{"id":6462,"date":"2019-06-19T17:04:47","date_gmt":"2019-06-19T15:04:47","guid":{"rendered":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=6462"},"modified":"2019-06-20T10:25:14","modified_gmt":"2019-06-20T08:25:14","slug":"pro-bahn-hessen-kritisiert-den-adac-wegen-der-studie-zu-unterschiedlichen-fahrpreisen-in-grossstaedten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=6462","title":{"rendered":"PRO BAHN Hessen kritisiert den ADAC wegen der Studie zu unterschiedlichen Fahrpreisen in Gro\u00dfst\u00e4dten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20171224_144707-klein-500-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignright size-medium wp-image-5943\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20171224_144707-klein-500-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20171224_144707-klein-500.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Als eine auf mangelhafter Grundlage basierende Studie bezeichnet der PRO BAHN Landesverband Hessen die Ver\u00f6ffentlichung des Allgemeinen Deutschen Automobil Clubs ADAC \u00fcber den Vergleich verschiedener Tickets in ausgew\u00e4hlten deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten. <\/p>\n<p>Der Eindruck, als sei der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) teuer, k\u00f6nne ohne eine eingehende Differenzierung nicht so stehen bleiben und m\u00fcsse als vorschnelle pauschale Wertung bezeichnet werden. PRO BAHN Hessen ist mit den Gegebenheiten auch nicht vollumf\u00e4nglich zufrieden, f\u00e4llt jedoch nicht solch pauschale Urteile wie der ADAC.<!--more--><\/p>\n<p>Das Problem, weswegen die Tickets in einer Stadt bzw. einem Verkehrsverbund verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig g\u00fcnstig oder teuer sind, h\u00e4nge in wesentlichem davon ab, wie stark sich die Aufgabentr\u00e4ger, ob die Bundesl\u00e4nder f\u00fcr den Schienenpersonennahverkehr oder die St\u00e4dte und Landkreise f\u00fcr lokale Netze an der Mitfinanzierung des laufenden Betriebs durch \u00f6ffentliche Gelder beteiligten. Durch eine verfehlte Verkehrspolitik in Hessen seit Ende der 1990er Jahre bis 2014 musste der RMV 56% seines erforderlichen Gesamtbudgets zur Abwicklung von laufendem Betrieb und Administration aus Fahrgeldeinnahmen aufbringen, nur 44% sind \u00fcber Jahre somit aus \u00f6ffentlichen Haushaltsmitteln gedeckt worden. Ganz anders in Sachsen-Anhalt bei der \u201eNaSA \u2013 Nahverkehr Sachsen-Anhalt\u201c, in deren Gesch\u00e4ftsbereich nur 18% aus Fahrgeldeinnahmen und 82% aus Steuermitteln finanziert werden. <\/p>\n<p>Auch bei Angeboten wie der Tageskarte und der Monatskarte werden \u00c4pfel mit Birnen verglichen, so der Fahrgastverband weiter. Es gebe unterschiedliche Voraussetzungen, in welchen F\u00e4llen \u00fcberhaupt noch das L\u00f6sen eines Einzeltickets notwendig ist. <\/p>\n<p>Monatskarte ist nicht gleich Monatskarte, wenn man die Verkehrsverb\u00fcnde miteinander vergleicht. So kann man z.B. bei der Monatskarte des RMV ab 19:00 Uhr sowie am Wochenende ganzt\u00e4gig eine zweite Person kostenlos mitnehmen. Zudem ist die Monatskarte und die Jahreskarte, wenn es sich um die klassische Form beim RMV handelt, auf jede andere Person \u00fcbertragbar, also nicht nur Familienmitglieder. Das ist in anderen St\u00e4dten, in anderen Verkehrsverb\u00fcnden so nicht gegeben. Dort gibt es wieder andere Sonderregelungen. Daher kann man das nicht miteinander vergleichen und wir stellen solch einen Vergleich so platt und pauschal nicht an.<\/p>\n<p>Es gibt schon bei der einzelnen Nutzung bzw. Hin- und R\u00fcckfahrt Unterschiede. Im RMV lohnt sich schon eine Tageskarte, wenn man eine Hin- und R\u00fcckfahrt auf gleicher Strecke bzw. in den gleichen Tarifwaben unternimmt. Da sind zwei Einzelfahrscheine schon teurer und mit der Tageskarte kann man noch mehr unternehmen. Bei der Gruppentageskarte lohnt es sich schon diese zu l\u00f6sen, wenn man mit zwei Personen unterwegs ist. Also auch hier eine deutliche Ersparnis bereits bei Alltagsangelegenheiten, welche es so in anderen St\u00e4dten, in anderen Verkehrsverb\u00fcnden nicht gibt.<\/p>\n<p>Die Beispiele, dass der pauschale Vergleich zwischen den Gro\u00dfst\u00e4dten deutlich hinkt, diese lassen sich noch weiter fortsetzen.<\/p>\n<p>Ungeachtet dessen sieht der PRO BAHN Landesverband Hessen schon die Situation, dass aus Sicht des Fahrgastes seit Bestehen des RMV jedes Jahr die Tickets um durchschnittlich 3% teurer geworden sind. Der Anteil der Finanzierung aus \u00f6ffentlichen Haushalten muss in den n\u00e4chsten Jahren auch in Hessen schrittweise angehoben werden, der Anteil der Fahrgeldeinnahmen sinken, um so nicht in eine weitere Aufw\u00e4rtsspirale zu geraten, dass \u00f6ffentliche Mobilit\u00e4t immer teurer wird. Seit 2014 habe sich der Trend in Hessen auch umgekehrt, so PRO BAHN Landesverband Hessen. Flatratetickets wie das Landessch\u00fclerticket, das Landesbedienstetenticket und das Landesseniorenticket und auch die bessere Absicherung der Jobtickets seien richtige Entscheidungen hin zu einer besseren Akzeptanz des \u00d6ffentlichen Personennahverkehrs im Bundesland. Man sei aber erst am Anfang der Wegstrecke.<\/p>\n<p>Fazit ist, ein Automobilclub, der sich ja dadurch auszeichnet, als Zweck niedergeschrieben zu haben, die Interessen der Autofahrer zu vertreten, h\u00e4tte besser nicht alleine eine solche Studie in Auftrag zu geben und sich der Mitwirkung von Fachverb\u00e4nden aus der Mitte der Gesellschaft zu bedient, wie dies beim Fahrgastverband PRO BAHN der Fall ist. Vielleicht solle aber auch nur suggeriert werden, dass \u00d6PNV teuer und das billigste weiterhin das Auto ist und bleibt, so die Fahrgastvertreter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als eine auf mangelhafter Grundlage basierende Studie bezeichnet der PRO BAHN Landesverband Hessen die Ver\u00f6ffentlichung des Allgemeinen Deutschen Automobil Clubs ADAC \u00fcber den Vergleich verschiedener Tickets in ausgew\u00e4hlten deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten. 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