{"id":3455,"date":"2016-09-15T12:01:57","date_gmt":"2016-09-15T10:01:57","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=3455"},"modified":"2016-09-24T02:46:46","modified_gmt":"2016-09-24T00:46:46","slug":"pro-bahn-mittelhessen-kritisiert-den-rmv-wegen-der-vorsatzlichen-abwertung-der-lumdatalbahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=3455","title":{"rendered":"PRO BAHN Mittelhessen kritisiert den RMV wegen der vors\u00e4tzlichen Abwertung der Lumdatalbahn"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DSC09822-klein-300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DSC09822-klein-300-225x300.jpg\" alt=\"Der Bahnhof Londorf der Lumdatalbahn, Endbahnhof des Personenverkehrs bis Ende Mai 1981.\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-3457\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DSC09822-klein-300-225x300.jpg 225w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DSC09822-klein-300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a> <\/p>\n<p>Mit Kritik und Ver\u00e4rgerung reagiert der Fahrgastverband PRO BAHN auf die aktuelle Entwicklung in Sachen Bahnstrecke Lollar-Londorf. Ein bisschen absehbar war das negative Ergebnis des Gutachtens der Lumdatalbahn schon im Vorfeld. Dies jedoch nicht weil der Betrieb der stillgelegten Bahnstrecke unsinnig erschien, sondern, so der Vorwurf des PRO BAHN Regionalverbandes Mittelhessen an den RMV, weil die Reaktivierung der heimischen Bahnstrecke verkehrspolitisch offensichtlich nicht gewollt ist.<!--more--> <\/p>\n<p>Nach dem Motto: \u201eWer zahlt, bestimmt die Musik\u201c k\u00f6nnen Gutachten so ausfallen, dass das gew\u00fcnschte Ergebnis herauskommt. Der RMV habe in all seinen Bewertungen keinerlei Nachhaltigkeitsfaktoren vorgesehen. So gehe man seitens der Nahverkehrstr\u00e4ger in Hessen auch f\u00fcr die k\u00fcnftigen 50 oder 100 Jahre davon aus, dass 95 Prozent der Bev\u00f6lkerung in den l\u00e4ndlichen R\u00e4umen mit dem PKW im Alltag unterwegs sind. Dass sich trotz knapper werdender Rohstoffe daran nichts \u00e4ndern werde, wenn so gut wie keine Alternativen zur Verf\u00fcgung stehen, interessiert den RMV offensichtlich nicht. <\/p>\n<p>Zudem gebe es in der Bewertung keine erkennbare Absicht, die derzeit parallel zur Bahnlinie verlaufende Linie 520 als Zubringer auf die zu reaktivierende Strecke umzuwidmen. Es werde der gleiche Fehler begangen wie seinerzeit in den 1960er und 1970er Jahren, als man den Bahnbus gleichzeitig zum Schienenbus fahren lies und somit vors\u00e4tzlich den Niedergang der Schiene auf den Nebenstrecken in den Regionen Mittelhessen und Nordhessen vorantrieb. Ein schl\u00fcssiges Zubringerkonzept verschiedener Verkehrsmittel mit direkten Verkn\u00fcpfungen an die Unterwegs-Stationen der Lumdatalbahn ist beim RMV nicht erkennbar. Betroffen sind auch, so PRO BAHN, Kommunen, die etwas entfernter von der Bahnstrecke liegen: Homberg (Ohm) und Teile von Ebsdorfergrund sind heute durch das Lumdatal auf k\u00fcrzestem Weg \u00fcber die Stra\u00dfe nach Gie\u00dfen angebunden. Nach der Reaktivierung der Lumdatalbahn w\u00fcrden die Buslinien die Zubringerfunktion aus den umliegenden Ortschaften \u00fcbernehmen.  Homberg (Ohm) und Ebsdorfergrund w\u00fcrden direkt an die Bahn angebunden. Durch den Verbund Bus\/Zug k\u00f6nnten heute im \u00d6PNV in dieser Region nicht vorhandene Angebotsverbesserungen erzielt werden. Die Netzwirkungen eines solchen Systems, das haben diverse Beispiele in anderen Gegenden Deutschlands und Europas gezeigt, w\u00e4ren positiv f\u00fcr die Siedlungspolitik. Attraktive Reisezeitverk\u00fcrzungen h\u00e4tten zur Folge, dass deutlich mehr Verkehr von der Stra\u00dfe auf \u00f6ffentliche Verkehrsmittel verlagert w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Doch aktuell haben wir es mit einer vollkommen unbefriedigenden Situation zu tun, f\u00fcr welche auch die politischen Vertreter Verantwortung tragen. Die Landkreise, meist vertreten durch ihre Landr\u00e4te \u2013 und die Oberb\u00fcrgermeister der 12 gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dte in Hessen \u2013 sie alle sind in der Verantwortung f\u00fcr den \u00d6ffentlichen Personennahverkehr (\u00d6PNV) und haben auch eine Stimme im RMV. <\/p>\n<p>Da man schon lange wei\u00df, dass der RMV eine zur Nachhaltigkeit gegenl\u00e4ufige Infrastrukturpolitik betreibt, h\u00e4tte ein anderes Unternehmen mit dem Gutachten beauftragt werden m\u00fcssen. PRO BAHN bezweifelt die RMV-Politik deutlich und sieht es als unumst\u00f6\u00dflich an, dass was auf anderen Bahnstrecken in Deutschland mit entsprechender Bewertung angelaufen und erfolgreich in Betrieb ist, auch auf die Lumdatalbahn \u00fcbertragbar sein muss.<\/p>\n<p>Reinhard Ahrens vom PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen fordert grunds\u00e4tzlich mehr Transparenz in laufenden Reaktivierungsverfahren. Au\u00dferdem fordert der Fahrgastverband Einsichtnahme in das vorliegende Gutachten. Es muss eine erneute gutachterliche Bewertung eines neutralen Institutes erfolgen. <\/p>\n<p>PRO BAHN Mittelhessen sagt dem Verein Lumdatalbahn in seinem weiteren Kampf die uneingeschr\u00e4nkte ideelle Unterst\u00fctzung zu und ruft alle Verb\u00e4nde zur gemeinsamen Aktion gegen die gutachterliche Bewertung und daraus abzuleitender Entscheidungen auf.<br \/>\n<strong><br \/>\nAnmerkungen: Diese Pressemitteilung ist nach unserer Einreichung in mehreren lokalen Tageszeitungen erschienen.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Kritik und Ver\u00e4rgerung reagiert der Fahrgastverband PRO BAHN auf die aktuelle Entwicklung in Sachen Bahnstrecke Lollar-Londorf. Ein bisschen absehbar war das negative Ergebnis des Gutachtens der Lumdatalbahn schon im Vorfeld. 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