{"id":3469,"date":"2016-09-07T13:51:07","date_gmt":"2016-09-07T11:51:07","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=3469"},"modified":"2016-09-15T13:51:37","modified_gmt":"2016-09-15T11:51:37","slug":"pro-bahn-nordhessen-unterstutzt-die-initiative-gegen-die-kasseler-liniennetzreform-unter-federfuhrung-des-bund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=3469","title":{"rendered":"PRO BAHN Nordhessen unterst\u00fctzt die Initiative gegen die Kasseler Liniennetzreform unter Federf\u00fchrung des BUND"},"content":{"rendered":"<p>Der Fahrgastverband PRO BAHN schlie\u00dft sich vor Ort den starken Umweltinitiativen an, um gemeinsam eine Verkehrswende durchzusetzen. Der BUND ist in Kassel in starker Position und hat federf\u00fchrend eine Initiative gestartet, welche aktuell eine B\u00fcrgereingabe beinhaltet. Diese soll die Stadtverordneten endlich zum Umdenken bewegen, denn die Ziele der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) f\u00fchren zu einer massiven Verschlechterung des \u00d6ffentlichen Personennahverkehrs in der Nordhessen-Metropole. Wir ver\u00f6ffentlichen an der Stelle die B\u00fcrgereingabe vom 24.08.2016 im Originaltext und wollen damit mehr \u00d6ffentlichkeit und Transparenz f\u00fcr das Thema herstellen. Insgesamt 4000 Unterschriften stehen unter dieser Eingabe. Der PRO BAHN Regionalverband Nordhessen sagt danke.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_2628\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSC00348-klein-600-zugeschnitten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2628\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSC00348-klein-600-zugeschnitten-300x222.jpg\" alt=\"Die Stra\u00dfenbahnlinie 3 in Kassel. Noch f\u00e4hrt sie \u00fcber den Bhf. Wilhelmsh\u00f6he bis Druseltal. Diesen Abschnitt soll k\u00fcnftig die Linie 4 befahren.\" width=\"300\" height=\"222\" class=\"size-medium wp-image-2628\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSC00348-klein-600-zugeschnitten-300x222.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSC00348-klein-600-zugeschnitten.jpg 354w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2628\" class=\"wp-caption-text\">Die Stra\u00dfenbahnlinie 3 in Kassel. Noch f\u00e4hrt sie \u00fcber den Bhf. Wilhelmsh\u00f6he bis Druseltal. Diesen Abschnitt soll k\u00fcnftig die Linie 4 befahren.<\/p><\/div><!--more--><\/p>\n<p><strong>Ge\u00e4nderte B\u00fcrgereingabe<br \/>\nnach \u00a7 20a der GO der Stadtverordnetenversammlung                              24.08.2016<\/p>\n<p>KVG-Linienreform: Nahverkehr ausbauen &#8211; Keine Angebotsstreichungen<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, folgenden Beschluss zu fassen: <\/p>\n<p>Die KVG wird aufgefordert, in den \u00fcberarbeiteten Entwurf der Liniennetzreform folgende Ma\u00dfnahmen aufzunehmen:<\/p>\n<p>1.\tIhringsh\u00e4user Str.: Linie 6 (zus\u00e4tzlich zur Linie 3) 30-min-Takt auch werktags von 20.00 bis 24:00 Uhr und samstags auch von 7.00 bis 10.00 und sonntags ab 9.00 bis 24.00 Uhr (wie andere Netzebene 1).<br \/>\n2.\tLinie 7: Samstags von 7.00 bis 20:00 und sonntags von 9.00 bis 20.00 bis Bhf. Wilhelmsh\u00f6he<br \/>\n3.\tVerdichteter Takt auf Netzebene 1: samstags bereits mindestens ab 7.00 Uhr (statt ab 8.00 Uhr) und sonntags bereits ab 09.00 Uhr (statt ab 10.00)<br \/>\n4.\tErschlie\u00dfung der oberen Willhelmsh\u00f6her Allee (ab Bahnhof Wilhelmsh\u00f6he) samstags und sonntags bereits ab 6.00 Uhr im 30-min-Takt<br \/>\n5.\tErschlie\u00dfung des Lindenbergs mit Bus: F\u00fchrung der Linie 35 \u00fcber Ochsh\u00e4user Stra\u00dfe zum Leipziger Platz und Nachbesserung am Abend und am Sonntag<br \/>\n6.\tBus 12 oder 13 ab Simmersh\u00e4user Str. nach Wolfsanger.<br \/>\n7.\tKein Tausch der S\u00fcdwest-\u00c4ste der Linien 3 und 4.<br \/>\n8.\t90er AST: sonntags Angebot von 10.00 bis 24.00 Uhr<br \/>\n9.\tEinheitliche Reiseketten (m\u00f6glichst keine Linienbrechungen) bei Linie 1, 5 und 7 und bei Bussen<\/p>\n<p>Als Einstieg in den Ausbau des Kasseler \u00d6PNV ergeht an die KVG der Planungsauftrag f\u00fcr eine Stra\u00dfenbahnverbindung im Korridor Rothenditmold- Harleshausen.<\/p>\n<p>Die KVG wird von der Stadt Kassel als Eigent\u00fcmerin finanziell in notwendigem Ma\u00dfe ausgestattet, um ein entsprechend der vorstehenden Vorgaben gestaltetes Liniennetz betreiben zu k\u00f6nnen.  <\/p>\n<p>Begr\u00fcndung:            <\/p>\n<p>Auch der \u00fcberarbeitete Entwurf der KVG zur Liniennetzreform beinhaltet M\u00e4ngel und Angebotsverschlechterungen. Mit den geforderten Ma\u00dfnahmen sollen diese reduziert werden. <\/p>\n<p>Mit der vorliegenden Liniennetzreform soll der Zuschussbedarf um ca. 1 Mio. Euro verringert werden (300.000 Einsparung, 700.000 Mehreinnahmen). Diese 1 Mio. Euro sollen weiterhin dem Nahverkehr zur Verf\u00fcgung stehen. <\/p>\n<p>Um einen Einstieg in den von allen gew\u00fcnschten Ausbau des \u00d6PNV zu finden, ist die Beauftragung einer neuen Stra\u00dfenbahntrasse ein wichtiger Schritt. Der Korridor Rothenditmold-Harleshausen ist der einzige der Netzebene 1, der bisher ohne Stra\u00dfenbahn auskommen muss.<\/p>\n<p>Begr\u00fcndung vom 13.04.2016<\/p>\n<p>Das von der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Kassel mit dem Verkehrsentwicklungsplan am 20. Juli 2015 beschlossene Ziel einer Erh\u00f6hung des Anteils des \u00d6PNV am Gesamtverkehr in der Stadt erfordert eine Verbesserung und Erweiterung des Verkehrsangebots der KVG. Massive Angebotseinschr\u00e4nkungen, wie sie die bislang von der KVG geplante Liniennetzreform vorsieht, sind damit nicht vereinbar.<\/p>\n<p>Das bislang weitgehend mit dem Ziel von Einsparungen entstandene Konzept beinhaltet kaum Verbesserungen, daf\u00fcr eine Menge Verschlechterungen, vor allem w\u00e4hrend der Schwachlastzeit. Hinsichtlich der Vielzahl massiver Verschlechterungen und einiger weniger Verbesserungen, ist alleine der geplante Umfang an \u00c4nderungen im Kasseler Nahverkehrsnetz so umfassend, dass das k\u00fcnftige Netz aus Fahrgastsicht un\u00fcberschaubar und unzumutbar ist. Erschwerend kommt hinzu, dass das geplante Angebot mit sehr vielen Ausnahmen versehen ist und Linien gebrochen werden, was nicht nur Reisewege verkompliziert, sondern auch die Merkbarkeit von Verbindungen.<br \/>\nK\u00fcnftig sollen viele der derzeitigen Bushaltestellen \u00fcberhaupt nicht mehr und viele weitere nur noch mit Anruf-Sammel-Taxen angefahren werden. Da diese Bushaltestellen fast ausnahmslos in den am Stadtrand gelegenen Stadtteilen mit einer gro\u00dfen Wohnbev\u00f6lkerung liegen, werden viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger dieser Stadtteile k\u00fcnftig wieder auf das Auto zur\u00fcckgreifen, um zum Arbeitsplatz oder zum Einkaufen in die Stadt zu kommen. Gleiches gilt vielfach f\u00fcr den t\u00e4glichen Sch\u00fclerverkehr; das  &#8222;Eltern-Taxi&#8220; wird wieder verst\u00e4rkt zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p>Durch den dichter werdenden Autoverkehr steigt die Aggressivit\u00e4t im vielfach stockenden Alltagsverkehr, die dann die schw\u00e4cheren Verkehrsteilnehmer, also die Radfahrer\/-innen und Fu\u00dfg\u00e4nger\/-innen, zu sp\u00fcren bekommen. H\u00f6here Unfallzahlen mit mehr Toten und Verletzten werden die Folge sein. Die steigende Gefahr wird dazu f\u00fchren, dass Radpendler\/-innen wieder das Auto nehmen werden und damit die Verkehrsdichte in der Stadt weiterhin steigt. Die bislang bekannten Planungen zur Umgestaltung des Kasseler Liniennetzes werden insoweit eine massive Verschlechterung der Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr die Kasseler B\u00fcrger\/-innen zur Folge haben.  Anstatt die anhaltende Grenzwert\u00fcberschreitung bei Stickoxiden und die gesundheitssch\u00e4dliche L\u00e4rm- und Feinstaubbelastung zu verringern, werden die Belastungen der Kasseler Wohnbev\u00f6lkerung weiter erh\u00f6ht. <\/p>\n<p>Die langfristige Verringerung der Verkehrsemissionen ist jedoch dringend erforderlich; eine gesunde und klimafreundliche Mobilit\u00e4t und die damit einhergehende Steigerung der Lebensqualit\u00e4t der Kasseler Wohnbev\u00f6lkerung muss Ziel kommunaler Politik sein. Deshalb ist es notwendig, die mit dem Verkehrsentwicklungsplan beschlossene St\u00e4rkung des sog. Umweltverbundes (\u00d6PNV, Rad- und Fu\u00dfverkehr) weiterhin zu verfolgen, um zu einer weiteren Verlagerung des Alltagsverkehrs vom eigenen Auto hin zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zu kommen. Nach alledem ist es erforderlich, den \u00d6PNV in Kassel auszubauen, statt vorhandene Angebote zusammen zu streichen. Die Planungen der KVG m\u00fcssen entsprechend ausgerichtet werden; zielgerichtete Vorgaben der Stadtverordnetenversammlung als politischer Interessenvertretung der Kasseler B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sind notwendig. <\/p>\n<p>Letztlich geh\u00f6rt hierzu auch, dass Stadtverordnetenversammlung und Magistrat die KVG finanziell so ausstatten, dass sie diesen Zielsetzungen gerecht werden kann.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fahrgastverband PRO BAHN schlie\u00dft sich vor Ort den starken Umweltinitiativen an, um gemeinsam eine Verkehrswende durchzusetzen. 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