{"id":2398,"date":"2015-07-22T15:51:32","date_gmt":"2015-07-22T13:51:32","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=2398"},"modified":"2015-07-22T23:13:51","modified_gmt":"2015-07-22T21:13:51","slug":"fahrgastverband-pro-bahn-kritisiert-die-von-reinen-partikularinteressen-gelenkten-in-weiten-teilen-falschen-aussagen-der-interessengruppe-bahnane-zum-ausbau-der-main-weser-bahn-die","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=2398","title":{"rendered":"Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert die von reinen Partikularinteressen gelenkten, in weiten Teilen falschen Aussagen der Interessengruppe \u201eBAHNANE\u201c zum Ausbau der Main-Weser-Bahn, die diese nur als \u201eAusbau der S 6\u201c betitelt."},"content":{"rendered":"<p><div id=\"attachment_2401\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC08634-zugeschnitten-klein-600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2401\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC08634-zugeschnitten-klein-600-300x225.jpg\" alt=\"Die S 6 auf dem Weg nach Friedberg an in die Jahre gekommenen, nicht behindertengerechten Bahnsteigen und mit schnelleren Z\u00fcgen im Nacken auf gleichem Gleis.\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-2401\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC08634-zugeschnitten-klein-600-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC08634-zugeschnitten-klein-600.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2401\" class=\"wp-caption-text\">Die S 6 auf dem Weg nach Friedberg an in die Jahre gekommenen, nicht behindertengerechten Bahnsteigen und mit schnelleren Z\u00fcgen im Nacken auf gleichem Gleis.<\/p><\/div>Der PRO BAHN Landesverband Hessen sowie die Regionalverb\u00e4nde Gro\u00dfraum Frankfurt und Mittelhessen  widersprechen der  Behauptung der Interessengruppe \u201cBahnane\u201c, es gebe keinen Bedarf f\u00fcr den Ausbau der Main-Weser-Bahn zwischen Frankfurt-West und Bad Vilbel bzw. Friedberg von zwei auf vier Gleise. <\/p>\n<p>Als \u201evors\u00e4tzliche Falschberichterstattung\u201c bezeichnet der PRO BAHN Landesvorsitzende Thomas Kraft die einseitig und nur auf Partikularinteressen fixierte unlautere Meinungsmache. Die Interessengruppe \u201eBahnane\u201c gibt einseitige Presseerkl\u00e4rungen ab, so nur die Darstellung, dass es sich um einen \u201eAusbau der S 6\u201c handelt.<!--more--> Das ist nachweislich falsch, denn es handelt sich um einen Ausbau der gesamten Main-Weser-Bahn in diesem Abschnitt, auf dem neben der S-Bahn auf gleichem Gleis noch Regionalbahnen (RB), Stadtexpressz\u00fcge (SE), Regionalexpressz\u00fcge (RE) und Intercity-Z\u00fcge (IC) verkehren. <\/p>\n<p>T\u00e4glich pendeln viele tausend  Menschen aus Nord- und Mittelhessen nach Frankfurt und andere St\u00e4dte im Rhein-Main-Gebiet. Die Fahrzeit der Regional- und Fernz\u00fcge aus Richtung Gie\u00dfen und Friedberg ist l\u00e4nger als n\u00f6tig, weil sie regelm\u00e4\u00dfig auf S-Bahnen, die erst vor der Station Frankfurt-West auf die eigenen S-Bahn-Gleise wechseln, warten m\u00fcssen. Die Main-Weser-Bahn ist auf diesem Abschnitt durch die von Glauburg-Stockheim und Nidderau auf Frankfurt zulaufenden Z\u00fcge zus\u00e4tzlich belastet. Umgekehrt stehen S-Bahnen einige Zeit auf den Ausweichgleisen, um die Regional-Express-Z\u00fcge passieren zu lassen. Ein gro\u00dfes Einzugsgebiet von Frankfurt, der gesamte Wetteraukreis, hat mit der S6 keinen zuverl\u00e4ssigen Fahrplan, so der Landesvorsitzende Thomas Kraft.<\/p>\n<p>Dass es nach dem Ausbau keine Kapazit\u00e4tserweiterungen gebe, diese Aussage von \u201eBahnane\u201c ist auch wissentlich falsch. Der bisher alle zwei Stunden verkehrende Regional-Express Kassel-Gie\u00dfen-Frankfurt soll k\u00fcnftig als \u201eHessen-Express HE 3\u201c st\u00fcndlich verkehren. Zudem ist eine neue Intercity-Linie (IC) von M\u00fcnster \u00fcber Hagen, Siegen und Wetzlar nach Frankfurt geplant. Die kleineren Zwischenhalte der Main-Weser-Bahn brauchen in den Hauptverkehrszeiten dringend weitere Verbindungen in die Mainmetropole, die heute bei zwei Gleisen nicht m\u00f6glich sind.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die geplante Haltestelle Ginnheim gibt es weiterhin Bedarf, die U-Bahn mit den Linien U1 und U9 hat Bahnsteige namens &#8222;Niddapark&#8220;, die man gut mit einem Bahnsteig der S-Bahn verbinden kann. Beide Verkehrsmittel, S-Bahn und U-Bahn werden dadurch aufgewertet.<\/p>\n<p>Erh\u00e4lt die S-Bahn in Frankfurt keine eigenen Gleise, dann wird auch ein barrerefreier Ausbau so nicht m\u00f6glich sein, damit man ohne Stufe in die S-Bahn-Z\u00fcge einsteigen kann, da die anderen Z\u00fcge allesamt einen niedrigeren Einstieg haben. <\/p>\n<p>F\u00fcr die Erhaltung des Naturerholungsgebietes an der Nidda ist es besser, wenn die Menschen, die aus Nord-, aus Mittelhessen und der Wetterau nach Frankfurt und das Rhein-Mein-Gebiet pendeln oder aus anderen Gr\u00fcnden unterwegs sind, mit der Eisenbahn fahren. Die Verl\u00e4rmung und Luftverschmutzung hat in j\u00fcngster Zeit besonders seit dem Bau der neuen B 3 und den neuen Anschl\u00fcssen von der Autobahn A 661 zum Riedberg und nach Heddernheim erheblich zugenommen. Die A 5 hat mit der t\u00e4glichen Verkehrsmenge die Kapazit\u00e4tsgrenze mit den vorhandenen Fahrspuren erreicht. Mit dem viergleisigen Ausbau gehen eine ganze Reihe naturschutzrechtlicher Ausgleichsma\u00dfnahmen einher.<\/p>\n<p>Eine vorbeifahrende S-Bahn ersetzt etwa 1.000 vorbeifahrende Kraftfahrzeuge. Deshalb sind<br \/>\nBauma\u00dfnahmen, die den Schienenverkehr fl\u00fcssiger und attraktiver machen, notwendig und unbedingt zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Wenn auf den Ausbau der Main-Weser-Bahn verzichtet w\u00fcrde, dann w\u00e4re damit zu rechnen, dass der Druck des Zuzugs auf die Mainmetropole weiter zunimmt und in gro\u00dfen Teilen Hessens der Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang noch drastischere Formen annimmt. Die Menschen, f\u00fcr die die \u201eB\u00fcrgerinitiative 2 statt 4 Niddatal\u201c nach ihrer Aussage eintritt, w\u00fcrden die ersten Leittragenden sein, weil sie durch noch weiter steigende Mieten ihre Wohnungen in Frankfurt nicht mehr bezahlen k\u00f6nnen. Die B\u00fcrgerinitiative verfolgt reine Partikularinteressen. <\/p>\n<p>Der Fahrgastverband PRO BAHN warnt jedoch davor, dass je nach Ausf\u00fchrungsart der Planungen und sp\u00e4teren Ausnutzung einer viergleisigen Trasse, einige gew\u00fcnschte Verbesserungen des Schienenverkehrs nicht zu erreichen sind. Es stehen l\u00e4ngere Fahrzeiten der S-Bahn zwischen Friedberg und Frankfurt-West im Raum. Hier bedarf es bei der Planung der Schienenknoten Bad Vilbel und Friedberg einer optimierten Ausgestaltung, um an diesen Stellen nicht unn\u00f6tige Zeitverluste herbeizuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Mit einer viergleisigen Main-Weser-Bahn zwischen Friedberg und Frankfurt wird eine Region von 1 Million Menschen, welche in Mittelhessen leben, zukunftsf\u00e4hig an das Schienennetz in Deutschland angeschlossen, so Thomas Kraft. Die Traktionen der heutigen Fahrten reichen vielfach nicht aus, zus\u00e4tzliche Z\u00fcge von Gie\u00dfen nach Frankfurt k\u00f6nnen montags bis freitags nicht mehr auf die Strecke gebracht werden, obwohl eine deutliche Bedarfserweiterung indiziert ist. Die zukunftsf\u00e4hige Ausrichtung der Regionen, hier Mittelhessen und Teile Nordhessens, muss im Blickpunkt der Gesamtbetrachtung stehen. So steht im Grundgesetz, dass \u00fcberall in Deutschland gleiche Lebensverh\u00e4ltnisse zu gew\u00e4hrleisten sind. Aus diesem Grund kann nicht eine Region mit der Bev\u00f6lkerungsgr\u00f6\u00dfe K\u00f6lns von der Zukunft abgeh\u00e4ngt werden. <\/p>\n<p>Der Fahrgastverband PRO BAHN ist erleichtert dar\u00fcber, dass die Verfahrensschritte zum Ausbau der Main-Weser-Bahn soweit voran geschritten sind, dass die Abw\u00e4gung von Bedenken, wie von der Interessengruppe gefordert, l\u00e4ngst erfolgt sind. Nach der langen Verfahrensdauer und dem Verlauf der verschiedenen Einspr\u00fcche und Prozesse muss auch anerkannt werden, dass zuletzt verbindliche Entscheidungen getroffen werden, so der hessische Landesvorsitzende Thomas Kraft Fahrgastverband PRO BAHN.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der PRO BAHN Landesverband Hessen sowie die Regionalverb\u00e4nde Gro\u00dfraum Frankfurt und Mittelhessen widersprechen der Behauptung der Interessengruppe \u201cBahnane\u201c, es gebe keinen Bedarf f\u00fcr den Ausbau der Main-Weser-Bahn zwischen Frankfurt-West und Bad Vilbel bzw. Friedberg von zwei auf vier Gleise. 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