{"id":634,"date":"2013-06-14T16:58:15","date_gmt":"2013-06-14T14:58:15","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=634"},"modified":"2013-06-17T17:30:54","modified_gmt":"2013-06-17T15:30:54","slug":"unfall-am-13-06-im-hessischen-ried-im-landkreis-bergstrase-ice-fuhr-gegen-einen-umgesturzten-baum-pro-bahn-kritisiert-krisenmanagement-der-deutschen-bahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=634","title":{"rendered":"Unfall am 13.06. im Hessischen Ried im Landkreis Bergstra\u00dfe &#8211; ICE fuhr gegen einen umgest\u00fcrzten Baum &#8211; PRO BAHN kritisiert Krisenmanagement der Deutschen Bahn"},"content":{"rendered":"<p>Sieben Stunden mussten die Fahrg\u00e4ste des ICE, welcher von K\u00f6ln nach Basel unterwegs war, auf freier Strecke der Riedbahn zwischen Gro\u00df-Rohrheim und Biblis im Kreis Bergstra\u00dfe, ausharren, bis sie den Zug verlassen konnten. Es ist unzumutbar, Menschen so lange in einem defekten Zug ausharren zu lassen, so der Fahrgastverband PRO BAHN. <\/p>\n<p><div id=\"attachment_637\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/DSC08298-klein600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-637\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/DSC08298-klein600-300x225.jpg\" alt=\"ICE 3 neben Regional-Express\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-637\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/DSC08298-klein600-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/DSC08298-klein600.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-637\" class=\"wp-caption-text\">Ein ICE 3, so wie er am Abend des 13.06. auch auf der Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim unterwegs war und bei Biblis verunfallte. Daneben ein Regional-Express, wie er auch auf der Riedbahn unterwegs ist.<\/p><\/div><!--more--><\/p>\n<p>\u00dcbereinstimmende Informationen verschiedener Quellen besagen, dass es \u201eewig\u201c dauerte, bis der Strom auf der defekten Oberleitung abgeschaltet war um  eine gefahrlose R\u00e4umung des Zuges zu erm\u00f6glichen. Dies ist wieder ein Fehler in der Organisationsstruktur der Deutschen Bahn. Die Kommunikationswege haben hier erneut versagt, wie bereits bei der Panne am Ostermontag, den 01.04.2013,  als ein ICE auf der Schnellfahrstrecke von Frankfurt nach K\u00f6ln bei Idstein (Rheingau-Taunus-Kreis) 4 Stunden, zeitweise ohne Licht, in einem Tunnel ausharren musste, bis Abhilfe kam. Die Parallelit\u00e4t der  Probleme l\u00e4sst den Schluss zu, dass es sich tats\u00e4chlich um ein systemimanentes Problem beim Notfallmanagement der Bahn handelt. <\/p>\n<p>Sicherheit gehe zwar vor und man d\u00fcrfe nicht dem Trugschluss unterliegen, eine herunter gefallene Oberleitung leite keinen Strom, im Gegenteil, Gerade wenn bei mehrgleisigen Strecken die Leitung \u00fcber dem anderen Gleis noch intakt sei, bestehe gr\u00f6\u00dfte Lebensgefahr. Die Freigabe muss deshalb in der Hand eines Verantwortlichen liegen und zwar eines Verantwortungstr\u00e4gers der Deutschen Bahn. Nur darf solch eine Freigabe nicht 7 Stunden auf sich warten lassen. <\/p>\n<p>Die vorhandenen Notfallpl\u00e4ne funktionierten im verunfallten ICE auf der Riedbahn nicht. Die Notversorgung mit Getr\u00e4nken w\u00e4hrend der 7 Stunden war unzureichend. Das Personal konnte im Zug vorhandene Rettungsger\u00e4te nicht bedienen. Im Zug vorhandene Leitern f\u00fcr den Notausstieg auf freier Strecke kamen nicht zum Einsatz. Erst die Ger\u00e4tschaften der Feuerwehr verhalfen den Fahrg\u00e4sten zum relativ gefahrlosen Ausstieg. <\/p>\n<p>Alles in allem ist festzustellen, dass hier durch den Sturm h\u00f6here Gewalt den Unfall verursachte welche nie zu 100 Prozent kalkulierbar sein wird. Jedoch m\u00fcssen die Strukturen und die Kommunikation zwischen den selbst\u00e4ndigen Unternehmensteilen im Konzern Deutsche Bahn besser, effektiver und schneller zum Handeln in Notf\u00e4llen aufeinander abgestimmt sein. Weiterhin sind f\u00fcr alle Bahnstrecken regelm\u00e4\u00dfige Notfall\u00fcbungen erforderlich, um auf jedweden Einsatzfall vorbereitet zu sein. Das Personal im Zug muss besser ausgebildet werden. Nur so k\u00f6nnen hinnehmbare Reaktionszeiten im Ungl\u00fccksfall erreicht werden.<\/p>\n<p>Des Weiteren m\u00fcsse \u00fcberpr\u00fcft werden, ob der zugelassene Bewuchs an Bahnstrecken, den man in den letzten Jahrzehnten immer mehr hat aufkommen lassen, der Sicherheit der Fahrg\u00e4ste gegen\u00fcber dienlich sei, wenn, wie heute, weite Streckenabschnitte nicht erreicht werden.<\/p>\n<p>Es gibt noch viel zu tun. Man kann von Gl\u00fcck sagen, dass sowohl bei dem aktuellen ICE-Unfall am  13.06.2013 vor Biblis als auch bei der ICE-Panne am 01.04.2013 nahe Idstein niemand ernstlich verletzt wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sieben Stunden mussten die Fahrg\u00e4ste des ICE, welcher von K\u00f6ln nach Basel unterwegs war, auf freier Strecke der Riedbahn zwischen Gro\u00df-Rohrheim und Biblis im Kreis Bergstra\u00dfe, ausharren, bis sie den Zug verlassen konnten. 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