{"id":5443,"date":"2018-05-15T11:08:03","date_gmt":"2018-05-15T09:08:03","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=5443"},"modified":"2018-05-22T13:05:21","modified_gmt":"2018-05-22T11:05:21","slug":"pro-bahn-kritisiert-in-hessen-grosse-fortwaehrende-zugausfaelle-im-regionalverkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=5443","title":{"rendered":"PRO BAHN kritisiert in Hessen gro\u00dfe fortw\u00e4hrende Zugausf\u00e4lle im Regionalverkehr"},"content":{"rendered":"<p><strong>RB 40, RB 41 und RB 49 besonders von Ausf\u00e4llen sowie RB 10, RE 50, RB 51 und RE 30 besonders von Kapazit\u00e4tseinschr\u00e4nkungen betroffen.<\/strong><\/p>\n<p>Die Pendlerinnen und Pendler, die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die Studentinnen und Studenten, sie eint seit Monaten das eingreifende Schicksal, die unzureichende Bereitstellung von vertragsm\u00e4\u00dfigen Verkehrsleistungen im Schienenpersonennahverkehr in Hessen. Viele protestierende Fahrg\u00e4ste erreichen in diesen Tagen den PRO BAHN Landesverband Hessen via Mail und Telefon. <\/p>\n<p><div id=\"attachment_5444\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?attachment_id=5444\" rel=\"attachment wp-att-5444\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5444\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20160124_111937-ausgebessert-klein-600-300x225.jpg\" alt=\"Talent 2-Z\u00fcge des Mittelhessen-Express in Gie\u00dfen, links der RB 49 und rechts der RB 40, an welchem der RB 41 angekoppelt wird.\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-5444\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20160124_111937-ausgebessert-klein-600-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20160124_111937-ausgebessert-klein-600.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5444\" class=\"wp-caption-text\">Talent 2-Z\u00fcge des Mittelhessen-Express in Gie\u00dfen, links der RB 49 und rechts der RB 40, an welchem der RB 41 angekoppelt wird.<\/p><\/div><!--more--><\/p>\n<p>Wo sind aktuell die heftigsten Stellen? Nach einer Auswertung der Fahrgastvertreter trifft es im Moment am meisten den Mittelhessen-Express mit den Linien RB 40 (Frankfurt-Gie\u00dfen-Dillenburg), RB 41 (Frankfurt-Gie\u00dfen-Marburg-Stadtallendorf\/Treysa) und insbesondere die RB 49 (Hanau-Friedberg-Gie\u00dfen). Diese werden von \u201eDB Regio Mitte\u201c betrieben. Es ist einfach nicht mehr hinnehmbar, dass \u00fcber Wochen und Monate fortw\u00e4hrend ganze Uml\u00e4ufe im Fahrplan ausfallen, der Fahrgast sich erst sehr kurzfristig, teilweise nur am gleichen Tag, darauf einstellen kann, so der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Schwierigkeiten auch auf der Rheingaulinie, der RB 10, die von Frankfurt \u00fcber Wiesbaden, dann durch den Rheingau bis nach Koblenz bzw. Neuwied f\u00e4hrt und von der VIAS-Verkehrsgesellschaft betrieben wird. Es handelt sich neben der S-Bahn-Linie S 1 um die einzige kurzstreckige Regionalzugverbindung zwischen der Mainmetropole und der hessischen Landeshauptstadt. F\u00fcr den hessischen Teil der Strecke zwischen Kaub, Wiesbaden und Frankfurt soll eigentlich stets in zweier Traktion gefahren werden, d.h. zwei aneinander gekuppelte Triebwagen der Baureihe Flirt, da hier die hohe Auslastung die Erfordernis in deutlichem Ma\u00dfe nachweist. In vielen Uml\u00e4ufen findet der Fahrgast jedoch seit Monaten nur einen einteiligen Zug auf der RB 10 vor. <\/p>\n<div id=\"attachment_5449\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?attachment_id=5449\" rel=\"attachment wp-att-5449\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5449\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/DSC00638-klein-600-300x225.jpg\" alt=\"Ein Zug der Linie RB 10 (VIAS-Verkehrsgesellschaft \/ Rheingaulinie) f\u00e4hrt in den Bahnhof R\u00fcdesheim ein.\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-5449\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/DSC00638-klein-600-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/DSC00638-klein-600.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5449\" class=\"wp-caption-text\">Ein Zug der Linie RB 10 (VIAS-Verkehrsgesellschaft \/ Rheingaulinie) f\u00e4hrt in den Bahnhof R\u00fcdesheim ein.<\/p><\/div>\n<p>\u00c4hnliche Situationen kann man im Umlauf auf der Kinzigtalstrecke Frankfurt-Hanau-Gelnhausen-W\u00e4chtersbach-Fulda mit den Linien RE 50 und RB 51 beobachten. Die Linien werden in gemeinsamen Uml\u00e4ufen mit Doppelstockz\u00fcgen betrieben. Auf der Kinzigtalstrecke wie auch auf der Main-Weser-Bahn mit der RE 30 (Kassel-Marburg-Gie\u00dfen-Frankfurt) sind i.d.R. sechsteilige Doppelstockwagen im Einsatz, in Einzelf\u00e4llen auch siebenteilige. Nur ist j\u00fcngst zu beobachten, dass sich die Fahrten mit verk\u00fcrzten Z\u00fcgen auf den drei genannten Linien geh\u00e4uft haben. Schon die Herausnahme eines Doppelstock-Waggons f\u00fchrt auf den sehr stark ausgelasteten Linien unweigerlich zu Kapazit\u00e4tsproblemen insbesondere im Berufsverkehr.<\/p>\n<p>Dass wir vor gut drei Monaten eine extreme Grippewelle in Deutschland hatten und damit auch das Personal im Schienenverkehr knapp wurde, dies kann noch als befristete Begr\u00fcndung akzeptiert werden, da es in den ersten Wochen des Jahres 2018 die Breite der Gesellschaft betroffen hat und an allen Arbeitsst\u00e4tten deutlich sp\u00fcrbar war.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Fahrgastverband PRO BAHN ist das Problem hier nun ein anderes. Das Land Hessen, eigentlich zust\u00e4ndig f\u00fcr den Schienenpersonennahverkehr gem. Regionalisierungsgesetz, hat die Aufgabentr\u00e4gerschaft an die Verkehrsverb\u00fcnde RMV, NVV und VRN abgetreten. In deren Ausschreibungen der letzten 20 Jahre sind aufgrund der staatlicherseits stark eingegrenzten finanziellen Ressourcen f\u00fcr die einzelnen Linien und Linienb\u00fcndel zu wenige Fahrzeuge in dem Leistungsverzeichnis ausgeschrieben worden. Wenn man es wirklich mit der Verkehrswende ernst meint, man gro\u00dfen Bev\u00f6lkerungsgruppen wie Sch\u00fclern, Studenten und Landesbediensteten ein landesweites \u00d6PNV-Ticket zur Verf\u00fcgung stellt, dann muss man auch die Ausschreibungen entsprechend anpassen. Es kann und darf insbesondere nicht sein, dass \u00fcber den Regelfahrplan hinaus nur einzelne wenige zus\u00e4tzliche Triebwagen als Reserve (man spricht i.d.R. von 2-3 St\u00fcck) angeschafft werden. Die einzelnen Leistungserbringungen sind entweder gro\u00dfe Linienb\u00fcndel mit mehreren Regionalzuglinien oder lang laufende Regionalexpressverbindungen, die auch als verkn\u00fcpfendes Element zwischen dem Fernverkehr genutzt werden. Deshalb sieht des der PRO BAHN Landesverband Hessen als ein \u201eabsolutes Muss\u201c an, 4-6 bzw. auch mehr zus\u00e4tzliche Zuggarnituren pro Leistungserbringung als Reserve zu haben, da dies die Vergangenheit und Gegenwart offenkundig darlegt.<\/p>\n<p>Ein weiteres Problem sind die vielz\u00e4hligen verschiedenen Zug- bzw. Triebfahrzeugtypen, welche mittlerweile in Hessen ihren Dienst verrichten. Im Gegensatz zu Bundesl\u00e4ndern wie Niedersachsen habe es in Hessen f\u00fcr die Linienb\u00fcndel bzw. Linien stets nur singul\u00e4re Entscheidungen gegeben. Das beste neue Beispiel sei die Linie BB 75 (Wiesbaden-Mainz-Darmstadt-Aschaffenburg), die ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 von der Hessischen Landesbahn (HLB) betrieben werde. Hier komme ein Triebwagentyp zum Einsatz, der bislang in Hessen weder bei der HLB noch bei einem anderen ausf\u00fchrenden Unternehmen im Einsatz ist. Auch hier sind, wenn Wagen au\u00dfer Betrieb genommen werden, Kapazit\u00e4tsengp\u00e4sse und Zugausf\u00e4lle vorprogrammiert.<\/p>\n<p>Mehr Z\u00fcge und Triebwagen aber auch einen richtigen Fahrzeugpool, wie ihn Niedersachsen aufgebaut hat, diesen fordern die PRO BAHN-Vertreter auch f\u00fcr Hessen. Durch den Austausch von Nahverkehrstriebwagen f\u00fcr den Notfall durch die leistungserbringenden Verkehrsunternehmen (in Hessen DB, HLB, Cantus und VIAS) untereinander sowie die Ausschreibung gleicher Fahrzeugtypen w\u00e4re es m\u00f6glich, solche Situationen wie die aktuellen Ausf\u00e4lle und Einschr\u00e4nkungen in der Form und Gr\u00f6\u00dfe nicht mehr entstehen zu lassen. Auch die Hersteller m\u00fcssten mehr Anpassung mitbringen. So k\u00f6nne es nicht sein, das gleiche Fahrzeugtypen, die im Baujahr nur wenige Jahre voneinander abweichen, nicht mehr gekuppelt werden k\u00f6nnen. Alles in allem eine unbefriedigende Situation, f\u00fcr welche in Hessen in den n\u00e4chsten Monaten nachhaltige Probleml\u00f6sungen unbedingt gefunden werden m\u00fcssen, so der PRO BAHN Landesverband Hessen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>RB 40, RB 41 und RB 49 besonders von Ausf\u00e4llen sowie RB 10, RE 50, RB 51 und RE 30 besonders von Kapazit\u00e4tseinschr\u00e4nkungen betroffen. 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