{"id":6252,"date":"2019-04-07T16:48:32","date_gmt":"2019-04-07T14:48:32","guid":{"rendered":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=6252"},"modified":"2019-04-07T16:51:49","modified_gmt":"2019-04-07T14:51:49","slug":"pro-bahn-nordhessen-will-jedwede-ueberbauung-und-einen-radweg-auf-der-kanonenbahntrasse-verhindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=6252","title":{"rendered":"PRO BAHN Nordhessen will jedwede \u00dcberbauung und einen Radweg auf der Kanonenbahntrasse verhindern"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kommunalpolitik fehlt es an allgemeinen Informationen in Sachen verkehrspolitischer Entwicklung, sie richtet sich nur singul\u00e4r nach \u00f6rtlicher Situation in in den einzelnen Kommunen aus.<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_6253\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6253\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/DSC03953-klein-500-300x225.jpg\" alt=\"Die Kanonenbahn bei Frielendorf im Schwalm-Eder-Kreis.\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-6253\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/DSC03953-klein-500-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/DSC03953-klein-500.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-6253\" class=\"wp-caption-text\">Die Kanonenbahn bei Frielendorf im Schwalm-Eder-Kreis.<\/p><\/div>\n<p>Die Kanonenbahn, einst war sie im Personenverkehr in Betrieb und verband Eschwege mit Treysa \u00fcber Waldkappel, Malsfeld und Homberg (Efze). Die Stilllegung und der Niedergang, in Hessen \u00fcberdurchschnittlich betrieben im Asphaltzeitalter der 1970er und 1980er Jahre durch die Deutsche Bundesbahn, hat auch vor dieser Achse nicht Halt gemacht.<\/p>\n<p>Nun haben wir eine andere Zeitrechnung, ja wir haben schon die \u201ezweite Zeitrechnung der Umweltbewegung und Verkehrswende\u201c, nachdem die erste aus der Anfangszeit der Gr\u00fcnen ja seit Ende der 1990er Jahre ins Stocken geraten war. Leider ist dies noch nicht \u00fcberall in der Kommunalpolitik angekommen.<!--more--><\/p>\n<p>Die alte Kanonenbahn ist in ihren Abschnitten in einem unterschiedlichen Zustand. Der Abschnitt Eschwege-Waldkappel-Malsfeld ist quasi nicht mehr zu retten, zu viele Teilabschnitte sind abgetrennt und \u00fcberbaut.<\/p>\n<p>Der Abschnitt Malsfeld-Homberg (Efze) ist zwar ohne Gleisanlagen, jedoch die gesamte Kubartur, mit Ausnahme der kleinen L\u00fccke der Umgehung der B 323 um Homberg (Efze), noch vorhanden. <\/p>\n<p>Der Abschnitt (Homberg (Efze)-Treysa hat noch seine Gleisanlagen, die jedoch seit 2002 stillgelegt sind. Dies ist noch der Abschnitt, der offiziell noch gewidmete Eisenbahnliegenschaft ist<\/p>\n<p>Genau den Abschnitt Treysa-Malsfeld hat sich der PRO BAHN Regionalverband Nordhessen seit mehreren Jahren vorgenommen und m\u00f6chte ihn reaktiviert bzw. wieder aufgebaut sehen. Ein wesentlicher Unterschied besteht jedoch, es soll nicht in Malsfeld in die Bahnstrecke Richtung Bebra\/Beisef\u00f6rth eingefahren werden, sondern mit der neuen Gleisanlage nach Norden in Richtung Kassel\/Melsungen. So kann eine neue Direktverbindung mit Regionalz\u00fcgen von Schwalmstadt (Treysa) \u00fcber Homberg (Efze) und Melsungen nach Kassel-Wilhelmsh\u00f6he und Kassel Hbf. entstehen.<\/p>\n<p>Es ist zwar so, dass Gutachten von vor rund 10 Jahren eine negative Bewertung f\u00fcr den Abschnitt Homberg (Efze) bis Treysa ergeben haben, bei dem man an Guterverkehrsnutzung und touristische Nutzung dachte. Nur haben sich inzwischen die Bewertungsgrundlagen f\u00fcr die Nutzen-Kosten-Untersuchungen (NKU) vollkommen ge\u00e4ndert und eine durchg\u00e4ngige Achse Schwalmstadt-Homberg-Melsungen-Kassel ist nie in die Bewertung eingeflossen.<\/p>\n<p>Nun gibt es Begehrlichkeiten seitens des Schwalm-Eder-Kreises und diverser Kommunen entlang der Strecke, auf der gesamten Trasse einen Radweg anzulegen. Gegen dieses Vorhaben k\u00fcndigt der Fahrgastverband PRO BAHN schon heute seinen entschiedenen Widerstand an. Man hat nichts grunds\u00e4tzlich gegen Radwege auf Bahntrassen, bei welchen man wirklich sagen muss, dass sie auf Dauer nicht mehr f\u00fcr Bahnzwecke nutzbar sind. Jedoch muss man mal realisieren, dass das Potential an Radfahrtouristen auch irgendwann endlich ist und nicht jede alte Bahnstrecke unwiderbringlich zerst\u00f6rt und umfunktioniert werden kann. <\/p>\n<p>Zudem plant die Gemeinde Malsfeld einen Teil der Kanonenbahntrasse f\u00fcr den Bau einer Erschlie\u00dfungstrasse zu nutzen. Hier hat sich dankenswerter Weise eine B\u00fcrgerinitiative gebildet, die die Asphaltierung verhindern will.<\/p>\n<p>Seit 2016 ist eine Bestandsanalyse aller ehemaligen Bahnstrecken in Hessen erfolgt. Von \u00fcber 90 ehemaligen Trassen ist die Kanonenbahn Malsfeld-Treysa in die Kategorien der 22 n\u00e4her zu untersuchenden Trassen hineingekommen. Nun missachtet die Kommunalpolitik aktuell genau diese laufende Bewertung und will einfach vollendete Tatsachen schaffen, bevor ein Bahnbetrieb nochmals genau untersucht wird.<\/p>\n<p>Der PRO BAHN Regionalverband Nordhessen sieht es als seine unweigerliche Pflicht an, daf\u00fcr zu k\u00e4mpfen, dass die Bahntrasse Treysa-Homberg-Malsfeld\/Melsungen nach neuen Bewertungsverfahren n\u00e4her untersucht wird. Zumindest ist es wichtig, Bestand zu erhalten, um k\u00fcnftigen Generationen ihre Gestaltungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr einen umweltfreundlichen Verkehrsraum nicht durch vollschnelle Aktionen aktuell dauerhaft zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommunalpolitik fehlt es an allgemeinen Informationen in Sachen verkehrspolitischer Entwicklung, sie richtet sich nur singul\u00e4r nach \u00f6rtlicher Situation in in den einzelnen Kommunen aus. 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