{"id":5435,"date":"2018-05-05T02:32:16","date_gmt":"2018-05-05T00:32:16","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=5435"},"modified":"2018-05-15T10:51:34","modified_gmt":"2018-05-15T08:51:34","slug":"bahnausbau-zwischen-fulda-hanau-und-wuerzburg-mottgers-spange-vom-tisch-verbaende-der-arge-spessart-begruessen-variantenfokussierung-fuer-neubau-zwischen-gelnhausen-und-fulda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=5435","title":{"rendered":"Planungskorridor zwischen Fulda, Hanau und W\u00fcrzburg &#8211; Mottgers-Spange vom Tisch &#8211; Verb\u00e4nde der ArGe Spessart begr\u00fc\u00dfen Variantenfokussierung f\u00fcr Neubau zwischen Gelnhausen und Fulda"},"content":{"rendered":"<p><strong>2 Trassenverl\u00e4ufe nahe der bestehenden Kinzigtalstrecke haben im breit angelegten mehrj\u00e4hrigen Dialogprozess Vorrang erhalten.<\/strong><\/p>\n<p><strong>PRO BAHN, VCD, ProBahn&#038;Bus und BUND stellen fest &#8211; Nun ist Weg frei f\u00fcr weitere Planungsschritte<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_5436\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?attachment_id=5436\" rel=\"attachment wp-att-5436\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5436\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20170418_161825-klein-600-300x225.jpg\" alt=\"Ein ICE f\u00e4hrt von Fulda kommend durch Gelnhausen weiter nach Frankfurt am Main auf der Bestandsstrecke durchs Kinzigtal.\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-5436\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20170418_161825-klein-600-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20170418_161825-klein-600.jpg 599w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5436\" class=\"wp-caption-text\">Ein ICE f\u00e4hrt von Fulda kommend durch Gelnhausen weiter nach Frankfurt am Main auf der Bestandsstrecke durchs Kinzigtal.<\/p><\/div>\n<p>(Gelnhausen) Die von der Deutschen Bahn am 3.5.2018 in Gelnhausen im Rahmen der 12. Sitzung des Dialogforums zur ABS\/NBS Hanau &#8211; W\u00fcrzburg \/ Fulda vorgestellte und begr\u00fcndete Fokussierung auf die Varianten IV und VII wird von der Arbeitsgemeinschaft Bahndreieck Spessart im Grundsatz begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>Alle Spessart-Varianten I bis III haben sich im Zuge der Sachpr\u00fcfung als weniger tauglich bzw. gar verfahrenskritisch erwiesen und scheiden somit nach objektiven Kriterien aus den weiteren Pr\u00fcfverfahren aus. Mehrere Verkehrs- und Umweltverb\u00e4nde hatten seit den 1990er Jahren auf die absehbaren verkehrlichen, wirtschaftlichen und \u00f6kologischen Nachteile hingewiesen und insbesondere eine S\u00fcdkurve (sogenannte \u201eMottgers-Spange\u201c) vehement abgelehnt. <!--more--><\/p>\n<p>Nach dieser \u2013 im Rahmen des Bundesverkehrswegeplan (BVWP 2030) zun\u00e4chst noch offen gelassenen \u2013 Grundsatzentscheidung ist nunmehr ein gezielter Ausbau des \u201eS\u00fcdkorridors\u201c (Frankfurt\/M \u2013) Hanau \u2013 Aschaffenburg \u2013 Nantenbach (\u2013 W\u00fcrzburg) vertieft zu untersuchen. Nur so k\u00f6nnen die bestehenden Qualit\u00e4tsm\u00e4ngel und die sich abzeichnenden Kapazit\u00e4tsengp\u00e4sse beseitigt sowie im Fernverkehr k\u00fcrzere Fahrzeiten im Rahmen des k\u00fcnftigen \u201eDeutschland-Taktes\u201c erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p>Durch den Wegfall der besonders problematischen Variante I ist es nun endlich m\u00f6glich, den rasch und im Konsens zu realisierenden Ausbauabschnitt von Hanau bis zur Suchraumgrenze in Gelnhausen \u00fcber Gelnhausen hinaus bis Haitz-H\u00f6chst zu verl\u00e4ngern. Alle verbleibenden Neubauvarianten sind zwischen Gelnhausen und Haitz-H\u00f6chst deckungsgleich. Eine vorgezogene Planung und Finanzierung ist insbesondere mit Blick auf die l\u00e4rmvorbelasteten Gelnh\u00e4user Wohngebiete in Hanglagen geboten (Alte Leipziger Stra\u00dfe, Nippel, Taubengarten, Haitz und H\u00f6chst). Zugleich k\u00f6nnen der barrierefrei Umbau der Bahnsteige in Gelnhausen und Haitz-H\u00f6chst, die Planung von Weichen und Signalanlagen sowie Anpassungsma\u00dfnahmen im Stra\u00dfennetz nunmehr zeitnah vorangetrieben werden.<\/p>\n<p>Zur Optimierung der Variante IV im Abschnitt Haitz-H\u00f6chst bis Aufenauer Berg dr\u00e4ngen die Verb\u00e4nde nochmals auf eine vertieftere Betrachtung des B\u00fcndelungsansatzes, bei dem nicht nur die zwei Neubaugleise sondern auch die zwei Bestandsgleise zusammen mit der A66 ein kompaktes, optimiertes Verkehrsband in der Kinzigau bilden w\u00fcrden. Dadurch kann auf die gro\u00dfe Talbr\u00fccke s\u00fcdlich W\u00e4chtersbach in der bisher geplanten Form verzichtet werden, die Eingriffe im Bereich Kaltenborn\/Neu-Wirtheim w\u00e4ren \u00fcberfl\u00fcssig und es g\u00e4be sp\u00fcrbare Vorteile f\u00fcr den Regionalverkehr durch eine Verlegung des Bahnhofs Wirtheim sowie die Anhebung der Fahrtgeschwindigkeit von RegionalExpress-Z\u00fcgen auf durchgehend 160 km\/h.<\/p>\n<p>Zu pr\u00fcfen ist ferner die M\u00f6glichkeit einer Kombination der Varianten IV und VII im Bereich zwischen Schl\u00fcchtern und Flieden. Besonderer Wert wird auf die Schaffung leistungsf\u00e4higer Verkn\u00fcpfungen mit der Bestandsstrecke gelegt, um im Plan\u2013 bzw. St\u00f6rfall den Betrieb flexibler abwickeln zu k\u00f6nnen. Die DB wird angesichts von k\u00fcnftig erweiterten Regionalverkehrskonzepten sowie von Nutzungs\u2013 und Trassenkonflikten zwischen ICE- und G\u00fcterverkehren u.a. im Rahmen der Verkehrslenkung in Tagesrandlagen den S\u00fcdzulauf zwischen Flieden und dem wichtigen Knoten Fulda nochmals intensiv pr\u00fcfen m\u00fcssen. Hierbei darf auch der abschnittsweise Ausbau der Bestandsstrecke bis an die Bahnsteige in Fulda kein Tabu sein.<\/p>\n<p>Fazit: Auf dem Weg zu einem tragf\u00e4higen Gesamtkonzept f\u00fcr das Bahndreieck Spessart ist das bundesweit beispielhafte Dialogverfahren einen bedeutenden Schritt weiter gekommen. Ziel sollte sein, noch vor der Sommerpause 2018 eine optimierte Antragsvariante zu ermitteln, die von der DB in das formelle Raumordnungsverfahren eingebracht werden kann. Auf Basis des BVWP 2030 sowie den auf Bundesebene im Koalitionsvertrag formulierten Ma\u00dfnahmen f\u00fcr besseren L\u00e4rmschutz besteht damit die begr\u00fcndete Hoffnung, dass nach jahrelangem Planungsstillstand und vierj\u00e4hriger ergebnisoffener \u00d6ffentlichkeits-beteiligung die dr\u00fcckenden Engp\u00e4sse im Bahndreieck zwischen Fulda, Frankfurt und W\u00fcrzburg an zentraler Stelle im deutschen Schienennetz endlich so rasch wie m\u00f6glich beseitigt werden!<\/p>\n<p>F\u00fcr die Verb\u00e4nde:<br \/>\nChristian Behrendt, Pro Bahn &#038; Bus e.V.<br \/>\nHermann Bulheller, PRO BAHN Bayern e.V., Bezirksgruppe Unterfranken<br \/>\nThomas Elbert, BUND Naturschutz in Bayern e.V.<br \/>\nTheo Gr\u00fcnewald, VCD  Bayern, Kreisverband Aschaffenburg<br \/>\nTill Sch\u00e4fer, VCD-Landesverband Hessen e.V.<br \/>\nThomas Schwemmer, PRO BAHN Hessen e.V., RV Gro\u00dfraum Frankfurt e.V<\/p>\n<p>************************************************************************************<br \/>\nDie \u201eArbeitsgemeinschaft Bahndreieck Spessart\u201c wurde 2001 als projektbezogener, l\u00e4nder\u00fcbergreifender Zusammenschluss mehrerer Fahrgast- und Verkehrsverb\u00e4nde sowie dem BUND Naturschutz in Bayern gegr\u00fcndet. Gemeinsames Ziel ist es, im hessisch-bayerischen Raum zwischen Fulda, W\u00fcrzburg und Frankfurt am Main den Ausbau des Schienenverkehrs konstruktiv-kritisch zu begleiten und insbesondere bei der Umsetzung der Bundesverkehrswegeplanung die Interessen der Fahrg\u00e4ste und G\u00fcterverkehrskunden koordiniert einzubringen. Die die ARGE tragenden Verb\u00e4nde waren von Beginn an im Dialogforum und allen begleitenden Arbeitsgruppen (= fr\u00fche \u00d6ffentlichkeitsbeteiligung) eingebunden, dort regelm\u00e4\u00dfig anwesend und haben sich mit zahlreichen fachlichen Hinweisen und Einsch\u00e4tzungen konstruktiv eingebracht.<\/p>\n<p>Mitgliedsverb\u00e4nde der ARGE Bahndreieck Spessart:<br \/>\n    Pro Bahn &#038; Bus e.V. in Hessen<br \/>\n    PRO BAHN Hessen e.V. Regionalverband Gro\u00dfraum Frankfurt e.V.<br \/>\n    PRO BAHN Bayern e.V. Bezirksgruppe Unterfranken<br \/>\n    VCD Landesverband Hessen e.V.<br \/>\n    VCD Landesverband Bayern e.V.<br \/>\n    BUND Naturschutz in Bayern e.V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2 Trassenverl\u00e4ufe nahe der bestehenden Kinzigtalstrecke haben im breit angelegten mehrj\u00e4hrigen Dialogprozess Vorrang erhalten. 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