlich 3,45 Prozent nicht ganz \u00fcberraschend. Sie liegt erneut deutlich \u00fcber der Inflationsrate, von derzeit rund 1,5 Prozent, &hellip; <a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=1726\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1726"}],"collection":[{"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1726"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1726\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}