{"id":2201,"date":"2015-05-18T19:11:13","date_gmt":"2015-05-18T17:11:13","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=2201"},"modified":"2015-07-09T12:09:47","modified_gmt":"2015-07-09T10:09:47","slug":"stellungnahme-korridorstudie-rheinmain-rheinneckar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=2201","title":{"rendered":"PRO BAHN Mittelhessen fordert nachhaltige Betrachtungsweise bei der Reaktivierung der Lumdatalbahn"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der ehemalige Regierungspr\u00e4sident des Regierungsbezirks Gie\u00dfen (Mittelhessen), Wilfried Schmied lebt in der verkehrspolitischen Vergangenheit.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Anmerkun<\/span>g<span style=\"text-decoration: underline;\">:<\/span> Dieser Beitrag wurde von PRO BAHN Mittelhessen bereits am 19.04.2015 an die lokalen Tageszeitungen gegeben und wurde in Ausz\u00fcgen dankenswerter Weise ver\u00f6ffentlicht. Die regionale Initiative Pro Bahn&amp;Bus nahm identische Formulierungen unter ihrem Namen zum gleichen Thema am 24.04.2015 in ihren Ver\u00f6ffentlichungen unabgesprochen vor. Der Fahrgastverband PRO BAHN verurteilt diese Vorgehensweise scharf und wei\u00df dies f\u00fcr die Zukunft entsprechend einzuordnen. <span style=\"text-decoration: underline;\">Hier nun die PM von uns als PRO BAHN zu dem Thema:<\/span><!--more--><\/p>\n<p>Der Fahrgastverband PRO BAHN, Regionalverband Mittelhessen kritisiert die \u00c4u\u00dferungen des altgedienten Staufenberger CDU-Politikers Wilfried Schmied, scharf. \u201eSeine Aussagen zur Analyse der Mobilit\u00e4t sind Betrachtungsweisen aus den 1970er Jahren\u201c, so der PRO BAHN-Sprecher f\u00fcr Mittelhessen, Thomas Kraft. Auch sei der Bericht von Schmied eine Ansammlung von Fehlern. \u201eSeit rund 20 Jahren gibt es in Deutschland keine Bahnbusse mehr, die Herr Schmied im Lumdatal immer noch sieht\u201c. Dies sei einer der Beweise, dass Herr Schmied in der politischen Vergangenheit agiert, wenn ihm noch nicht mal bekannt ist, welche Busse vor seiner Haust\u00fcr fahren. Ein weiterer Beweis seiner Fehlinterpretation sei, dass er von dem wirtschaftlichen Betrieb von \u00d6ffentlichem Personennahverkehr (\u00d6PNV) spreche. Dies sei, so PRO BAHN, bis auf wenige Ausnahmen wie dem Frankfurter S-Bahn-Tunnel sowieso nirgends m\u00f6glich, \u00d6PNV m\u00fcsse stets von der \u00d6ffentlichen Hand subventioniert werden, um ihn betreiben zu k\u00f6nnen. Da sei \u00d6PNV im gleichen Tenor zu nennen wie Schulen, Schwimmb\u00e4der und B\u00fcchereien.<\/p>\n<p>Schmieds Annahme, dass f\u00fcr alle Zeit die Menschen pro Haushalt mindestens 2 PKW besitzen und alle einen F\u00fchrerschein haben, sei schon heute teilweise widerlegt. Der prozentuelle Anteil unter den 18-30 J\u00e4hrigen, welche einen F\u00fchrerschein besitzen, gehe seit Jahren stark zur\u00fcck. Die ann\u00e4hernd 100% Abdeckung bei den jungen Menschen war eine Situation vor 25 Jahren, heute sind es nur noch 80% mit weiter abnehmender Tendenz. Das Auto als Statussymbol verliert an Wirkung. Dass im l\u00e4ndlichen Raum die Reaktivierung von Bahnstrecken keinen Erfolg haben kann, diese Gegenbeweise liegen aus anderen Bundesl\u00e4ndern vor, wie Beispiele in Bayern, Rheinland-Pfalz (10 Reaktivierungen) oder auch Niedersachsen mit der Nord-West-Bahn, speziell hier der Lammetalbahn verdeutlichen. Studien zeigten, dass bei einem Angebot auf der Schiene schon nach kurzer Zeit mehr und mehr PKW-Fahrer auf den Zug umsteigen, die Zahlen in vorherigen Gutachten \u00fcbertroffen werden. Der Einstieg in einen Linienbus auf dem Land habe leider bei vielen Menschen seit jeher den Geruch eines Schulbusses, in dem keine Erwachsenen mitfahren. Der Zug steht da in einem ganz anderen Licht.<\/p>\n<p>Wilfried Schmied widme sich mit keinem Funken eines Gedankens der zukunftsorientierten Betrachtungsweise. So sei schon heute absehbar, dass es aufgrund der globalen Verteilung sowohl bei fossilen Brennstoffen aber auch bei Metallen in 15 bis 25 Jahren zu einer weitreichenden Verteuerung kommen wird, da aufstrebende Staaten wie China oder Indien mehr und mehr Anteile an der weltweiten F\u00f6rderung importierten und auch die Ressourcen insgesamt in \u00fcberschaubarer Zeit endlich sind. So wird dass der Liter Benzin dann zwangsl\u00e4ufig 3 bis 4 Euro kosten. Ein Auto werden sich sp\u00e4ter viele nicht mehr leisten k\u00f6nnen. Dann werden auch Kommunen wie Rabenau, Allendorf\/Lda. und Staufenberg nach anderen Formen der Mobilit\u00e4t Ausschau halten, als nur dem \u201eEin-Mann-PKW\u201c. Wenn dann die Lumdatalbahn unwiederbringlich zerst\u00f6rt w\u00e4re, m\u00fcsse noch mit einem viel st\u00e4rkeren Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang gerechnet werden. Der Fahrgastverband PRO BAHN pl\u00e4diert daher nicht nur f\u00fcr die Reaktivierung der Lumdatalbahn, sondern f\u00fcr die Entwicklung eines Gesamtkonzepts mit verschiedenen Verkehrsmitteln, welche als Zubringerdienste mit einer durchg\u00e4ngigen Reisekette die Fahrg\u00e4ste an die Lumdatalbahn bringen. Buslinien aus dem weiter \u00f6stlich und n\u00f6rdlich liegenden Bereich sollten in Rabenau und Allendorf enden und den Umstieg in die Lumdatalbahn erm\u00f6glichen. Dann m\u00fcsse Lollar zu einem zentralen Umsteigepunkt werden, um hier mit kurzen Umsteigezeiten auch Richtung Marburg und Kassel zu kommen. Die Lumdatalorte w\u00fcrden dadurch deutlich attraktiver, das Vorhandensein eines Bahnanschlusses wirkt sich auch auf die Vermarktung von Immobilien entscheidend aus. Der Fahrgastverband PRO BAHN sagt dem Verein Lumdatalbahn e.V. und den Akteuren, welche sich f\u00fcr die Reaktivierung einsetzen, seine Unterst\u00fctzung zu.<\/p>\n<p>Regionalsprecher Thomas Kraft bem\u00e4ngelt, dass nachhaltige Aspekte, sowohl die der globalen Energie- und Rohstoffentwicklung als auch lokale Zukunftskriterien grunds\u00e4tzlich in der Nahverkehrsplanung fehlen. Lokale Nahverkehrspl\u00e4ne m\u00fcssen nachhaltiger ausgerichtet sein. Bei der laufenden Untersuchung f\u00fcr die Lumdatalbahn fehlt dem Fahrgastverband PRO BAHN die nennenswerte Mitwirkungsm\u00f6glichkeit von Fachverb\u00e4nden. Die Untersuchungen erfolgen oft in Hinterzimmern durch Planungsb\u00fcros und Verkehrstr\u00e4ger und wenn dann ohne die Betrachtung durch weitere Instanzen die Zahlen in der \u00d6ffentlichkeit sind, dann seien oftmals Fakten geschaffen, so Regionalsprecher Thomas Kraft. Die Lumdatalbahn biete, da sie als Trasse heute noch quasi unangetastet vorhanden sei, eine ideale Bedingung f\u00fcr eine Wiederinbetriebnahme bis Rabenau. Nun m\u00fcssten endlich auch in Hessen die Erfolge anderer Bundesl\u00e4nder bei der Reaktivierung von l\u00e4ndlichem Schienenverkehr zu Nutze gemacht werden, so der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der ehemalige Regierungspr\u00e4sident des Regierungsbezirks Gie\u00dfen (Mittelhessen), Wilfried Schmied lebt in der verkehrspolitischen Vergangenheit. Anmerkung: Dieser Beitrag wurde von PRO BAHN Mittelhessen bereits am 19.04.2015 an die lokalen Tageszeitungen gegeben und wurde in Ausz\u00fcgen dankenswerter Weise ver\u00f6ffentlicht. Die regionale Initiative &hellip; <a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=2201\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2201"}],"collection":[{"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2201"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2201\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2362,"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2201\/revisions\/2362"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2201"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}