{"id":4291,"date":"2017-04-07T02:01:18","date_gmt":"2017-04-07T00:01:18","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=4291"},"modified":"2017-04-10T22:13:38","modified_gmt":"2017-04-10T20:13:38","slug":"ablehnung-eines-fahrgastbeirates-im-main-taunus-kreis-pro-bahn-regionalverband-grosraum-frankfurt-kritisiert-ablehnung-eines-fahrgastbeirates-durch-den-kreistag-des-mtk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=4291","title":{"rendered":"Ablehnung eines Fahrgastbeirates im Main Taunus Kreis &#8211; PRO BAHN Regionalverband Gro\u00dfraum Frankfurt kritisiert Ablehnung eines Fahrgastbeirates durch den Kreistag des MTK"},"content":{"rendered":"<p>Der Main-Taunus-Kreis bleibt einer der wenigen \u201eWei\u00dfen Flecke\u201c auf der Landkarte der Fahrgastbeir\u00e4te im RMV bzw. in ganz Deutschland. Die vielen positiven Beispiele \u00fcber die von den meisten Lokalen Nahverkehrsorganisationen (LNO) und dem RMV selbst ausdr\u00fccklich gef\u00f6rderte Interessensvertretung der Fahrg\u00e4ste im RMV werden ignoriert. <\/p>\n<p><div id=\"attachment_4305\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_0573.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4305\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_0573-300x200.jpg\" alt=\"Sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn nicht nur auffallend beklebte Busse auf den Stra\u00dfen im Kreis unterwegs w\u00e4ren, sondern die zahlenden Fahrg\u00e4ste (Kunden) auch wie andernorts - und auch fr\u00fcher hier - selbstverst\u00e4ndlich, ein demokratisches Forum zur Mitsprache ihrer Belange h\u00e4tten. Was nicht ist, kann ja noch Ziel werden?\" width=\"300\" height=\"200\" class=\"size-medium wp-image-4305\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_0573-300x200.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_0573-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_0573.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4305\" class=\"wp-caption-text\">Sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn nicht nur auffallend beklebte Busse auf den Stra\u00dfen im Kreis unterwegs w\u00e4ren, sondern die zahlenden Fahrg\u00e4ste (Kunden) auch wie andernorts &#8211; und auch fr\u00fcher hier &#8211; selbstverst\u00e4ndlich, ein demokratisches Forum zur Mitsprache ihrer Belange h\u00e4tten. Was nicht ist, kann ja noch Ziel werden?<\/p><\/div><!--more--><\/p>\n<p>Wie der Berichterstattung \u00fcber die Kreistagssitzung im Main-Taunus-Kreis am 29. M\u00e4rz 2017 in der Presse zu entnehmen war, h\u00e4lt die Mehrheit der dortigen Kreistagsabgeordneten die Informations- und Mitsprachem\u00f6glichkeiten von Kommunalpolitikern in der Gesellschafterversammlung und im Aufsichtsrat der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft GmbH f\u00fcr eine v\u00f6llig ausreichende Beteiligung der B\u00fcrger und einen Fahrgastbeirat somit f\u00fcr absolut \u00fcberfl\u00fcssig.<\/p>\n<p>Diese Einstellung zeigt, dass die Mehrheit der Kreistagsabgeordneten den Sinn und das Ziel von Fahrgastbeir\u00e4ten nicht verinnerlicht hat. Wie der Name schon sagt, geht es dabei nicht um ein von Politikern besetztes Gremium, das politische Mehrheits-Entscheidungen treffen soll, sondern um ein Forum, in dem den Fahrg\u00e4sten, also den urs\u00e4chlich Betroffenen, ein demokratisches Mitspracherecht einger\u00e4umt wird. Die Fahrg\u00e4ste sind es, die unmittelbar mit den Problemen bei der Organisation und Durchf\u00fchrung des \u00d6PNV, in diesem Fall konkret des Busbetriebes im Main-Taunus-Kreis, konfrontiert werden. Sie sind es, die unmittelbare Verbesserungsvorschl\u00e4ge aus der t\u00e4glichen Erfahrung heraus darlegen k\u00f6nnten. Ein solcher Fahrgastbeirat ist insbesondere auch deshalb erstrebenswert, weil die wenigsten Kommunalpolitiker, insbesondere die hauptamtlich t\u00e4tigen, den \u00d6PNV regelm\u00e4\u00dfig nutzen. Auf der anderen Seite sind es die Fahrg\u00e4ste, die mit ihrem Fahrschein und \u00fcber die von ihnen gezahlten Steuern den \u00d6PNV direkt und indirekt finanzieren.<\/p>\n<p>\u201eDies ist also eine v\u00f6llig unverst\u00e4ndliche Entscheidung des Kreistags\u201c, so Thomas Schwemmer von PRO BAHN, Regionalverband Gro\u00dfraum Frankfurt am Main. Der hessische Fahrgastverband h\u00e4tte etwas mehr Weitblick und eine zielorientierte B\u00fcrger- bzw. Kundenorientierung von den Kreistagsabgeordneten erwartet. Ist die Meinung der betroffenen Fahrg\u00e4ste im MTK also nicht gefragt? Das Bus-Chaos im MTK gilt noch l\u00e4ngst nicht als erledigt. Anschlussverbindungen werden nach wie vor nicht garantiert. Busse fahren oft zu fr\u00fch oder mit gravierender Versp\u00e4tung, einige Fahrer sprechen kaum Deutsch, manche sind immer noch nicht in der Lage, Fahrscheine zu verkaufen. Fahrg\u00e4ste werden nach wie vor mehrmals w\u00f6chentlich verprellt.Die Gesch\u00e4ftsleitung der MTV hat bei der Bew\u00e4ltigung des Bus-Chaos vom Dezember vergangenen Jahres ein vorbildliches Engagement bewiesen. Wer k\u00fcmmert sich aber auf Dauer um die vielen Einzelf\u00e4lle, die die Gesellschafter (Kommunen) indirekt sehr viel Geld kosten? Wer k\u00fcmmert sich im Vorfeld um vermeidbare Fehlentscheidungen bei der Fahrplangestaltung, deren Korrekturen viel Geld kostete, noch mehr aber erheblichen Verdruss bei den Fahrg\u00e4sten ausl\u00f6ste?<\/p>\n<p>Wie auch die Berichterstattung in der Presse aufzeigt, vermissen die Fahrg\u00e4ste Ansprechpartner und eine eigene Interessenvertretung bei der MTV, die sich unmittelbar um deren Beschwerden k\u00fcmmern k\u00f6nnte. Ein Fahrgastbeirat ist also in Bezug auf die Gesellschafterversammlung und den Aufsichtsrat bewusst ein v\u00f6llig andersartig strukturiertes Gremium von sachkundigen B\u00fcrgern &#8211; und somit aus der Sicht nahezu aller anderen Aufgabentr\u00e4ger in Deutschland unverzichtbar. In den 1990-er Jahren existierte bereits \u00fcber fast zehn Jahre ein solches Gremium auch im MTK. Der damalige Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der MTV hat diese Einrichtung geflissentlich einschlafen lassen, weil er sich nicht in die Karten schauen lassen wollte und ihm so mancher Antrag der sehr engagierten Delegierten unangenehm oder l\u00e4stig erschien, erinnert sich lebhaft Frank Lipke, der damalige Vertreter von PRO BAHN.<\/p>\n<p>Mittlerweile vernetzen sich die Fahrgastbeir\u00e4te bundesweit bei j\u00e4hrlichen Zusammenk\u00fcnften &#8211; \u00fcbrigens auf Initiative von traffiQ Frankfurt und des RMV. Dabei werden zunehmend Richtlinien und Resolutionen zur Vereinheitlichung von \u00d6PNV-Standards und Nahverkehrstarifen erarbeitet. \u201eWill der Main-Taunus-Kreis wirklich als eine der prosperierenden Regionen in Deutschland auf die konstruktive Mitarbeit eines solchen Fahrgastbeirates auf Dauer verzichten? Ich denke nein\u201c, meint Thomas Schwemmer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Main-Taunus-Kreis bleibt einer der wenigen \u201eWei\u00dfen Flecke\u201c auf der Landkarte der Fahrgastbeir\u00e4te im RMV bzw. in ganz Deutschland. 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