{"id":5157,"date":"2017-12-19T02:19:13","date_gmt":"2017-12-19T00:19:13","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=5157"},"modified":"2017-12-21T02:56:48","modified_gmt":"2017-12-21T00:56:48","slug":"mittelhessen-fahrgastverband-pro-bahn-zeigt-sich-uberrascht-uber-die-gedankengange-des-burgermeisters-von-staufenberg-peter-gefeller-zur-lumdatalbahntrasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=5157","title":{"rendered":"Mittelhessen: Fahrgastverband PRO BAHN zeigt sich \u00fcberrascht \u00fcber die Gedankeng\u00e4nge des B\u00fcrgermeisters von Staufenberg, Peter Gefeller zur Lumdatalbahntrasse"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_3789\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/FB_IMG_1482193862319-klein-600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3789\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/FB_IMG_1482193862319-klein-600-300x200.jpg\" alt=\"Ein VT 628 auf der Lumdatalbahn an einem Bahn\u00fcbergang bei Mainzlar. (Bild: Lumdatalbahn e.V.)\" width=\"300\" height=\"200\" class=\"size-medium wp-image-3789\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/FB_IMG_1482193862319-klein-600-300x200.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/FB_IMG_1482193862319-klein-600.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3789\" class=\"wp-caption-text\">Ein VT 628 auf der Lumdatalbahn an einem Bahn\u00fcbergang bei Mainzlar. (Bild: Lumdatalbahn e.V.)<\/p><\/div>\n<p>Der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen ist verwundert \u00fcber den Vorsto\u00df des Staufenberger B\u00fcrgermeisters, Peter Gefeller (SPD) zur Lumdatalbahntrasse. Seine Vorstellung, auf einer seither schmalen einspurigen Gleistrasse eine Fahrbahn f\u00fcr Linienbusse zu bauen, hierf\u00fcr gebe es keinerlei Fakten, welche eine Sinnhaftigkeit in der dargelegten Form rechtfertigen, so die Fahrgastvertreter. <!--more--><\/p>\n<p>PRO BAHN fordert B\u00fcrgermeister Gefeller auf, den Weg des Dialogs im Sinne einer gemeinsamen Entwicklung eines zukunftsweisenden, verkehrswissenschaftlich und  volkswirtschaftlich durchdachten und klimasch\u00fctzenden Gesamtkonzepts gemeinsam zu gehen, anstelle alleinige Vorst\u00f6\u00dfe zu unternehmen. Trotzdem dass von ihm seither keinerlei Gespr\u00e4chswunsch mit den Vereinigungen der Bef\u00fcrworter der Reaktivierung der Lumdatalbahn ge\u00e4u\u00dfert wurde, mache man an ihn bewusst ein Gespr\u00e4chsangebot, so der Fahrgastverband.<\/p>\n<p>Konkret stelle man fest, dass gerade auch bei Herrn Gefeller zu wenige Informationen \u00fcber die Umsetzung von Bahnstreckenreaktivierungen bekannt sind. Niemand habe davon gesprochen, mit schweren Dieselloks den Personenverkehr auf der Lumdatalbahn zu betreiben. Die von ihm genannten Zahlen wie 160 t schwere Z\u00fcge sind v\u00f6llig aus der Luft gegriffen und wurden seitens des RMV und des Land Hessen als Aufgabentr\u00e4ger nie ge\u00e4u\u00dfert. Vielmehr werde heutzutage der Betrieb auf eingleisigen Nebenstrecken mit leichten Triebfahrzeugen wie dem Alstom LINT (=Leichter Innovativer Nahverkehrs Triebwagen) durchgef\u00fchrt. Der Umlaufbetrieb mit anderen Bahnstrecken in Mittelhessen, so wie dies im vorgestellten Konzept f\u00fcr die Lumdatalbahn gedacht ist, weist eindeutig darauf hin. Es stehe in Aussicht, dass Antriebsl\u00f6sungen mit Wasserstoff aber auch kombinierte L\u00f6sungen schon in ein bis zwei Jahren im Schienennahverkehrsnetz in Hessen zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p>Fatal und unredlich sei, den f\u00fcr die Zukunft angestrebten Betriebszustand der stillgelegten Bahnstrecken auf den der Zeit vor der Stilllegung, d.h. der 1960er und 1970er Jahre zu fokussieren. Die Lumdatalbahn werde vielmehr mit einem zeitgem\u00e4\u00dfen Bahnverkehr des 21. Jahrhunderts ausgestattet sein. Das gelte auch f\u00fcr die Technik von Gleisanlagen und Bahn\u00fcberg\u00e4ngen. Der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen zweifelt zudem die 7 Mio. Euro Investitionskosten f\u00fcr eine Fahrbahn anstelle der 11 Mio. Euro f\u00fcr die Bahnreaktivierung an. Gerade bei dem Neubau einer Fahrbahn m\u00fcssen ebenso Br\u00fccken und Durchl\u00e4sse instand gesetzt und eine deutliche Verbreiterung der Verkehrsfl\u00e4chen erfolgen. Dass noch andere Verkehrsteilnehmer die Trasse nutzen k\u00f6nnten, wie z.B. Fahrradfahrer am Wochenende, dies lasse erkennen, dass Peter Gefeller nicht erkannt habe, welche Flexibilit\u00e4t heutzutage die Menschen in Bezug auf Beruf, Ausbildung und anderer pers\u00f6nlicher Verpflichtungen ben\u00f6tigen. Dementsprechend ist auch ein schneller vernetzter \u00d6ffentlicher Personennahverkehr an allen 7 Tagen, also auch samstags und sonntags erforderlich. Das am 14.09. im Verkehrsausschuss des Kreistags vorgestellte RMV-Konzept sieht auch vor, dass die leisen Nahverkehrsz\u00fcge an allen Tagen fahren.<\/p>\n<p>Der Fahrgastverband PRO BAHN verweist auf viele Beispiele in Deutschland aber auch im benachbarten Ausland, wo im stadtnahen sowie l\u00e4ndlichen Raum Bahnstrecken, vielfach Stichstrecken, reaktiviert wurden, welche durch und durch mit der Lumdatalbahn vergleichbar seien. Diese Strecken h\u00e4tten doppelte und dreifache Fahrgastzahlen gegen\u00fcber in Planungen berechneten Werten erzielt. Andere Bundesl\u00e4nder seien gegen\u00fcber Hessen weit voraus. Es gelte nun, in der heimischen Region aufzuzeigen, dass das was andernorts bestens funktioniert, auch in Mittelhessen zum Erfolg gebracht werden kann. Dass das Land Hessen, der Rhein-Main-Verkehrsverbund und der Landkreis die Reaktivierung vor Augen haben, liege daran, dass man inzwischen durch andere, an die regionale Struktur angepasste Konzepte entwickle, welche im Kosten-Nutzen-Faktor stimmig sind, anstelle fr\u00fcher allgemein angewandten standardisierten Regeln. <\/p>\n<p>Der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen wird gemeinsam mit dem Verein Lumdatalbahn e.V. und anderen Interessenverb\u00e4nden sich f\u00fcr eine umfassende Information der heimischen Bev\u00f6lkerung einsetzen, um aufzuzeigen, welche Chancen hier gegeben sind. Wenn B\u00fcrgermeister Gefeller in diesen Dialog mit alternativen Gedanken einsteigen will, dann m\u00f6ge er bitte auf den konstruktiven Pfad eingehen und nicht solche Schnellsch\u00fcsse mit wenig durchdachten Ideen und der Nennung von fehlerhaften Zahlen derart in die \u00d6ffentlichkeit tragen. Eine gut durchdachte multimodale Mobilit\u00e4t f\u00fcr die n\u00e4chsten 50-100 Jahre unter Ber\u00fccksichtigung der Schiene m\u00fcsse nun f\u00fcr das Lumdatal gemeinsam entwickelt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen ist verwundert \u00fcber den Vorsto\u00df des Staufenberger B\u00fcrgermeisters, Peter Gefeller (SPD) zur Lumdatalbahntrasse. 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