{"id":4824,"date":"2017-10-24T14:29:49","date_gmt":"2017-10-24T12:29:49","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=4824"},"modified":"2017-10-24T14:29:49","modified_gmt":"2017-10-24T12:29:49","slug":"pro-bahn-hessen-kritisiert-einseitige-fehlerhafte-darstellung-des-ausbaus-der-main-weser-bahn-zur-ausschlieslichen-starkung-des-guterverkehrs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=4824","title":{"rendered":"PRO BAHN Hessen kritisiert einseitige fehlerhafte Darstellung des Ausbaus der Main-Weser-Bahn zur ausschlie\u00dflichen St\u00e4rkung des G\u00fcterverkehrs"},"content":{"rendered":"<p><strong>ZDF-Bericht geht nicht auf die Notwendigkeit ein, dass der Personennah- und \u2013fernverkehr f\u00fcr die Herzkammer Mittelhessens einen angemessenen Schienenanschluss braucht.<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_2401\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC08634-zugeschnitten-klein-600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2401\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC08634-zugeschnitten-klein-600-300x225.jpg\" alt=\"Die S 6 auf dem Weg nach Friedberg mit  in die Jahre gekommenen, nicht behindertengerechten Bahnsteigen und mit schnelleren Z\u00fcgen im Nacken auf gleichem Gleis.\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-2401\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC08634-zugeschnitten-klein-600-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC08634-zugeschnitten-klein-600.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2401\" class=\"wp-caption-text\">Die S 6 auf dem Weg nach Friedberg mit  in die Jahre gekommenen, nicht behindertengerechten Bahnsteigen und mit schnelleren Z\u00fcgen im Nacken auf gleichem Gleis.<\/p><\/div>\n<p>Die Ausbauplanung der Main-Weser-Bahn zwischen Frankfurt am Main und Friedberg hat in ihrem seitherigen Zeitraum nie einer Kapazit\u00e4tserweiterung der S 6 zwischen Frankfurt-S\u00fcd  und Gro\u00df-Karben gedient, dar\u00fcber hinaus Richtung Norden wird jedoch  in Zukunft &#8222;mit allen S-Bahn-Z\u00fcgen&#8220; bis Friedberg in einem konstanten Fahrplan durchgefahren. Uns st\u00f6rt schon der Arbeitstitel &#8222;Ausbau S 6&#8220;, denn es handelt sich insbesondere um einen Ausbau f\u00fcr den Regionalzugverkehr.  Heute endet jeder zweite Zug der S 6 in Gro\u00df-Karben und es gibt nur einen &#8222;gebrochenen Takt&#8220;, weil die S-Bahn-Z\u00fcge allein schon im regul\u00e4ren Plan an Stationen wie Frankfurter Berg stehen bleiben m\u00fcssen. Die au\u00dferplanm\u00e4\u00dfigen Halte wegen diverser Betriebsst\u00f6rungen, Versp\u00e4tungen etc. sind dabei nicht ber\u00fccksichtigt. Der Ausbau dient viel st\u00e4rker einem konstanten Fahrplan im Regionalzugverkehr zwischen Gie\u00dfen und Frankfurt am Main.<!--more--><\/p>\n<p>Anscheinend h\u00f6rt f\u00fcr viele die Welt n\u00f6rdlich des Wetteraukreises bzw. mit dem Planungsverband Regionalverband Frankfurt auf. In nachgereichten Stellungnahmen wird von den Inhaltsgegnern auch nur auf die Einpendler in die Mainmetropole aus dem Wetteraukreis  eingegangen. Es gibt \u00fcber den Planungsverband nordlicherseits hinaus die drei gr\u00f6\u00dfere Sonderstatusst\u00e4dte mit Gie\u00dfen, Marburg und Wetzlar sowie die entsprechenden Landkreise Gie\u00dfen, Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill in Mittelhessen. Es wird sogar aus dem nordhessischen Raum, Schwerpunkt Schwalm-Eder-Kreis, bis nach Frankfurt zur Arbeit angereist. Eine breite politische partei\u00fcbergreifende Front aus Mittelhessen, ob Oberb\u00fcrgermeister, Landr\u00e4te, alle Parlamente der Gebietsk\u00f6rperschaften, es wird seit Jahrzehnten eingefordert, endlich in angemessener Weise an das &#8222;Fernzugnetz&#8220; und dazu begleitend mit einem vern\u00fcnftigen RE-Angebot angeschlossen zu werden. Dass aktuell keine Fernzugerweiterung m\u00f6glich ist und die ansonsten m\u00f6glichen weiteren Z\u00fcge alle \u00fcber Fulda fahren m\u00fcssen, dies wurde immer mit der Aussage begr\u00fcndet, dass die Kapazit\u00e4ten zwischen Friedberg und Frankfurt fehlen. Nun kommen diese endlich, die ersten Bagger sind, wie man entlang der Strecke sehen kann, angerollt, und wir atmen auf.<\/p>\n<p>Die Analyse anderer Meinungsf\u00fchrer, dass die Z\u00fcge leer sind, dies st\u00fctzt auf keinerlei Grundlage. Der Alltag beweist, auch anhand von Fotos, das Gegenteil. Die RE-Z\u00fcge sind wegen der erforderlichen Zahl so eng in ihren Sitzreihen, dass man mit den Knien aneinander st\u00f6\u00dft. Bei einem Zugausfall, so gerade in der 42. Kalenderwoche geschehen, k\u00f6nnen in dem n\u00e4chstfolgenden Zug nicht mehr alle Fahrg\u00e4ste mitgenommen werden. Es ist zu bezweifeln, dass die gegnerischen Meinungsf\u00fchrer sich \u00fcberhaupt im Alltag mal mit den einzelnen Zugverbindungen auseinandergesetzt haben.<\/p>\n<p>Wir bleiben bei unserer Feststellung, dass die B\u00fcrgerinitiative &#8222;Bahnane&#8220; reine Partikularinteressen verfolgt aber nicht die Interessen der Menschen entlang der Strecke im Sinn hat. Durch den Ausbau und die Kapazit\u00e4tserweiterung (weiter unten) wird sich der Wert der Grundst\u00fccke in den Orten entlang der Strecke sogar noch steigern. Allein zwischen Bad Vilbel und Frankfurt-West sind 19 km bzw. 10 Meter hohe L\u00e4rmschutzw\u00e4nde vorgesehen. Diese w\u00fcrden nicht kommen, wenn man an der Strecke nichts ver\u00e4ndert. Im Bestand gibt es keinen L\u00e4rmschutz.<\/p>\n<p>Wir sind Teil des breit aufgestellten Aktionsb\u00fcndnisses &#8222;Vier bis Friedberg&#8220; und werden alle verf\u00fcgbaren Kr\u00e4fte dazu nutzen, der Partikularinitiative Bahnane mit \u00f6ffentlichen Darstellungen deutlich entgegen zu treten. Hier sind Dinge in den Raum gestellt worden, welche als Missbrauch des Begriffs B\u00fcrgerbeteiligung bezeichnet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wenn Sie sich der ZDF-Bericht auf den Fakt der Rheinstrecke und der G\u00fcterverkehrsumleitung beschr\u00e4nkt h\u00e4tte, dann w\u00e4re die  breite Kritik nicht entstanden. Die<br \/>\nAussage im TV-Bericht, dass eine neue G\u00fcterverehrsstrecke zwischen dem Rheinland und dem Rhein-Main-Ballungsraum entlang der A 3 gebaut werden kann, das ist v\u00f6llig unrealistisch. Die H\u00f6hen des Westerwaldes und des Taunus, ja des Rheinischen Schiefergebirges lassen dies \u00fcberhaupt nicht zu. Man sieht das schon an der Bestands-Schnellfahrstrecke, auf welcher keine schweren ICE (z.B. ICE 1 und 2) fahren k\u00f6nnen, weil die Steigungen zu gro\u00df sind.<\/p>\n<p>Der Film von ZDF Neo geht auf die Interessen einer ganzen Region, n\u00e4mlich der Kernbereich von Mittelhessen mit immerhin 750.000 Einwohnern nicht ein, stellt sich gegen diese, das ist wahrlich nicht hinnehmbar.<\/p>\n<p>Es wird auch auf gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen \u00fcberhaupt eingegangen. Nun gibt es landesweite Jahrestickets wie das Sch\u00fclerticket, das Landesbedienstetenticket, die Zahl der Jobtickets steigt von in Frankfurt arbeitenden Menschen von Jahr zu Jahr. Das wird den Druck auf die Zulaufstrecken nach Frankfurt in Sachen Regionalzugverkehr weiter erh\u00f6hen, gerade weil der Wohnungsmarkt in der Boom-Town Frankfurt sich auch mittel- bis langfristiger Zeit nicht beruhigen wird.<\/p>\n<p>Hier nachfolgend einzelne Fakten zur &#8222;Ausweitung der Personenzugkapazit\u00e4ten auf der Main-Weser-Bahn&#8220;. Die Deutsche Bahn hat hier \u00fcbrigens nicht die Hoheit, diese hat der RMV als Aufgabentr\u00e4ger und dessen Nahverkehrsplan sieht keine K\u00fcrzungen, sondern Erweiterungen vor. Es sind laut der gemeinsamen Darstellung von Aufgabentr\u00e4ger und Infrastrukturbetreiber\/-inhaber alleine mindestens zus\u00e4tzliche 8 Zugpaare des Mittelhessen-Express (RB 40\/RB 41) vorgesehen. Dazu sollen 6 Zugpaare aus dem Horloff-Netz (RB 47\/RB 48) hinzukommen, dessen komplette Netz-Inbetriebnahme in den n\u00e4chsten Jahren zu erwarten ist. Dann, ein ganz wesentlicher Faktor, die neue IC-Linie 34 M\u00fcnster-Hagen-Siegen-Wetzlar-Frankfurt mit ihren 6 Zugpaaren wird ab Ende 2019 den RegionalExpress der RE 99\/RE 98 in jeder zweiten Fahrt analog des Mittelhessen-Express (RB 40\/RB 41) von 40 Minuten auf 60 Minuten in der Relation Gie\u00dfen-Frankfurt verlangsamen, weil keine Kapazit\u00e4ten auf der Strecke vorhanden sind. Dabei geht es noch nicht mal um den Baustellenfahrplan. Es l\u00e4sst sich auf zwei Gleisen kein Zug mehr mit angemessener Fahrtzeit abbilden, es werden Regional-Express-Z\u00fcge unterwegs lange halten m\u00fcssen, damit der &#8222;steigende Fernverkehr&#8220; dann vorbeifahren kann. Das ist dauerhaft nicht hinzunehmen und es bedarf daher des Streckenausbaus. Glauben Sie mir, wenn sich Verb\u00e4nde, Politik und Verkehrsorganisationen zusammentun, die ansonsten oft gegens\u00e4tzlich streiten, dann muss das schon einen tieferen Grund haben. Das Ergebnis ist nun das &#8222;Aktionsb\u00fcndnis 4 bis Friedberg&#8220;. <\/p>\n<p>Wir werden als Fahrgastverband PRO BAHN zusammen mit unseren Partnervereinigungen nat\u00fcrlich mehr als das vom RMV angedachte Konzept einfordern.  Es muss m\u00f6glich sein, k\u00fcnftig einen 15-Minuten-Takt im Regionalzugverkehr zwischen Gie\u00dfen und Frankfurt zu realisieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ZDF-Bericht geht nicht auf die Notwendigkeit ein, dass der Personennah- und \u2013fernverkehr f\u00fcr die Herzkammer Mittelhessens einen angemessenen Schienenanschluss braucht. 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