{"id":5942,"date":"2018-12-05T13:54:31","date_gmt":"2018-12-05T11:54:31","guid":{"rendered":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=5942"},"modified":"2018-12-10T03:36:02","modified_gmt":"2018-12-10T01:36:02","slug":"kleine-tarifreform-beim-rmv-aber-nicht-der-erwartet-grosse-wurf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=5942","title":{"rendered":"Kleine Tarifreform beim RMV  &#8211; Aber nicht der erwartet gro\u00dfe Wurf"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20171224_144707-klein-500.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20171224_144707-klein-500-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5943\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20171224_144707-klein-500-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20171224_144707-klein-500.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Tarif-Preisliste-RMV-2019.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Tarif-Preisliste-RMV-2019-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5949\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Tarif-Preisliste-RMV-2019-212x300.jpg 212w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Tarif-Preisliste-RMV-2019-768x1086.jpg 768w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Tarif-Preisliste-RMV-2019-724x1024.jpg 724w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Tarif-Preisliste-RMV-2019.jpg 1240w\" sizes=\"(max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Der RMV \u00e4ndert seinen Tarif zum 09.12.18 &#8211; hier eine Analyse von PRO BAHN Hessen.<\/strong><\/p>\n<p>Zum 09. Dezember 2018, also gleichzeitig mit dem Fahrplanwechsel, treten die von vielen Fahrg\u00e4sten seit Jahren sehns\u00fcchtig erwarteten \u201epreislichen Verg\u00fcnstigungen f\u00fcr Fahrten im Nahbereich bei eingeschr\u00e4nkter r\u00e4umlicher G\u00fcltigkeit in Frankfurt\u201c, im Arbeitstitel als \u201eNachbarschaft Tickets\u201c bezeichnet, in Kraft.<br \/>\n <!--more--> Die zus\u00e4tzlichen Preisstufen (PS) verg\u00fcnstigen Fahrten aus dem unmittelbaren Umland in genau definierte zentrumferne Stadtgebiete um 16 bis maximal 34 Prozent. Hierzu musste das Tarifgebiet (TG) 50 (Stadtgebiet Frankfurt am Main) in zehn Waben (5001-5010) aufgeteilt werden. Die Grenzen der neuen TG stellen einmal der Main und die Nidda und zum anderen die Bezirksgrenzen dar. <\/p>\n<p>Dass Kurzstreckenfahrten im RMV \u00fcber die Tarifgrenze Frankfurt deutlich zu teuer sind, war ein Dauerbrenner der Diskussionen der letzten Jahrzehnte. Die jetzt ge-fundene L\u00f6sung kann man, so Wilfried Staub, Pressereferent des Fahrgastverban-des PRO BAHN, aber nicht unbedingt als den gro\u00dfen Wurf bezeichnen. Vom L\u00f6sungsansatz her ist die Initiative aber durchaus zu begr\u00fc\u00dfen, erleichtert sie das Portemonnaie einer Gruppe von Pendlern um den stattlichen Betrag von 25 \u20ac im Monat (bezogen auf die Differenz zwischen den PS 4 und 30). Staub begr\u00fcndet seinen Einwand damit, dass die Zerst\u00fcckelung des im internationalen Vergleich ohnehin nicht besonders gro\u00dfen TG Frankfurt den weltweiten Trend zur Schaffung m\u00f6glichst gr\u00f6\u00dferer und klar definierter Tarifzonen, \u00e4hnlich der gerade f\u00fcr M\u00fcnchen beschlossenen Vereinfachung, konterkariert. <\/p>\n<p>PRO BAHN hatte bereits vor Jahren einen Vorschlag zur Diskussion gestellt, der das gew\u00fcnschte Ziel von der anderen Seite anpackt. Einzelfahrscheine aus den in der Grafik 3 des RMV gr\u00fcn und blau markierten (und seit 1995 etablierten) Tarifgebieten in das gesamte Stadtgebiet von Frankfurt k\u00f6nnten sich auf 3,60 \u20ac (Vorschlag) verbilligen. Das Einnahmeergebnis w\u00fcrde dabei, was die durchschnittlich zur\u00fcckgelegte Strecke betrifft, in etwa mit der Stadtpreisstufe Frankfurt korrelieren.<br \/>\nDas L\u00f6sen eines korrekten Fahrscheins von den Randbezirken Frankfurts in die angrenzenden TG d\u00fcrfte sich bei dem RMV-Vorschlag relativ problemlos gestalten. In der umgekehrten Richtung wird es ma\u00dfgeblich darauf ankommen, wie intensiv die Busfahrer geschult werden und welche Geographiekenntnisse die Fahrg\u00e4ste aufweisen.<br \/>\nDie jetzt in Kraft tretende kleine Tarifreform betrifft zudem nur Fahrten von und nach Frankfurt. Die im Umland bekannten Tarifungereimtheiten und das TG Wiesbaden\/Mainz werden zun\u00e4chst leider nicht angepackt (Ausnahme Marburg), erg\u00e4nzt PRO BAHN Landesvorsitzender Thomas Kraft.<br \/>\nLeider wirft die vorgestellte Reform nach fl\u00fcchtigem Studium bereits erste Fragen auf. So ist nicht nachvollziehbar, warum Eschborn einen Sonderstatus genie\u00dft, <\/p>\n<p>aber das neu geschaffene Tarifgebiet 6639 (Sulzbach\/Liederbach) nicht, obwohl das Main Taunus Zentrum und der Ortsteil Unterliederbach nur einen Steinwurf voneinander getrennt sind. Eine f\u00fcnfmin\u00fctige Fahrt in das MTZ \u00fcber zwei Busstationen erm\u00e4\u00dfigt sich zwar von 4,90 \u20ac auf 4,10 \u20ac, bleibt jedoch deutlich unter dem Preis einer um eine Minute l\u00e4ngeren Fahrt mit der S-Bahn von Eschborn Mitte nach R\u00f6delheim f\u00fcr 3,20 \u20ac. Nicht nachvollziehbar ist auch, warum f\u00fcr eine Fahrt von Eschborn Mitte mit der S3 und der Tram 12 zu den Unikliniken in Frankfurt die PS 4 f\u00e4llig wird, w\u00e4hrend bei einer Weiterfahrt bis zur Endhaltestelle der Linie 12 nur die um 0,85 \u20ac g\u00fcnsti-gere Preisstufe 30 berechnet wird. <\/p>\n<p>Der im vergangenen Jahr eingef\u00fchrte H\u00e4rtefall bei bestimmten Fahrten von Frank-furt zum Gro\u00dfen Feldberg oder nach Schmitten wurde dadurch entsch\u00e4rft, dass anstelle der PS 5 (Einzelfahrt 8,50 \u20ac\/8,60 \u20ac) nunmehr die PS 40 (6,80 \u20ac) gilt. St\u00fcckelt man die Fahrt jedoch in zwei zul\u00e4ssige Einzelfahrscheine (Frankfurt \u2013 Grenz-haltestelle Niederursel \u2013 Gro\u00dfer Feldberg fallen nur 5,40 \u20ac\/5,45 \u20ac an. Gleiches gilt f\u00fcr die Relation Hanau \u2013 Kaiserlei \u2013 Frankfurt. Weiterhin f\u00e4llt auf, dass die Nidda, zum Beispiel bei der Haltestelle Tillystra\u00dfe, nicht die verbindliche Grenze darstellt. <\/p>\n<p>Erfreulich ist, dass man sich nicht, wie bei RMVsmart, auf eine bestimmte Route festlegen muss. Von Offenbach zur Frankfurter Hauptwache kann man zum glei-che verbilligten Preis den direkten Weg mit der S-Bahn als auch mit der Bahn den Umweg \u00fcber den S\u00fcdbahnhof durch die TG 5009 und 5010 nehmen. Zeitkarten-besitzer der PS 30 aus Offenbach d\u00fcrfen entsprechend der Aufstellung der freige-gebenen TG sogar bis zu den drei s\u00fcdlich des Mains gelegenen Haltestellen des Industrieparks H\u00f6chst fahren, allerdings nur unzul\u00e4ssiger Weise mit Umstieg in H\u00f6chst oder Flughafen. <\/p>\n<p>Es bleibt also noch etwas Korrekturbedarf und viel Aufkl\u00e4rungsarbeit, damit sich der von den Machern erhoffte Effekt auch tats\u00e4chlich einstellt. Die meisten Zeit-karteninhaber werden bei Fahrten nach Frankfurt wohl doch die unproblemati-schere und bew\u00e4hrte PS 4 beibehalten.<br \/>\nAnlage:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Tarif-Preisliste-RMV-2019.pdf\">Tarif-Preisliste RMV 2019<\/a><br \/>\nHier anhand dieser vom Fahrgastverband PRO BAHN erstellten Tabelle kann man die Ver\u00e4nderungen bei den einzelnen Preisstufen nachsehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der RMV \u00e4ndert seinen Tarif zum 09.12.18 &#8211; hier eine Analyse von PRO BAHN Hessen. Zum 09. 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