{"id":2015,"date":"2015-03-18T23:34:24","date_gmt":"2015-03-18T21:34:24","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=2015"},"modified":"2015-03-20T01:13:02","modified_gmt":"2015-03-19T23:13:02","slug":"pro-bahn-starkenburg-stillstand-im-angebot-bei-steigenden-fahrpreisen-steht-eine-neue-epoche-von-uberfullten-bussen-und-bahnen-mit-schlechtem-bedienungsangebot-bevor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=2015","title":{"rendered":"PRO BAHN Starkenburg: Stillstand im Angebot bei steigenden Fahrpreisen?  Steht eine neue Epoche von \u00fcberf\u00fcllten Bussen und Bahnen mit schlechtem Bedienungsangebot bevor?"},"content":{"rendered":"<p>Am  23. Februar f\u00fchrte der Verkehrsausschuss des Bundestages eine \u00f6ffentliche Anh\u00f6rung zur zuk\u00fcnftigen F\u00f6rderung des Regionalverkehrs auf der Schiene durch. Aus diesem Anlass weist der Fahrgastverband PRO BAHN darauf hin, dass ohne eine massive  Aufstockung der Regionalisierungsmittel des Bundes den Fahrg\u00e4sten in den Regionalz\u00fcgen und S-Bahnen Einschr\u00e4nkungen in der Bedienung  bevorstehen w\u00fcrden.<div id=\"attachment_2050\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/2013-02-23-18.24.35-klein-600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2050\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/2013-02-23-18.24.35-klein-600-300x225.jpg\" alt=\"\u00dcberf\u00fcllter Regionalzug in Hessen.\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-2050\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/2013-02-23-18.24.35-klein-600-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/2013-02-23-18.24.35-klein-600-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2050\" class=\"wp-caption-text\">\u00dcberf\u00fcllter Regionalzug in Hessen.<\/p><\/div><!--more--><\/p>\n<p>Der Rhein-Main-Verkehrsverbund hat am 20.2.2015 bekannt gegeben, dass das vorhandene Angebot nicht weiter ausgebaut werden k\u00f6nne, da andernfalls mit horrenden Fahrpreiserh\u00f6hungen \u2013 zus\u00e4tzlich zu den ohnehin bereits \u00fcberteuerten Tarifen \u2013 gerechnet werden m\u00fcsse. Man k\u00f6nne davon ausgehen, dass dann Projekte wie die S-Bahn entlang der Bergstra\u00dfe endg\u00fcltig verschoben w\u00fcrden. Damit w\u00fcrde der Fahrgast auf dieser wichtigen Relation auch in Zukunft mit einem Stundentakt abgespeist werden.<br \/>\nKapazit\u00e4tsausweitungen auf der Odenwaldbahn, bessere Verbindungen zwischen Darmstadt und Aschaffenburg in den Abendstunden und am Wochenende, zus\u00e4tzliche Fahrten im Regionalbusverkehr: All diese ebenfalls sehnlichst erwarteten Verbesserungen f\u00fcr Fahrg\u00e4ste in der Region Starkenburg k\u00f6nnen nur dann  umgesetzt werden, wenn der Bund eine dem Fahrgast angemessene und nachhaltige Verkehrspolitik angeht und seine Mittel f\u00fcr den \u00d6PNV erh\u00f6ht! <\/p>\n<p>Bei der Bahnreform 1993 hat sich der Bund verpflichtet, nach der Umwandlung von Bundes- und Reichsbahn in das Privatunternehmen Deutsche Bahn AG den Nahverkehr mit den sogenannten &#8222;Regionalisierungsmitteln&#8220; weiter zu f\u00f6rdern. Das entsprechende Eisenbahnneuordnungsgesetzes trat am 1. Januar 1996 in Kraft. Doch w\u00e4hrend die Lebenshaltungskosten um 24% stiegen und die Fahrg\u00e4ste inzwischen sogar 51% mehr f\u00fcr ihre Fahrkarten bezahlten, hat der Bund die Mittel noch nicht einmal um die anf\u00e4nglich vereinbarten 1,5% pro Jahr erh\u00f6ht. Unterm Strich gab es seit 1996 eine Anpassung um 19,0%; das bedeutet inflationsbereinigt eine deutliche K\u00fcrzung um 5%.<\/p>\n<p>Die Angebotsverbesserungen der letzten Jahre sind nur m\u00f6glich gewesen, weil das Land Hessen die Zugleistungen im Nahverkehr ausgeschrieben hat.<br \/>\nEisenbahnverkehrsunternehmen bewarben sich im Wettbewerb und die L\u00e4nder konnten dadurch erhebliche Einsparungen realisieren.<br \/>\n&#8222;Inzwischen sind hier aber kaum noch Kostensenkungen m\u00f6glich. Im Gegenteil: Kosten f\u00fcr Fahrzeuge und Personal steigen&#8220;, so Peter Castellanos vom PRO BAHN Regionalverband Starkenburg. Castellanos weiter: &#8222;Noch gravierender ist aber die Benachteiligung des Bahnverkehrs und seiner Kunden durch die Schienen- und Bahnhofsnutzungsgeb\u00fchren.&#8220;<br \/>\nW\u00e4hrend Autofahrer und Busnutzer bislang jede Stra\u00dfe Deutschlands kostenfrei nutzen k\u00f6nnen, m\u00fcssen die Eisenbahnverkehrsunternehmen und damit auch die Bundesl\u00e4nder f\u00fcr jeden befahrenen Schienenkilometer und jeden Bahnhofshalt Nutzungsgeb\u00fchren an die Deutsche Bahn zahlen.<br \/>\nDB Netz sowie DB Station &#038; Service sind per Vertrag mit der Bundesrepublik Deutschland sogar verpflichtet, die Instandhaltung von Gleisen und Stationen aus diesen Geb\u00fchren zu finanzieren. Bessere technische Ausstattungen der Bahnh\u00f6fe mit Aufz\u00fcgen, Rolltreppen und Informationssystemen sowie ein steigendes Alter der Anlagen f\u00fchrten aber zu immer h\u00f6heren Kosten. Gab z.B. das Bundesland Bayern im Jahr 2000 noch 360 Millionen Euro aus, sind es inzwischen 620 Millionen (plus 72%) bei nur 19% Mehrkilometern.<\/p>\n<p>&#8222;Wir stehen an einer dramatischen Trendwende. Statt eines Ausbaus entsprechend der Fahrgastzahlen sehen wir inzwischen bei Neuausschreibungen die Beibehaltung des Status-Quo. Mittelfristig werden die Stehpl\u00e4tze in den Z\u00fcge gerade in den Ballungsgebieten weiter zunehmen, w\u00e4hrend in der Fl\u00e4che Streichungen von Zugverbindungen erfolgen werden&#8220;, so J\u00f6rg Lange, der beim Fahrgastverband die Nahverkehrsfinanzierung betreut. Die Finanzprobleme seien deshalb auch eines der Schwerpunktthemen beim PRO BAHN-Bundesverbandstag in Bremen Mitte M\u00e4rz. &#8222;Wir werden die Fahrg\u00e4ste, die wir vertreten, in der n\u00e4chsten Zeit verst\u00e4rkt aufkl\u00e4ren.&#8220;<br \/>\nZwar hat der Bundesrat mit einem eigenen Gesetzentwurf einen sinnvollen Vorschlag zur zuk\u00fcnftigen Finanzierung gemacht. Die Bundesregierung verschleppt trotzdem die notwendige Erh\u00f6hung der Mittel f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Verkehr. PRO BAHN werde deshalb in Zukunft verst\u00e4rkt den Zusammenhang zwischen real niedrigeren Mitteln, Angebotsreduzierungen und Fahrpreiserh\u00f6hungen in die \u00d6ffentlichkeit bringen. Wie unter derartigen Randbedingungen Kunden gehalten bzw. neue Fahrg\u00e4ste hinzugewonnen werden sollen, bleibt weiterhin offen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 23. Februar f\u00fchrte der Verkehrsausschuss des Bundestages eine \u00f6ffentliche Anh\u00f6rung zur zuk\u00fcnftigen F\u00f6rderung des Regionalverkehrs auf der Schiene durch. 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