{"id":3864,"date":"2017-01-31T16:43:09","date_gmt":"2017-01-31T14:43:09","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=3864"},"modified":"2017-01-31T16:43:09","modified_gmt":"2017-01-31T14:43:09","slug":"wachstumsregion-ohne-einheitlichen-tarif-neues-365e-schulerticket-fur-hessen-guter-anfang-aber-weiterhin-mangelhafte-zusammenarbeit-zwischen-verkehrsverbunden-in-der-tariflichen-grenzregi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=3864","title":{"rendered":"Wachstumsregion ohne einheitlichen Tarif  Neues 365\u20ac-Sch\u00fclerticket f\u00fcr Hessen:  Guter Anfang, aber weiterhin mangelhafte Zusammenarbeit zwischen Verkehrsverb\u00fcnden in der \u201etariflichen Grenzregion Starkenburg\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Pressemitteilung des PRO BAHN-Regionalverbandes Starkenburg<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_3865\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20160819_151729-zugeschnitten-klein-600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3865\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20160819_151729-zugeschnitten-klein-600-300x171.jpg\" alt=\"Die Odenwaldbahn mit zwei Nahverkehrstriebwagen im Bahnhof Gro\u00df-Umstadt-Wiebelsbach. Wiebelsbach in der Grenzregion zwischen RMV und VRN mit unzureichenden Tarifregelungen, auch beim neuen Sch\u00fclerticket f\u00fcr Hessen.\" width=\"300\" height=\"171\" class=\"size-medium wp-image-3865\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20160819_151729-zugeschnitten-klein-600-300x171.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20160819_151729-zugeschnitten-klein-600.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3865\" class=\"wp-caption-text\">Die Odenwaldbahn mit zwei Nahverkehrstriebwagen im Bahnhof Gro\u00df-Umstadt-Wiebelsbach. Wiebelsbach in der Grenzregion zwischen RMV und VRN mit unzureichenden Tarifregelungen, auch beim neuen Sch\u00fclerticket f\u00fcr Hessen.<\/p><\/div>\n<p>Zum Schuljahr 2017\/2018 soll landesweit in Hessen das Sch\u00fclerticket zum Preis von 365\u20ac eingef\u00fchrt werden.1 Hierdurch besteht die M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Sch\u00fcler, den gesamten Nahverkehr in Hessen ein Jahr lang zu nutzen. PRO BAHN Starkenburg e.V. begr\u00fc\u00dft dies ausdr\u00fccklich, da damit den bislang \u00fcberteuerten und im Vergleich zu anderen Verb\u00fcnden r\u00e4umlich erheblich eingeschr\u00e4nkten Angeboten des RMV nun ein attraktiveres Angebot f\u00fcr den Geldbeutel der Eltern und den Aktivit\u00e4tsraum der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zur Verf\u00fcgung steht.<!--more--><\/p>\n<p>Allerdings kann es nicht nur bei dieser kleinen Neuerung bleiben, fehlen heute doch nach wie vor weitere zielgruppenspezifische Tarifangebote, die die verantwortlichen Aufgabentr\u00e4ger in anderen Segmenten noch neu- bzw. weiterentwickeln m\u00fcssen:<\/p>\n<p>So vermisst PRO BAHN beispielsweise preisg\u00fcnstige Angebote f\u00fcr Einzelreisende: Das Hessenticket, das zurzeit 35.- Euro kostet, und nur pauschal als Gruppenkarte f\u00fcr 5 Personen erh\u00e4ltlich ist, verdient im Vergleich zu den Angeboten anderer Bundesl\u00e4nder nicht das Pr\u00e4dikat \u201epreiswert\u201c. Die Pendants der an Hessen angrenzen Nachbarl\u00e4nder gibt es bereits zwischen 23.- und 30.- Euro.2 \u201eDurch eine attraktive Preisgestaltung k\u00f6nnten mehr Einzelreisende f\u00fcr das momentan nur f\u00fcr Gruppen attraktive Hessenticket gewonnen werden\u201c, findet PRO BAHN.<\/p>\n<p>Weitaus gr\u00f6\u00dfere Tarif-Baustellen gibt es jedoch insbesondere in \u201eGrenzregionen ohne einheitlichen Tarif\u201c, wie der Region Starkenburg zwischen den Zentren Mainz \u2013 Frankfurt \u2013 Darmstadt \u2013 Aschaffenburg \u2013 Heidelberg \u2013 Mannheim \u2013 Ludwigshafen \u2013 Worms: Es fehlt etwa die Gestaltung eines auf die Bed\u00fcrfnisse der dort lebenden Menschen zugeschnittenen \u00dcbergangstarifs zwischen den Verb\u00fcnden RMV, VRN, RNN und VAB3. Die M\u00f6glichkeit g\u00fcnstige Verbundfahrkarten \u201evon Haust\u00fcr zu Haust\u00fcr\u201c auf Relationen, wie Darmstadt \u2013 Heidelberg, Mannheim \u2013 Frankfurt, Ludwigshafen \u2013 Mainz oder Aschaffenburg \u2013 Mainz kaufen zu k\u00f6nnen fehlt g\u00e4nzlich. Auf diesen Strecken m\u00fcssen bei der Fahrt vom Start zum Ziel in der Regel mindestens zwei verschiedene Fahrkarten erworben oder \u2013 wenn man bereits Dauerkunde ist \u2013 ein oder mehrere Anschlussfahrscheine ab tariflich ber\u00fchmten Ortschaften, wie Weinheim-L\u00fctzelsachsen oder Gro\u00df-Rohrheim, gel\u00f6st werden. Dies widerspricht dem Verbundgedanken und ist f\u00fcr die Betroffenen umst\u00e4ndlich und teuer: Auf Dauer schl\u00e4gt sich diese Praxis n\u00e4mlich nicht nur auf den Nerven beim Kauf zus\u00e4tzlicher Karten, \u201eobwohl man doch ein Abo hat\u201c, sondern auch auf dem Geldbeutel der Verbraucher nieder und\/oder schreckt ganz vor der Nutzung der umweltfreundlichen Alternativen zum eigenen Pkw ab. \u201eEine klare Benachteiligung derjenigen, die in Regionen zwischen zwei Verb\u00fcnden leben und den \u00d6PNV nutzen wollen\u201c, meint PRO BAHN und fordert daher die Landespolitik der beteiligten L\u00e4nder Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-W\u00fcrttemberg erneut auf L\u00f6sungen in Zusammenarbeit mit den Verkehrsverb\u00fcnden zu suchen. Dabei sollte insbesondere auf die Belange folgender Gruppen R\u00fccksicht genommen werden:<\/p>\n<p>G\u00e4ste der Region, die z.B. die \u201eTouristische Gesamtregion Odenwald\u201c erkunden m\u00f6chten, ohne sich mit der un\u00fcbersichtlichen Angebotsvielfalt der Verbundorganisationen auseinandersetzen zu m\u00fcssen. Vorbilder f\u00fcr die Umsetzung einer Tarifkooperation gibt es zu Gen\u00fcge: Etwa das erfolgreiche \u201eBayerwald-Ticket\u201c4 f\u00fcr jedermann oder die \u201eKONUS-G\u00e4stekarte\u201c im Schwarzwald, welche in ihrem Namen zur \u201eKOstenlosen NUtzung des \u00d6PNV f\u00fcr Schwarzwaldurlaber\u201c einl\u00e4d. Eine solche aktive Form des Marketings fehlt im Raum zwischen den vielbeschworenen Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar leider g\u00e4nzlich.5<\/p>\n<p>Die in der Region lebenden Menschen. F\u00fcr deren Fahrw\u00fcnsche sind Kreis-, Landes- oder Verbundgrenzen ziemlich egal. Wenn sich jemand dazu entschlie\u00dft ein Abo f\u00fcr den \u00d6PNV zu kaufen, wird als Leistung Mobilit\u00e4t im pers\u00f6nlichen Lebensumfeld erwartet. Da ist es sehr \u00e4rgerlich, wenn man sich aus Gr\u00fcnden einer fehlenden Tarifkooperation zwischen Norden und S\u00fcden, also RMV und VRN entscheiden muss. In diesen Fragen liefert leider auch das neu eingef\u00fchrte 365\u20ac-Sch\u00fclerticket keine zufriedenstellenden Antworten.<\/p>\n<p>\u201eEs ist fast schon als Skandal zu werten, dass auch nach \u00fcber 20 Jahren Existenz der Verkehrsverb\u00fcnde RMV und VRN in den dicht besiedelten Grenzregionen derartige Mobilit\u00e4tseinschr\u00e4nkungen verkauft werden. Bisher sehen wir beim Vortragen solcher Barrieren, die den \u00d6PNV in der Region nachhaltig sch\u00e4digen, wenig Interesse oder mangelndes Problembewusstsein seitens der Politik oder der Verkehrsverb\u00fcnde\u201c, stellt PRO BAHN ern\u00fcchtert fest und sieht damit auch f\u00fcr die Zukunft schwarz f\u00fcr heutige Pendler und Leute, die gerne k\u00fcnftig auf den \u00d6PNV umsteigen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>\u201eIn einer Wachstumsregion, mit l\u00e4nder- und verbund\u00fcbergreifenden Zug- und Busangeboten im Nahverkehr, sollten einheitliche Fahrscheine angeboten werden. Die Landes- und Kommunalpolitik in der Region tut gut daran, f\u00fcr eine solche sinnvolle L\u00f6sung zugunsten ihrer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, sowie G\u00e4sten der Region engagiert einzutreten, wenn sie ihren \u00d6PNV glaubw\u00fcrdig vermarkten will\u201c, so PRO BAHN abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemitteilung des PRO BAHN-Regionalverbandes Starkenburg Zum Schuljahr 2017\/2018 soll landesweit in Hessen das Sch\u00fclerticket zum Preis von 365\u20ac eingef\u00fchrt werden.1 Hierdurch besteht die M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Sch\u00fcler, den gesamten Nahverkehr in Hessen ein Jahr lang zu nutzen. 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