{"id":3808,"date":"2017-01-19T02:35:00","date_gmt":"2017-01-19T00:35:00","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=3808"},"modified":"2017-01-30T15:13:27","modified_gmt":"2017-01-30T13:13:27","slug":"fahrgastverband-pro-bahn-regionalverband-grosraum-frankfurt-zum-busfahrerstreik-in-hessen-im-januar-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=3808","title":{"rendered":"Fahrgastverband PRO BAHN Regionalverband Gro\u00dfraum Frankfurt zum Busfahrerstreik in Hessen im Januar 2017"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr den unabh\u00e4ngige Fahrgastverband PRO BAHN RV Frankfurt ist der in der zweiten Woche laufende Arbeitskampf nach dem katastrophalen Betreiberwechsel beim Buslinien-Netz im Vorder- und Hochtaunus der n\u00e4chste Tiefschlag f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste im \u00f6ffentlichen Verkehr Hessens. P\u00fcnktlich zum Ferienende und mitten im Winter trifft der Streik nun insbesondere die Pendler und Sch\u00fcler in Hessen besonders hart.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170119_1552060-klein-600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170119_1552060-klein-600-225x300.jpg\" alt=\"20170119_155206(0) - klein 600\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-3813\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170119_1552060-klein-600-225x300.jpg 225w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170119_1552060-klein-600.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><!--more--> <\/p>\n<p>PRO BAHN begr\u00fc\u00dft die Wiederaufnahme der Verhandlungen und w\u00fcnscht im Namen der Fahrg\u00e4ste einen schnellen aber nachhaltigen Tarifabschluss mit mehrj\u00e4hriger Laufzeit.<br \/>\nAuf dem R\u00fccken der Fahrg\u00e4ste, insbesondere einer der empfindlichsten Gruppen der \u00d6PNV-Nutzer \u2013 der Sch\u00fcler und all derer, die sich kein Auto leisten k\u00f6nnen &#8211; wird der Konflikt um das Lohnniveau der Busfahrer im \u00f6ffentlichen Verkehr ausgetragen. Dabei werden insbesondere die Randbereiche der St\u00e4dte und der l\u00e4ndliche Bereich besonders stark getroffen, da hier der Bus oft das einzige \u00f6ffentliche Verkehrsmittel oder der  ben\u00f6tigte Zubringer zu den Schienenverkehrsmitteln der Region ist.<br \/>\nAls Fahrgast darf man f\u00fcr sein Fahrgeld eine entsprechende Gegenleistung, p\u00fcnktlichen und z\u00fcgigen Transport von A nach B erwarten. Dazu braucht es neben den entsprechenden Fahrzeugen auch Menschen, die dem verantwortungs- und anspruchsvollen sowie fordernden Beruf des Triebfahrzeugf\u00fchrers oder Busfahrers nachgehen und die Fahrzeuge Tag und Nacht, sieben Tage die Woche und auch an Feiertagen steuern. Entsprechendes Personal findet sich nat\u00fcrlich nur, wenn die Stellen auch attraktiv genug sind; dies haben auch die Schwierigkeiten der neuen Betreiber im Taunus bei der Suche nach Fahrern wieder gezeigt. Das hessische Tarifniveau ist eines der niedrigsten im Bundesvergleich, gibt Thomas Schwemmer vom Regionalverband Frankfurt zu bedenken.<\/p>\n<p>Der Kampf der beiden Tarifparteien um angemessene  Entlohnung und Arbeitsbedingungen muss aber auch im Zusammenhang mit der hessischen Verkehrspolitik, dem Dogma des hohen Kostendeckungsbeitrages und der laufenden Ausschreibungspraxis betrachtet werden. Da bei den Ausschreibungen f\u00fcr die Fahrzeuge und Fahrpl\u00e4ne genaue Vorgaben gemacht werden, bleibt als Gestaltungsspielraum bei der Angebotserstellung den Betreibern im Wesentlichen nur der Lohnfaktor \u00fcbrig, um Mitbewerber zu unterbieten. Hier sind die Verbundunternehmen aber auch die Politik gefordert, endlich realistischere Vorgaben zu machen und den \u00f6ffentlichen Verkehr finanziell so auszustatten, das auch die Mitarbeiter angemessen bei  fairen Arbeitsbedingungen entlohnt werden.<\/p>\n<p>Wie lange die derzeitige Situation anhalten wird, ist weiter offen. Es  h\u00e4ngt eben auch von den Interessen der Akteure ab. Busfahrer, die streiken, muss der Arbeitgeber nicht entlohnen, Busse die nicht fahren, kommen auch nicht zu sp\u00e4t und verursachen keine Strafzahlungen. RMV und Lokale Nahverkehrsorganisationen m\u00fcssen die ausgefallenen Busse dem Auftragnehmer nicht verg\u00fcten. Der Fahrgast hat allerdings im Voraus seine Zeitkarte bezahlt und erh\u00e4lt daf\u00fcr keine Gegenleistung. Im Gegenteil, er wird durch Kosten f\u00fcr ein Taxi direkt oder \u00fcber l\u00e4ngere Wege indirekt belastet. Damit bleibt die notwendige und in den Sonntagsreden der Politik immer wieder beschworene \u00f6konomisch und \u00f6kologisch sinnvolle Verkehrswende mit einem h\u00f6heren Anteil  der \u00f6ffentlichen Verkehre reines Wunschdenken. Durch einen unbotm\u00e4\u00dfig langen Streik werden keine Fahrg\u00e4ste hinzugewonnen, sondern Reputation und Vertrauen leichtfertig verspielt.<\/p>\n<p>In diesem Sinne hofft PRO BAHN auf eine schnelle und dauerhaft tragf\u00e4hige Einigung im Tarifstreit mit einer Laufzeit, die Fahrg\u00e4sten, Personal und Unternehmern mittelfristige Planungssicherheit gibt. Wir fordern die Tarifparteien auf, sich schnell und mit dem Willen zu  konstruktiven Gespr\u00e4chen zusammenzusetzen. Denn am Ende zahlen wir Fahrg\u00e4ste einen gro\u00dfen Teil der Personalkosten \u00fcber unsere Fahrkarten. Weiterhin w\u00e4re eine Entsch\u00e4digung der Fahrg\u00e4ste f\u00fcr die entgangenen Leistungen und die Erschwernisse mitten in der kalten Jahreszeit, insbesondere  bei den betroffenen Zeitkarteninhabern, w\u00fcnschenswert. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr den unabh\u00e4ngige Fahrgastverband PRO BAHN RV Frankfurt ist der in der zweiten Woche laufende Arbeitskampf nach dem katastrophalen Betreiberwechsel beim Buslinien-Netz im Vorder- und Hochtaunus der n\u00e4chste Tiefschlag f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste im \u00f6ffentlichen Verkehr Hessens. 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