{"id":6176,"date":"2019-01-19T08:04:45","date_gmt":"2019-01-19T06:04:45","guid":{"rendered":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=6176"},"modified":"2019-01-31T08:08:14","modified_gmt":"2019-01-31T06:08:14","slug":"stockheimer-lieschen-muss-auch-vor-einem-weiteren-ausbau-besser-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=6176","title":{"rendered":"Stockheimer Lieschen muss auch vor einem weiteren Ausbau besser werden"},"content":{"rendered":"<p><strong>Niddertalbahn hat deutliche Fahrgastzuw\u00e4chse, insbesondere im Pendler- und Sch\u00fclerverkehr, jedoch die weitere technische Entwicklung und die angemessene Unterhaltung \u00fcber das Notwendige hinaus stockt.<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_2225\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC01857-klein-600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2225\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC01857-klein-600-300x225.jpg\" alt=\"Ein Siemens Desiro ist f\u00fcr die Linie RB 34 der Niddertalbahn auf der Einfahrt in den Bahnhof Stockheim in der Gemeinde Glauburg (Wetteraukreis).\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-2225\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC01857-klein-600-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC01857-klein-600.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2225\" class=\"wp-caption-text\">Ein Siemens Desiro ist f\u00fcr die Linie RB 34 der Niddertalbahn auf der Einfahrt in den Bahnhof Stockheim in der Gemeinde Glauburg (Wetteraukreis).<\/p><\/div>\n<p>In j\u00fcngerer Zeit h\u00e4ufen sich Beschwerden von Fahrg\u00e4sten auf dem sog. Stockheimer Lieschen, offiziell Niddertalbahn genannt. Sie verbindet den s\u00fcd\u00f6stlichen Wetteraukreis ab Glauburg-Stockheim \u00fcber dem Kreuzungsbahnhof Nidderau im Main-Kinzig-Kreis mit dem Bahnhof Bad Vilbel der Main-Weser-Bahn mit einigen Unterwegshalten auf einer L\u00e4nge von rund 31 km. Werktags so gut wie alle, samstags rund 60% der Leistung und auch einzelne Z\u00fcge am Wochenende sind bis zum Frankfurter Hauptbahnhof durchgebunden, weil sich der \u00f6stliche Wetteraukreis und der westliche Main-Kinzig-Kreis unmittelbares Einzugsgebiet der Mainmetropole Frankfurt sind. Die Pendlerzahlen aus diesen Kommunen sprechen eine deutliche Sprache.<!--more--><\/p>\n<p>Hier verkehren im Auftrag des Rhein-Main-Verkehrsverbundes Z\u00fcge von DB Regio Mitte, derzeit mit Dieseltriebwagen der Baureihe 642 (Desiro), meist in Mehrfachtraktion. Es erfolgte eine Direktvergabe an DB Regio Mitte, weil sich kein weiterer Bewerber fand. In die eingleisige Strecke wurde in den 2000er Jahren einiges investiert, so sind die Bahnsteige erneuert, leider zu hoch auf 76 cm erh\u00f6ht worden. Die Z\u00fcge der Baureihe 642 haben eine Einstiegh\u00f6he von 55 cm. <\/p>\n<p>Da sich die Fahrgastzahlen immer weiter nach oben entwickelten, st\u00e4rker noch als in anderen Teilen Hessens, sind seit 2002 auch zwei- bis dreiteilige Doppelstockwagen mit Dieselloks im Einsatz, welche aber nur in der Hauptverkehrszeit verkehren. Die Zahl der Fahrten, in denen die Doppelstockz\u00fcge im Einsatz sind, wurden zwischenzeitlich jedoch wieder reduziert. Es handelte sich um Doppelstockz\u00fcge der ersten Nachwendegeneration der 1990er Jahre, welche inzwischen einem Redesign unterzogen wurden und andernorts zum Einsatz kommen. Es wird im RMV-Gebiet jedes rollende Rad ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte ja sagen, dann sind die Menschen entlang des Stockheimer Lieschens doch gut ausgestattet. Dennoch  sagt der Alltag wohl etwas anderes. Die Dieseltriebwagen sind gebraucht in das Niddertal gekommen. Sie stammen aus Netzen in anderen Regionen Deutschlands, in denen die Deutsche Bahn Ausschreibungen verloren hat. Als die gebrauchten Triebwagen kamen, zeigte sich dies sehr offensichtlich, denn sie hatten keine Ausfahrstufen, so dass eine lange Zeit extra Personal an jeder der Bahnstationen bereitstehen musste, um den Menschen in den Zug helfen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Inzwischen sind die Triebwagen von Siemens Desiro nachger\u00fcstet. Die Fahrg\u00e4ste berichten jedoch inzwischen von vermehrten St\u00f6rungen und Zugausf\u00e4llen. Wie im sonstigen RMV-Netz sind gerade mal soviel Z\u00fcge bereitgestellt worden, wie man auf der Strecke ben\u00f6tigt. Von einer nennenswerten Zahl von Ersatz-Triebwagen kann keine Rede sein. Nun m\u00fcssen die Triebwagen Generaluntersuchungen unterzogen werden und das wirkt sich aktuell auf den Triebwagenbestand aus. Das ist aber nicht das einzige Problem, welches die Fahrg\u00e4ste dem PRO BAHN Landesverband Hessen \u00fcber das Empfangsportal \u201eFahrgastproblem\u201c schildern. Aufgrund fehlenden Personals wird auch das Reinigungsproblem vielfach geschildert, ebenso wie das Instandhaltungsproblem von Inneneinrichtungen wie Sitze und Toiletten.<\/p>\n<p>Alles das ist sehr sehr unbefriedigend, so der Fahrgastverband PRO BAHN. Die Niddertalbahn wird, weil sie auf Frankfurt am Main zul\u00e4uft, immer wieder mit weiteren Ausbauideen in Verbindung gebracht. Das klingt zwar sch\u00f6n aber die Fahrgastvertreter fordern kurzfristige Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>So fordert der PRO BAHN Landesverband Hessen die Pr\u00fcfung, inwieweit entweder als Neuanschaffung oder als Gebrauchtfahrzeuge aus Bestand zun\u00e4chst eine Erg\u00e4nzung zur Aufstockung der Gesamtflotte erfolgen kann. Neu auf die Strecke der Niddertalbahn gebrachte Triebwagen sollten  in jedem Fall die Einstiegh\u00f6he von 76 cm haben, weil auf der Gesamtstrecke (mit Ausnahme Bad Vilbel Gleis 6) alle Bahnsteige diese H\u00f6he aufweisen und in dieser urbanen Region endlich die Barrierefreiheit hergestellt werden muss. Schrittweise sollten nur noch 76 cm-Triebwagen die Strecke befahren.<\/p>\n<p>Der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen hat sich bei seinem j\u00fcngsten Regionaltreffen intensiv mit dem Thema befasst.<\/p>\n<p>Mittel- bis langfristig muss nat\u00fcrlich ein weiterer Ausbau der Strecke erfolgen. Dazu sieht man folgende Ma\u00dfnahmen als dringend erforderlich an:<br \/>\n&#8211; Mehr Kreuzungsbahnh\u00f6fe entlang der Strecke und evtl. auch l\u00e4ngere zweigleisige Abschnitte<br \/>\n&#8211; Elektrifizierung der Strecke<br \/>\n&#8211; Verl\u00e4ngerung von Bahnsteigen, um auch mit l\u00e4ngeren Z\u00fcgen, ggf. auch Einbindung in ein S-Bahn-System, selbst wenn nicht in den S-Bahn-Tunnel der Frankfurter Innenstadt eingefahren werden kann. Im Fahrzeugumlauf bei einer elektrifizierten Strecke kann eine Befahrung mit S-Bahn-Wagen, die zwangsl\u00e4ufig im Rhein-Main-Gebiet in gro\u00dfer Zahl vorhanden sind, durchaus von Vorteil sein.<br \/>\n&#8211; Einbindung der Stadt B\u00fcdingen in die Niddertalbahn. Bislang f\u00fchrt das Gleis der Niddertalbahn im Bahnhof Stockheim in Richtung Norden ein, weil sich dort fr\u00fcher die Anschlussstrecke in den Vogelsbergkreis nach Lauterbach anschloss. Deswegen m\u00fcsste der Zug, wenn er bis zur alten Kreisstadt B\u00fcdingen verl\u00e4ngert werden soll, bei dem heutigen baulichen Zustand die Fahrtrichtung wechseln. Um diesen Aufwand zu vermeiden, m\u00fcsste eine bauliche Ver\u00e4nderung erfolgen.<\/p>\n<p>Es gibt also viel zu tun, dies sowohl kurzfristig als auch langfristig. Der Fahrgastverband PRO BAHN verspricht, wir setzen uns f\u00fcr die Verbesserung auf der Niddertalbahn ein. Es ist eine bedeutsame Bahnstrecke in Hessen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Niddertalbahn hat deutliche Fahrgastzuw\u00e4chse, insbesondere im Pendler- und Sch\u00fclerverkehr, jedoch die weitere technische Entwicklung und die angemessene Unterhaltung \u00fcber das Notwendige hinaus stockt. In j\u00fcngerer Zeit h\u00e4ufen sich Beschwerden von Fahrg\u00e4sten auf dem sog. Stockheimer Lieschen, offiziell Niddertalbahn genannt. 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