{"id":6692,"date":"2019-11-11T00:32:27","date_gmt":"2019-11-10T22:32:27","guid":{"rendered":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=6692"},"modified":"2019-11-11T00:42:40","modified_gmt":"2019-11-10T22:42:40","slug":"pro-bahn-starkenburg-begruesst-die-aktuellen-entwicklungen-im-heppenheimer-oepnv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=6692","title":{"rendered":"PRO BAHN Starkenburg begr\u00fc\u00dft die aktuellen Entwicklungen im Heppenheimer \u00d6PNV."},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180827_164017-klein-500-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5710\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180827_164017-klein-500-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180827_164017-klein-500.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>PRO BAHN begr\u00fc\u00dft die aktuellen Entwicklungen im Heppenheimer \u00d6PNV. Unkoordinierte Einzelma\u00dfnahmen allein werden aber nicht von Erfolg gekr\u00f6nt werden. Weiterhin Handlungsbedarf durch unausgesch\u00f6pfte Verbesserungspotenziale. Beteiligung von B\u00fcrgern und Verb\u00e4nden an Neukonzeptionen sollte verbessert werden.<\/p>\n<p>Angesichts aktueller Entwicklungen im Heppenheimer \u00d6PNV meldet sich der Regionalverband Starkenburg des Fahrgastverbandes PRO BAHN zu Wort. Sehr erfreulich ist nach Einsch\u00e4tzung des Verbandes, dass sich die Stadtpolitik eine VRN-Preisstufe 0 einf\u00fchren m\u00f6chte, einem g\u00fcnstigeren Tarif f\u00fcr innerst\u00e4dtische Fahrten. Damit folgt Heppenheim den Vorbildern B\u00fcrstadt und Viernheim. \u201eG\u00fcnstigere Fahrpreise im \u00d6PNV sind ein wichtiger Nutzungsanreiz f\u00fcr den \u00d6PNV. <!--more--><\/p>\n<p>Die von B\u00fcrgermeister Burelbach formulierte Hoffnung, dass allein dadurch die Fahrgastzahlen steigen und sich die Mehrkosten langfristig amortisieren, muss allerdings mit Vorsicht betrachtet werden\u201c, gibt Peter Castellanos, Vorsitzender des PRO BAHN Regionalverbands Starkenburg und gelernter Verkehrsplaner f\u00fcr \u00d6PNV zu bedenken [1]. \u201eViel entscheidender f\u00fcr die Akzeptanz \u00f6ffentlicher Verkehrsmittel, ist n\u00e4mlich die Qualit\u00e4t des Angebots. Ohne intelligentes Konzept w\u00e4re auch ein fahrscheinloser \u00d6PNV vollkommen nutzlos.\u201c Nach Einsch\u00e4tzung des Fahrgastverbandes besteht in Heppenheim leider noch ein zu gro\u00dfer Handlungsbedarf in grundlegenden Fragen der \u00d6PNV-Gestaltung. Die bisherigen Angebotsausweitungen der Regionalbuslinien 643, 667 und 669 sowie der erkennbar gute Wille der Stadt, den Stadtbus durch andere Linienf\u00fchrungen und mehr Haltestellen im Stadtgebiet zu optimieren, sind zu begr\u00fc\u00dfen. Als Beispiel ist hier die vorausschauende Einbindung der Nordstadt II zu nennen. Leider ist aber noch l\u00e4ngst kein Zustand erreicht, den man als \u201ewahlkundenkompatibel\u201c bezeichnen kann. Pro Bahn skizziert folgende wichtige Themen des Heppenheimer \u00d6PNV: <\/p>\n<p>\uf0a7 Der schlecht erlernbare 45-Minuten-Takt auf den Stadtbuslinien sowie schwierig zu erreichende Gebiete in der Stadt (z.B. Opelstra\u00dfe und Eichendorff-\/Gymnasiumstra\u00dfe). Gleichzeitig bedient der Stadtbus das Kreiskrankenhaus, das eigentlich schon durch die Linien 669 und 643 attraktiv angebunden ist. PRO BAHN empfiehlt mindestens einen 30-Minuten-Takt auf den Stadtbuslinien mit einer fahrplanstabilen Linienf\u00fchrung &#8211; ein gut gemeintes Konzept aus dem Dezember 2018 war durch seine zu sportlichen Fahrzeiten zum Scheitern verurteilt.<\/p>\n<p>\uf0a7 In Kirschhausen fehlt im Bereich Sudetenstra\u00dfe noch immer eine Haltestelle f\u00fcr die Linie 667. Damit ist etwa ein Viertel der Kirschh\u00e4user Bev\u00f6lkerung vom \u00d6PNV abgeh\u00e4ngt. Lange Fu\u00dfwege zu Haltestellen sind nicht barrierefrei und nicht nutzergerecht. Steht das Auto in der Einfahrt vor der Haust\u00fcr, beeindruckt man niemanden mit Fu\u00dfwegen von \u00fcber 400 Metern zur n\u00e4chsten Bushaltestelle. \u201eEs ist weder dem Kunden noch der Wirtschaftlichkeit des \u00d6PNV geholfen, wenn der Bus an seinen Potenzialen vorbeif\u00e4hrt\u201c, bem\u00e4ngelt Castellanos den konkreten Fall. \uf0a7 Die potenzialstarken Stadtteile Unter-Hambach (ca. 1600 Einwohner) und Sonderbach (ca. 700 Einwohner) sind derzeit unzureichend nur per Schulbus und Ruftaxi angebunden. Das Ruftaxi ist eigentlich ein Instrument, um eine bezahlbare Daseinsvorsorge in potenzialschwachen Gebieten sicherzustellen. Durch die Vorbestellfrist von \u00fcber einer Stunde ist es f\u00fcr den Nutzer zu unflexibel und damit keine attraktive Alternative zum Privat-Pkw. Einwohnerstarke Stadtteile sollten daher mit fest bedienten Buslinien angebunden werden.<\/p>\n<p>\uf0a7 Im Ruftaxi sind Fahrkarten des RMV-VRN-\u00dcbergangstarifs ung\u00fcltig. Damit werden unter anderem rund die H\u00e4lfte aller Heppenheimer Berufspendler mit Jobticket sowie alle RMV-Semesterticketinhaber mit Nutzungsberechtigung f\u00fcr den \u00dcbergangstarif von der zuschlagsfreien Nutzung des Ruftaxis ausgeschlossen. Hierzu hat PRO BAHN bereits vor einem Jahr &#8211; nur scheinbar erfolgreich &#8211; einen Antrag in den Fahrgastbeirat des Kreises Bergstra\u00dfe eingebracht [2]. Getan hat sich bisher weder seitens des Kreises, noch vonseiten der Stadt nichts.<br \/>\n\uf0a7 Derzeit ist geplant, dass der Stadtbus \u2013 sobald die Stra\u00dfen in der Nordstadt II befahrbar sind \u2013 \u00fcber die Rebenstra\u00dfe fahren soll. Dieser Bereich, ist schon heute teilweise durch die Linie 669 erschlossen. Aus Sicht von PRO BAHN sollte daher die parallellaufende bisher unerschlossene Bl\u00fctenstra\u00dfe bedient werden. Dadurch w\u00fcrde die \u201eRessource Stadtbus\u201c effektiver eingesetzt und neue Potenziale f\u00fcr den \u00d6PNV erschlossen.<br \/>\n\uf0a7 Der Stadtteil Kirschhausen (ca. 1900 Einwohner) ist nur durch umst\u00e4ndliche und zeitraubende Umstiege mit der Tiergartenstra\u00dfe, wo sich bekanntlich viele Einkaufsm\u00f6glichkeiten und Arbeitspl\u00e4tze tummeln, verbunden. Die aus Richtung F\u00fcrth kommende Linie 667 sollte daher mittelfristig \u00fcber den Bahnhof Heppenheim und die Tiergartenstra\u00dfe zum Kreiskrankenhaus verl\u00e4ngert werden. Eine Verl\u00e4ngerung dieser Linie bis Lampertheim sollte auch gepr\u00fcft werden. Schlie\u00dflich w\u00fcrden damit viele wichtige Orte in Heppenheim regional umsteigefrei erreichbar werden. Angesichts der vielen Detailthemen und etlichen Ineffizienzen zwischen Stadt- und Regionalbuslinien bef\u00fcrwortet PRO BAHN ein Gutachten mit dem Ziel einer Neuplanung aller Heppenheimer \u00d6PNV-Linien. Die Regional- und Stadtbuslinien sollen sinnvoll aufeinander abgestimmt und das Ruftaxi kundengerecht weiterentwickelt werden, sodass sich ein intelligentes Gesamtkonzept ergibt. Der Fachverband Pro Bahn Starkenburg m\u00f6chte gerne seine Erfahrungen und Kenntnisse vor Ort in die Planungen einflie\u00dfen lassen &#8211; wenn er schon bei der Neukonzeption des Heppenheimer Stadtbusses nicht beteiligt worden war. \u201eHier w\u00fcnschen wir uns von Seiten der Stadt mehr Raum, um Innovationen zu diskutieren. Viele unserer Vorschl\u00e4ge lassen sich auch ohne gro\u00dfen Aufwand realisieren\u201c, so Castellanos abschlie\u00dfend. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PRO BAHN begr\u00fc\u00dft die aktuellen Entwicklungen im Heppenheimer \u00d6PNV. Unkoordinierte Einzelma\u00dfnahmen allein werden aber nicht von Erfolg gekr\u00f6nt werden. Weiterhin Handlungsbedarf durch unausgesch\u00f6pfte Verbesserungspotenziale. 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