{"id":5267,"date":"2018-02-01T04:30:14","date_gmt":"2018-02-01T02:30:14","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=5267"},"modified":"2018-02-01T04:47:11","modified_gmt":"2018-02-01T02:47:11","slug":"kurhessenbahn-bringt-wiederaufbau-der-aar-salzbode-bahn-im-abschnitt-niederwalgern-hartenrod-ins-gesprach-pro-bahn-mittelhessen-hat-keine-ubersteigerten-vorstellungen-bittet-aber-darum-sei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=5267","title":{"rendered":"Kurhessenbahn bringt Wiederaufbau der Aar-Salzb\u00f6de-Bahn im Abschnitt Niederwalgern-Hartenrod ins Gespr\u00e4ch \u2013 PRO BAHN Mittelhessen hat keine \u00fcbersteigerten Vorstellungen, bittet aber darum, seitens der Kommunen den Verkehrsplanern mit ihren Ideen eine Chance zu geben."},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_3550\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DSC00250-klein-500.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3550\" class=\"size-medium wp-image-3550\" alt=\"Der ehemalige Bahnhof Lohra an der fr\u00fcheren Aar-Salzb\u00f6de-Bahn. Im Hintergrund steht ein Supermarkt mitten auf der Bahntrasse. Werden die Ideen der Kurhessenbahn f\u00fcr eine neue Salzb\u00f6debahn Wirklichkeit, m\u00fcsste an solchen Stellen vom alten Trassenverlauf abgewichen werden.\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DSC00250-klein-500-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DSC00250-klein-500-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DSC00250-klein-500.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3550\" class=\"wp-caption-text\">Der ehemalige Bahnhof Lohra an der fr\u00fcheren Aar-Salzb\u00f6de-Bahn. Im Hintergrund steht ein Supermarkt mitten auf der Bahntrasse. Werden die Ideen der Kurhessenbahn f\u00fcr eine neue Salzb\u00f6debahn Wirklichkeit, m\u00fcsste an solchen Stellen vom alten Trassenverlauf abgewichen werden.<\/p><\/div>\n<p><strong>Wenn Machbarkeitsstudie ein negatives Ergebnis ergeben sollte, dann k\u00f6nnen die Fl\u00e4chen immer noch anderweitig \u00fcberplant bzw. weiter \u00fcberbaut werden.<\/strong><\/p>\n<p><strong>PRO BAHN Mittelhessen ver\u00f6ffentlicht Brief an Kommunen nach Zeitungsbericht, obwohl man zun\u00e4chst hierzu nicht an die \u00d6ffentlichkeit gehen wollte.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Eine Vereinigung wie der Fahrgastverband PRO BAHN freut sich nat\u00fcrlich grunds\u00e4tzlich \u00fcber \u00f6ffentliche Wahrnehmungen, Ver\u00f6ffentlichungen in den Medien und \u00f6ffentliche Diskussionen, in denen der Verbandsname Erw\u00e4hnung findet. Im Fall der Aar-Salzb\u00f6de-Bahn kam die Erw\u00e4hnung in den beiden Lokalzeitungen (Oberhessische Presse Marburg sowie Hinterl\u00e4nder Anzeiger) Mitte der 4. Kalenderwoche 2018 dennoch \u00fcberraschend. Der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen hat einen Brief zum Thema in die vier Anliegerkommunen gesandt. Dieser ging nicht nur an die B\u00fcrgermeister mit ihren Exekutivgremien, sondern auch an alle Fraktionen der Kommunalparlamente sowie die Vorsitzenden der kommunalen Verkehrsaussch\u00fcsse.<\/p>\n<p>Worum geht es? Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, die Kurhessenbahn mit Sitz in Kassel hat den Wiederaufbau des \u00f6stlichen Streckenabschnitts der ehemaligen Aar-Salzb\u00f6de-Bahn (Niederwalgern-Herborn) ins Spiel gebracht, bei dem Stellv. Landrat und Kreisbeigeordneten f\u00fcr Verkehr im Landkreis Marburg-Biedenkopf, Marian Zachow, vorgesprochen. Die in diesem Landkreis und im benachbarten Lahn-Dill-Kreis ehemals verkehrende Bahnlinie soll nach den grunds\u00e4tzlichen Gedanken der Bahntochter im Abschnitt zwischen Niederwalgern und Hartenrod wieder aufgebaut werden. Die Schwierigkeit dabei, Teile der Trasse sind bereits \u00fcberbaut oder es laufen Bauleitplanverfahren, die Trasse in diversen Bereichen anderen, meist gewerblichen Nutzungen zuzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen hat keine durch die Decke gehenden Vorstellungen und kennt die exorbitanten Schwierigkeiten, welche nun 12 Jahre nach dem Gleisabbau entstehen w\u00fcrden, k\u00e4me es zu einem Wiederaufbau der Strecke. PRO BAHN Mittelhessen: \u201eGebt den Verkehrsplanern eine Chance\u201c und appelliert an die vier betroffenen Kommunen, dass zum sp\u00e4teren Zeitpunkt im Falle eines f\u00fcr die Bahnstrecke negativen Ergebnisses die Fl\u00e4chen immer noch anderweitig \u00fcberplant und genutzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir sind der Meinung, dass man das Gesamtthema sehr vorsichtig betrachten sollte. PRO BAHN wird wegen der Sensibilit\u00e4t in der Sache kein \u00d6l ins Feuer gie\u00dfen und den Prozess zur\u00fcckhaltend und konstruktiv beobachten\/begleiten.<\/p>\n<p>Um hier dennoch die n\u00f6tige Transparenz zu zeigen, was aus Zeitungsberichten nicht derart weitreichend hervorgehen kann. ver\u00f6ffentlichen wir hier den Rundbrief an die vier Kommunen:<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n<strong>Absender:<\/strong><br \/>\nPRO BAHN Regionalverband Mittelhessen<br \/>\nRegionalsprecher Reinhard Ahrens und Thomas Kraft<\/p>\n<p><strong>Empf\u00e4nger: <\/strong><br \/>\nGemeindevorst\u00e4nde der Gemeinden, Bad Endbach, Lohra, Weimar (Lahn)<br \/>\nMagistrat der Stadt Gladenbach<br \/>\nFraktionen in den Gemeindevertretungen Bad Endbach, Lohra, Weimar (Lahn)<br \/>\nFraktionen in der Stadtverordnetenversammlung Gladenbach<br \/>\nVorsitzende der Aussch\u00fcsse f\u00fcr Verkehr der kommunalen Gremien der vier anliegenden Kommunen<\/p>\n<p><strong>Aktuelle Untersuchung einer Reaktivierung\/eines Wiederaufbaus<\/strong><br \/>\n<strong> der Aar-Salzb\u00f6de-Bahn im Abschnitt Niederwalgern-Hartenrod<\/strong><\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>niemand hat nach dem R\u00fcckbau der Bahntrasse der alten Aar-Salzb\u00f6de-Bahn im Jahr 2006 wirklich damit gerechnet, dass das Thema noch mal an Aktualit\u00e4t gewinnt, auch wir vom Fahrgastverband PRO BAHN nicht. Wir stehen dazu, dass wir uns Zielen widmen, welche umsetzbar sind und f\u00fcr den Fahrgast im realistischen Zeit- und Finanzrahmen zu einer Optimierung der Bef\u00f6rderungsleistung und der Aufwertung der Daseinsvorsorge f\u00fchren. Insbesondere der komplette R\u00fcckbau des Bahndamms im Abschnitt des Lahn-Dill-Kreises, die dortige massive Eingliederung in Stra\u00dfen- und Siedlungsfl\u00e4chen hat auch bei uns zu einer Abkehr gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten an dieser Stelle nicht an die Diskussionen erinnern, die ab Mitte der 1990er Jahre bis zum R\u00fcckbau 2006 gef\u00fchrt wurden. Wir m\u00f6chten mit Ihnen den Blick nach vorn richten. Nun hat ein Eisenbahnverkehrsunternehmen, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, die Kurhessenbahn die Initiative ergriffen. Es sind also Fachleute, Verkehrswissenschaftler, Bahnfachleute, die auf die Region, auf die Kommunalpolitik und auf die Verb\u00e4nde zugekommen sind. Das Fachwissen l\u00e4utet also eine Diskussion ein, nutzen wir sie, geben wir dem thematischen Diskurs eine Gelegenheit. Es liegen nun Gedankeng\u00e4nge auf dem Tisch, welche den Abschnitt Niederwalgern-Hartenrod betreffen. Bekanntlich hat sich der Verkehrsdezernent und Stellv. Landrat des Landkreises Marburg-Biedenkopf, Marian Zachow (CDU) diesem Diskurs angeschlossen und spricht sich daf\u00fcr aus.<\/p>\n<p>Mit diesem Schreiben m\u00f6chten wir nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Nein, wir bitten Sie vielmehr, einer weitergehenden Untersuchung, ob ein Wiederaufbau der Bahnstrecke zwischen Niederwalgern und Hartenrod m\u00f6glich ist, nicht durch gegens\u00e4tzliche Beschl\u00fcsse den Weg zu versperren.<\/p>\n<p>Schauen Sie sich mal die Situation an. Drei von vier Kommunen entlang der zur\u00fcckgebauten Bahntrasse haben r\u00fcckl\u00e4ufige Bev\u00f6lkerungszahlen. Sollte nicht jede M\u00f6glichkeit untersucht werden, diesem Trend entgegen zu treten?<br \/>\nReaktivierungen im l\u00e4ndlichen Raum au\u00dferhalb Mittelhessens haben in den letzten zwei Jahrzehnten gezeigt, dass die Wiederbelebung der Bahn eine wesentliche Gegensteuerung erzielen kann. Das gilt auch f\u00fcr Stichstrecken.<\/p>\n<p>Es ist bekannt, dass in der N\u00e4he der alten Salzb\u00f6de-Bahntrasse die Entwicklung von Gewerbefl\u00e4chen und Wohnfl\u00e4chen geplant ist. Die Reaktivierung der Salzb\u00f6debahn h\u00e4tte hier einen positiven Erschlie\u00dfungseffekt. Ohne einer Untersuchung vorgreifen zu wollen. Wie ist denn der Gedanke, dass durch ein bis zwei Haltestellen direkt im Gewerbegebiet zahlreiche Arbeitnehmer ohne Auto zu ihrem Arbeitsplatz kommen?<\/p>\n<p>Fakt ist, dass der Linienbusverkehr im Landkreis Marburg-Biedenkopf in den letzten 23 Jahren das Potential nicht hat auffangen k\u00f6nnen. Ein schrittweise optimierter Regionalzugverkehr h\u00e4tte sich das vorhandene Fahrgastpotential besser und komfortabler auffangen k\u00f6nnen. Die Buslinie 383 ist zu lange unterwegs und st\u00f6\u00dft an ihre Grenzen. Das gleiche gilt schon jetzt f\u00fcr die Schnellbuslinie X 38.<\/p>\n<p>Der Kurort Bad Endbach ist nur v\u00f6llig unzureichend mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Kurg\u00e4ste m\u00fcssen oft aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden mit dem Zug anreisen, danach wird auch ein Kurort gemessen. Bad Schwalbach versucht durch die Mitwirkung an der Citybahn Wiesbaden diesen Anschluss wieder zu erlangen.<\/p>\n<p>Wie oben erw\u00e4hnt, haben wir heute nicht die finale L\u00f6sung f\u00fcr den \u00d6ffentlichen Personennahverkehr im Lahn-Dill-Bergland, f\u00fcr die Kommunen Bad Endbach, Gladenbach, Lohra und Weimar vorzustellen. Es geht an Sie jedoch die Bitte, einer Untersuchung wohlwollend gegen\u00fcber zu stehen und bei der Entwicklung Ihrer Kommune, f\u00fcr die Sie zurecht eintreten und f\u00fcr die Sie gew\u00e4hlt worden sind, im Rahmen von anstehenden bzw. sich abzeichnenden bauleitplanerischen Entscheidungen und sich anschlie\u00dfenden Prozessen, auf eine anderweitige \u00dcberplanung der alten Aar-Salzb\u00f6de-Bahn zu verzichten.<\/p>\n<p>Wir sind auch \u00fcberrascht, dass die Kurhessenbahn nun mit dieser Initiative vorstellig wird. Es zeigt aber auch, welches enorme Potenzial in der Aar-Salzb\u00f6de-Bahn zu stecken scheint, trotz der Tatsache, dass an einzelnen Stellen schon Fl\u00e4chen \u00fcberbaut wurden. Geben Sie den Verkehrsplanern der DB und anderen Kr\u00e4ften, geben Sie der Initiative des Kreisdezernenten Zachow eine Chance, geben Sie auch uns, dem Fahrgastverband PRO BAHN eine Chance.<\/p>\n<p>Zu einem konstruktiven Gespr\u00e4ch stehen wir gerne zur Verf\u00fcgung, wobei wir uns nicht nur f\u00fcr Bahnstrecken und ihre Fahrg\u00e4ste einsetzen, uns sind auch andere \u00f6ffentliche Verkehrsmittel wichtig, damit diese mit sinnvollen Konzepten die gesamte Region erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\nSoweit der Text des Briefes<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Unsere These:<\/span><\/p>\n<p><strong>Eine neue Salzb\u00f6debahn k\u00f6nnte dem negativen Trend entgegen treten und in der strukturschwachen Region des Lahn-Dill-Berglandes mit dem Kurort Bad Endbach vielleicht doch einen gewissen Aufschub bringen. Lassen wir doch mal Experten die Machbarkeit pr\u00fcfen, dann sehen wir weiter.<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_591\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/DSC00236-klein-600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-591\" class=\"size-medium wp-image-591\" alt=\"Der Bahnhof in Niederwalgern, einem Ortsteil der Gemeinde Weimar (Lahn), ein eigentlicher Keilbahnhof der alsbald auf seinen Ausbau wartet. Links geht die Main-Weser-Bahn Kassel-Marburg-Gie\u00dfen-Frankfurt (Main) vorbei und rechts zweigte die Aar-Salzb\u00f6de-Bahn nach Lohra, Gladenbach, Bad Endbach, Hartenrod und bis nach Herborn ab, wo sie nach 43 km auf die Dillstrecke m\u00fcndete. Auf einem Abschnitt von 19 km wird seit kurzem der Wiederaufbau diskutiert.\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/DSC00236-klein-600-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/DSC00236-klein-600-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/DSC00236-klein-600.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-591\" class=\"wp-caption-text\">Der Bahnhof in Niederwalgern, einem Ortsteil der Gemeinde Weimar (Lahn), ein eigentlicher Keilbahnhof der alsbald auf seinen Ausbau wartet. Links geht die Main-Weser-Bahn Kassel-Marburg-Gie\u00dfen-Frankfurt (Main) vorbei und rechts zweigte die Aar-Salzb\u00f6de-Bahn nach Lohra, Gladenbach, Bad Endbach, Hartenrod und bis nach Herborn ab, wo sie nach 43 km auf die Dillstrecke m\u00fcndete. Auf einem Abschnitt von 19 km wird seit kurzem der Wiederaufbau diskutiert.<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Machbarkeitsstudie ein negatives Ergebnis ergeben sollte, dann k\u00f6nnen die Fl\u00e4chen immer noch anderweitig \u00fcberplant bzw. weiter \u00fcberbaut werden. 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