{"id":2013,"date":"2015-03-18T23:28:59","date_gmt":"2015-03-18T21:28:59","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=2013"},"modified":"2015-03-20T00:41:22","modified_gmt":"2015-03-19T22:41:22","slug":"fahrt-die-taunusbahn-auch-kunftig-noch-durch-den-hasselborner-tunnel-bis-nach-brandoberndorf-oder-nur-noch-bis-nach-gravenwiesbach-oder-usingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=2013","title":{"rendered":"F\u00e4hrt die Taunusbahn auch k\u00fcnftig noch durch den Hasselborner Tunnel bis nach Brandoberndorf oder nur noch bis nach Gr\u00e4venwiesbach oder Usingen?"},"content":{"rendered":"<p>Wie beim Stra\u00dfenverkehr auch, Tunnel und Br\u00fccken sind unverzichtbar f\u00fcr den Betrieb des Bahnnetzes. Im Fall des Hasselborner Tunnels der Taunusbahn hat dies nun den laufenden Betrieb zwischen Gr\u00e4venwiesbach und Brandoberndorf eingeholt und gef\u00e4hrdet den dauerhaften Weiterbetrieb des Streckenabschnitts, welcher im Jahr 2000 wiederer\u00f6ffnet wurde.<div id=\"attachment_2047\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/2012-09-12-15.26.51-klein-600-scharf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2047\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/2012-09-12-15.26.51-klein-600-scharf-300x225.jpg\" alt=\"Ein Zug der Taunusbahn nach Brandoberndorf im Frankfurter Hbf. Wie lange kann der Zug noch bis in den Kernort der Gemeinde Waldsolms fahren? Oder stoppt der sanierungsbed\u00fcrftige Tunnel die Fahrt?\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-2047\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/2012-09-12-15.26.51-klein-600-scharf-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/2012-09-12-15.26.51-klein-600-scharf.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2047\" class=\"wp-caption-text\">Ein Zug der Taunusbahn nach Brandoberndorf im Frankfurter Hbf. Wie lange kann der Zug noch bis in den Kernort der Gemeinde Waldsolms fahren? Oder stoppt der sanierungsbed\u00fcrftige Tunnel die Fahrt?<\/p><\/div><!--more--><\/p>\n<p>PRO BAHN stellt jedoch die Frage, wie sanierungsbed\u00fcrftig ist der Tunnel nun wirklich? Wie lange kann der Tunnel ohne Sanierung noch weiterbetrieben werden? Hierbei hofft der Fahrgastverband darauf, dass der Betrieb noch mehrere Jahre ohne Sanierung aufrecht erhalten werden kann. So w\u00fcrde n\u00e4mlich Zeit bleiben, um in Ruhe und mit Sachlichkeit einerseits genauere Untersuchungen \u00fcber den tats\u00e4chlichen Sanierungsaufwand vorzunehmen, andererseits um Finanzierungskonzepte seitens der beteiligen Gebietsk\u00f6rperschaften und Verkehrsunternehmen zu entwickeln.<\/p>\n<p>Der Fahrgastverband PRO BAHN sieht die aktuelle Diskussion mit Sorge, denn die Bedenken, dass es zur erneuten, dann wohl dauerhaften Stilllegung des Abschnitts Gr\u00e4venwiesbach-Brandoberndorf kommen kann, sind durchaus berechtigt. \u201eDie Musik spielt im s\u00fcdlichen Abschnitt der Taunusbahn\u201c, so Thomas Kraft, Landesvorsitzender von PRO BAHN, denn der gro\u00dfe Fahrgastzuwachs auf der Taunusbahn ist ab Usingen erfolgt. Das habe auch der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) erkannt. Nun steht im RMV-Nahverkehrsplan, f\u00fcr die S-Bahn Rbein-Main, welche mit der S 5 derzeit bis Friedrichsdorf verkehrt, diese bis Usingen zu verl\u00e4ngern und daf\u00fcr die Taunusbahn in diesem Streckenabschnitt zu elektrifizieren. Letztlich bedeutet dies, dass k\u00fcnftig viele Verbindungen aus dem n\u00f6rdlichen Abschnitt ab Brandoberndorf, dann in Usingen enden, sofern nicht daf\u00fcr notwendige Schienenerweiterungen im dann neuen S-Bahn-Abschnitt erfolgen, dass neben der S-Bahn auch weiterhin die Regionalbahn bis Bad Homburg und Frankfurt fahren kann.<\/p>\n<p>Dann bliebe vielfach nur noch ein Pendelverkehr Brandoberndorf-Gr\u00e4venwiesbach-Usingen, wodurch dieser Abschnitt unattraktiver. Letztlich kann dies das Aus f\u00fcr den erst vor 15 Jahren in Betrieb genommenen Teilabschnitt im Lahn-Dill-Kreis bedeuten. PRO BAHN sieht hier alle in der Pflicht, auch den Lahn-Dill-Kreis und fordert dazu auf, f\u00fcr den Fall des mittelfristigen Sanierungsbedarfs in Form von Anspardarlehen die Sanierung gemeinsam zu finanzieren. <\/p>\n<p>Dass aber Brandoberndorf und Hasselborn als Haltepunkte wackeln, das liegt nat\u00fcrlich auch am fehlenden Anschlusskonzept im Lahn-Dill-Kreis. Zwischen Waldsolms und Wetzlar gibt es keine durchgehende, besser noch vertaktete Buslinienverbindung mehr. Seit mehreren Jahren ist nun in Sch\u00f6ffengrund-Schwalbach der Umstieg von der Linie 170 in die Linie 160 erforderlich. Dies macht eine Reisekette unm\u00f6glich. Des Weiteren sind Menschen viel eher in die Bahn als alternatives Fortbewegungsmittel zu bekommen als in den Lokalbus. Von daher war es ein Fehler, die Taunusbahn bzw. Solmsbachtalbahn zwischen Brandoberndorf und Albshausen samt ihrer Br\u00fccken zur\u00fcckzubauen. Denn eine nach Norden mit guten Anschl\u00fcssen versehene Taunusbahn h\u00e4tte auch mehr Fahrg\u00e4ste, damit auch mehr Umsatz und mehr Rentabilit\u00e4t f\u00fcr den Abschnitt des Hasselborner Tunnels gebracht. Um hier eine h\u00f6here Auslastung zu erzielen, fordert der Fahrgastverband PRO BAHN von der Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill-Weil ein deutlich verbessertes und durchgebundenes Lokalbuslinienkonzept f\u00fcr die Kommunen Waldsolms, Sch\u00f6ffengrund und Braunfels. Nur wenn es gen\u00fcgend Einstiege in Brandoberndorf gibt, wird die Taunusbahn weiterhin ab der s\u00fcdlichen LDK-Gemeinde abfahren. <\/p>\n<p>Des Weiteren sollte der Wiederaufbau von Bahnstrecken nicht v\u00f6llig ausgeschlossen werden. In anderen Bundesl\u00e4ndern ist dies bereits in gro\u00dfem Stil Realit\u00e4t. Rheinland-Pfalz er\u00f6ffnet demn\u00e4chst die 10. reaktivierte Strecke, w\u00e4hrend es in Hessen bislang nur 2 Teilstrecken sind und erstmals eine komplette Strecke mit Korbach-Frankenberg im September 2015. So kann sich der Verbraucher-Fachverband durchaus den Wiederaufbau zwischen Brandoberndorf und Albshausen aber auch den der Weiltalbahn zwischen Gr\u00e4venwiesbach und Weilburg vorstellen, um z.B. von vorn herein von der stark belasteten B 456 den Pendlerverkehr auf die Schiene zu bekommen. <\/p>\n<p>Wichtig dabei ist, dass in Hessen sowohl das Land aber insbesondere auch Landkreise und Kommunen endlich erkennen, dass in 15 bis 20 Jahren die fossilen Brennstoffe wesentlich teurer sein werden und somit die Menschen wieder deutlich mehr auf \u00f6ffentliche Transportmittel angewiesen sein werden. Geht man weiterhin vom Status Quo aus, dass z.B. im Lahn-Dill-Kreis weniger als 10 Prozent den \u00d6PNV nutzen, so ist die Taunusbahn keineswegs gesichert und ein Meilenstein in der Verkehrsinfrastruktur dauerhaft vernichtet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie beim Stra\u00dfenverkehr auch, Tunnel und Br\u00fccken sind unverzichtbar f\u00fcr den Betrieb des Bahnnetzes. 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