{"id":4352,"date":"2017-05-18T15:01:28","date_gmt":"2017-05-18T13:01:28","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=4352"},"modified":"2017-05-18T15:19:27","modified_gmt":"2017-05-18T13:19:27","slug":"brechen-bei-limburg-kritik-an-der-mitfinanzierung-von-kommunen-an-dem-ausbau-von-kleinen-bahnstationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=4352","title":{"rendered":"Brechen bei Limburg: Kritik an der Mitfinanzierung von Kommunen an dem Ausbau von kleinen Bahnstationen"},"content":{"rendered":"<p>Vertreter des Fahrgastverbandes PRO BAHN trafen sich am Dienstag, den 16. Mai 2017 mit Mandatstr\u00e4gern der Gemeinde Brechen im Landkreis Limburg-Weilburg. Die rund 7.000 Einwohner z\u00e4hlende Kommune, s\u00fcd\u00f6stlich der Domstadt an der Lahn gelegen, hat mit Niederbrechen und Oberbrechen zwei Bahnstationen an der Regionalbahnstrecke Limburg-Frankfurt (Main). Hintergrund des Ortstermins, die Bahnstation Oberbrechen, sie hat weniger als 1.000 Einstiege t\u00e4glich, besteht aus Seitenbahnsteigen. Sie sind mit einer Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke verbunden, welche in die Jahre gekommen ist.<br \/>\n<div id=\"attachment_4355\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170516_113959.-klein-400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4355\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170516_113959.-klein-400-300x225.jpg\" alt=\"Die Bahnstation Oberbrechen an der Altstrecke Limburg-Frankfurt. Das Bahnhofsgeb\u00e4ude ist in privater Hand, die Br\u00fccke auf welcher der Fotograf steht, soll abgerissen werden und hat, wie man an der Treppe sieht, &quot;Befahrungshilfen&quot; z.B. f\u00fcr Kinderwagen, welche bei einem Neubau nicht mehr vorgesehen sein sollen.\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-4355\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170516_113959.-klein-400-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170516_113959.-klein-400.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4355\" class=\"wp-caption-text\">Die Bahnstation Oberbrechen an der Altstrecke Limburg-Frankfurt. Das Bahnhofsgeb\u00e4ude ist in privater Hand, die Br\u00fccke auf welcher der Fotograf steht, soll abgerissen werden und hat, wie man an der Treppe sieht, &#8222;Befahrungshilfen&#8220; z.B. f\u00fcr Kinderwagen, welche bei einem Neubau nicht mehr vorgesehen sein sollen.<\/p><\/div><!--more--><\/p>\n<p>Nun soll das Bauwerk durch einen Neubau ersetzt werden. Die Deutsche Bahn plant, bei dem Ersatzbau keine Barrierefreiheit zu ber\u00fccksichtigen, weil sie nach ihren Rechtsauslegungen f\u00fcr kleine Stationen nicht dazu verpflichtet ist. Wenn z.B. der Einbau von Aufz\u00fcgen erfolgen soll, so kann den W\u00fcnschen der Gemeinde nach Barrierefreiheit nur dergestalt nachgekommen werden, wenn sie sich zu einem Drittel an den Baukosten beteiligt.<\/p>\n<p>Der neue B\u00fcrgermeister Frank Groos m\u00f6chte diese finanzielle Last nicht hinnehmen und fordert dennoch von der Deutschen Bahn einen barrierefreien Ausbau. Der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen stimmt der Meinung des B\u00fcrgermeisters voll umf\u00e4nglich zu und fordert nach die Deutsche Bahn auf, gem\u00e4\u00df Behindertengleichstellungsgesetz und weiterer gesetzlicher Grundlagen, ihrer Verpflichtung nachzukommen, f\u00fcr \u201ealle\u201c Stationen die Barrierefreiheit schrittweise herzustellen, welche sie eigentlich bis zum Jahr 2022 zum Abschluss gebracht haben muss. Hiervon ist man weit entfernt, so der Stellv. Regionalsprecher des PRO BAHN Regionalverbandes Mittelhessen, Reinhard Ahrens.<\/p>\n<p>Die Krux an der Sache, in Oberbrechen hat man mit dem Bauwerk zwar kein zeitgem\u00e4\u00dfes barrierefreies Bauwerk, jedoch verf\u00fcgt die Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke \u00fcber die Bahngleise \u00fcber zwei nebeneinander laufende schmale Rampen, wodurch z.B. ein Kinderwagen auf- und abgeschoben werden kann. Wenn es nach den Pl\u00e4nen der Bahn geht, wird es im neuen Bauwerk diese Vorrichtung nicht mehr geben, sondern nur noch einen schmalen einseitigen Streifen f\u00fcr Fahrr\u00e4der. <\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Groos wehrt sich gegen dieses Vorhaben, womit er im Auffassungstrend von Fahrg\u00e4sten und B\u00fcrgern liegt, denn der Neubau w\u00e4re ein R\u00fcckschritt. Vielmehr ist es jedoch indiziert, dort ein barrierefreies Bauwerk zu errichten, wodurch z.B. auch die Wiesen und Felder des Goldenen Grunds mit dem Emsbach anschlie\u00dfen. Dort befindet sich einer der touristisch erschlossenen Hessen-Fahrrad-Wanderwege. <\/p>\n<p>Der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen unterst\u00fctzt die Intention der Gemeinde Brechen und stellt fest, dass vielerorts die Kommunen mit kleinen Bahnstationen in Bezug auf dringend notwendige Sanierungs- und Ausbauarbeiten f\u00fcr Verkehrsstationen, insbesondere in Bezug auf Barrierefreiheit, mit der Drohgeb\u00e4rde der Kostenbeteiligung unter Druck gesetzt werden. Weder der Deutschen Bahn, noch dem Land Hessen, noch den Verkehrsverb\u00fcnden ist bei solchen Ausbauten bewusst, dass sich durch diese Ausbauten Fahrgastzahlen steigern lassen. Die Kommunen sind jedenfalls nicht Baulasttr\u00e4ger, haben viele viele andere Aufgaben zu Schultern, auch in Bezug auf Verkehrseinrichtungen, da sollen die die Kosten tragen, denen die Infrastruktur geh\u00f6rt und die Z\u00fcge auf ihr fahren lassen. PRO BAHN wird sich bem\u00fchen, dass sich die Kommunen mit kleinen Verkehrsstationen untereinander vernetzen, um gest\u00e4rkt Positionen auszutauschen. Zudem nimmt der Regionalverband Mittelhessen dies auf die Tagesordnung der n\u00e4chsten Regionaltreffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vertreter des Fahrgastverbandes PRO BAHN trafen sich am Dienstag, den 16. Mai 2017 mit Mandatstr\u00e4gern der Gemeinde Brechen im Landkreis Limburg-Weilburg. 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