{"id":2355,"date":"2015-07-08T08:24:15","date_gmt":"2015-07-08T06:24:15","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=2355"},"modified":"2015-07-21T20:08:15","modified_gmt":"2015-07-21T18:08:15","slug":"rmv-dreht-nach-bewahrtem-ritus-wieder-an-der-tarifschraube","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=2355","title":{"rendered":"RMV dreht nach bew\u00e4hrtem Ritus wieder an der Tarifschraube"},"content":{"rendered":"<p>(Frankfurt am Main, am 7. Juli 2015 \u2013 22 Uhr)    F\u00fcr den Fahrgastverband PRO BAHN Hessen geh\u00f6rt die am 9. Juli 2015 f\u00fcr die zum 01.01.2016 angek\u00fcndigte Fahrpreiserh\u00f6hung des RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund) von durchschnittlich [offen*] Prozent zum \u00fcberf\u00e4lligen Bestandteil des j\u00e4hrlichen Rituals in der Sommerzeit.<br \/>\n\u00d6ffentlicher Nahverkehr zum Nulltarif wird f\u00fcr die Kunden der Verkehrsverb\u00fcnde eine unerf\u00fcllbare Utopie bleiben.<a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/2013-02-12-11.22.55-klein-400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/2013-02-12-11.22.55-klein-400-300x225.jpg\" alt=\"SAMSUNG\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-673\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/2013-02-12-11.22.55-klein-400-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/2013-02-12-11.22.55-klein-400.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <!--more--><\/p>\n<p>Auch wenn durch den Wegfall der Regiekosten (Pflege der Automaten, Abrechnungskosten, etc.) bis zu 30 Prozent eingespart werden k\u00f6nnten, verbleibt nach Ausfall der Fahrgeldeinnahmen bei gleichzeitig deutlich h\u00f6herem Mehrbedarf an Fahrzeugen und Personal im Berufsverkehr ein f\u00fcr die \u00f6ffentliche Hand nicht zu stemmendes Finanzloch.<\/p>\n<p>Die Fahrg\u00e4ste m\u00fcssen also noch f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Zeitraum in angemessener Weise an den Kosten f\u00fcr Fahrten im Nahverkehr beteiligt werden. Was aber angemessen ist, dar\u00fcber entscheiden beim gr\u00f6\u00dften hessischen Verkehrsverbund in aller Regel Personen, denen Busse und Bahnen von innen ziemlich fremd sind und die sich kaum vorstellen k\u00f6nnen, was es f\u00fcr berufst\u00e4tige M\u00fctter und V\u00e4ter bedeutet, in \u00fcberf\u00fcllten Bussen und Bahnen morgens zur Arbeit und abends &#8211; meist mit Versp\u00e4tung &#8211; wieder nach Hause bef\u00f6rdert zu werden. <\/p>\n<p>\u00d6PNV ist \u00fcber die Fl\u00e4che betrachtet in hohem Ma\u00dfe zuschussbed\u00fcrftig. Die Bundesregierung versucht sich seit geraumer Zeit, durch Einfrieren der H\u00f6he der Regionalisierungsmittel ihrer Verantwortung zur Deckung des Defizits mehr und mehr zu entziehen, Hessen stellt sich stur und sieht sich, was die Finanzierung der Betriebskosten betrifft, absolut nicht in der Verantwortung. Die heutige Entwicklung zur Unterfinanzierung des Angebots an Bussen und Bahnen war bereits vor Jahren absehbar. Andere L\u00e4nder haben l\u00e4ngst gegengesteuert und alltagstaugliche Modelle zur Ko-Finanzierung des \u00d6PNV etabliert, die den Fahrgast direkt entlasten. In Frankreich hat die Einf\u00fchrung einer Art Transportabgabe VT (Versementtransport) zu einer Renaissance der Stra\u00dfenbahnen gef\u00fchrt, deren Betrieb sogar vereinzelt Gewinne abwirft. F\u00fcr jeden Besch\u00e4ftigten m\u00fcssen die Firmen dort ohne gro\u00dfen Verwaltungsaufwand zwischen 0,55 und 2,6 Prozent des Lohnes der Besch\u00e4ftigten als zus\u00e4tzliche Steuer an die Kommunen abf\u00fchren. Wien kennt die so genannte \u201eDienstgeberabgabe\u201c. Sie sp\u00fclt etwa 40 Millionen Euro in den Stadts\u00e4ckel. All diese Gelder m\u00fcssen allerdings zweckgebunden f\u00fcr Investitionen oder den laufenden Betrieb verwendet werden. <\/p>\n<p>Denkbar w\u00e4re auch eine an die Grundbesitzabgabe gekoppelte Pauschale zur Finanzierung des \u00d6PNV, denn die Hausbesitzer und die Mieter in Orten ab einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von 25.000 Einwohnern profitieren nachweislich von einem gut funktionierenden Nahverkehr. <\/p>\n<p>Dass solche innovativen Modelle nicht fr\u00fchzeitig auf den Weg gebracht wurden, muss als Negativum der hessischen Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte angelastet werden. Viele schlaue und nicht gerade billige Seminare der letzten Jahre mit solchen Themenschwerpunkten und hochkar\u00e4tigen Verkehrswissenschaftlern als Dozenten erf\u00fcllten offensichtlich nur eine Alibifunktion. Jetzt m\u00fcssen wieder einmal die Nutzer umweltfreundlicher Verkehrsmittel die Zeche \u00fcber h\u00f6here Fahrpreise zahlen und sich mittelfristig mit Einschr\u00e4nkungen des Angebots abfinden.<br \/>\n* wird durch den RMV erst am 09.07.2015 ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Wilfried Staub<br \/>\nThomas Kraft<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Frankfurt am Main, am 7. Juli 2015 \u2013 22 Uhr) F\u00fcr den Fahrgastverband PRO BAHN Hessen geh\u00f6rt die am 9. 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