{"id":6968,"date":"2020-03-03T23:30:14","date_gmt":"2020-03-03T21:30:14","guid":{"rendered":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=6968"},"modified":"2020-03-03T23:30:59","modified_gmt":"2020-03-03T21:30:59","slug":"regionalverbaende-des-fahrgastverbandes-pro-bahn-werfen-landesverkehrs-minister-al-wazir-einseitige-politik-und-falsches-zahlenspiel-bei-den-schieneninvestitionen-vor-da-nur-in-und-um-frankfurt-inves","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=6968","title":{"rendered":"Regionalverb\u00e4nde des Fahrgastverbandes PRO BAHN werfen Landesverkehrs-minister Al-Wazir einseitige Politik und falsches Zahlenspiel bei den Schieneninvestitionen vor, da nur in und um Frankfurt investiert werden soll"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_2507\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC02945-klein-600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2507\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC02945-klein-600-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-2507\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC02945-klein-600-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC02945-klein-600.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2507\" class=\"wp-caption-text\">Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister f\u00fcr Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.<\/p><\/div>\n<p>Die PRO BAHN Regionalverb\u00e4nde Mittelhessen, Nordhessen und Osthessen \u00fcben deutlichen Protest angesichts der am 06.02.2020 verlautbaren Mitteilung des Hess. Verkehrsministers Al-Wazir, dass 20 Milliarden Euro als Rekordinvestition in die Schiene gesteckt werden. Dies sei durch und durch eine verkl\u00e4rende Mogelpackung mit medialer Irref\u00fchrung.<!--more--><\/p>\n<p>Al-Wazir offenbare deutlich, dass er f\u00fcr das Fl\u00e4chenland Hessen wenig empfinde. Anders kann man es nicht deuten, dass fast alle von ihm aufgez\u00e4hlten Projekte in und um die Metropole Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet zu finden seien. Lediglich die G\u00fcterverkehrskurve Kassel und eine rudiment\u00e4re Ert\u00fcchtigung von einzelnen wenigen Bahnsteigen und Bahn\u00fcberg\u00e4ngen auf der Strecke Marburg-Frankenberg-Korbach seien in der Liste au\u00dferhalb des Frankfurter Speckg\u00fcrtels zu finden. Al-Wazir setze damit sein zentralistisches einseitiges Augenmerk fort, welches er mit dem Stichwort \u201eFrankfurter Bogen\u201c auch vor wenigen Monaten ge\u00e4u\u00dfert habe. \u201eF\u00fcr ihn gelten nur die Menschen in der Entfernung von 30 Zugfahrtminuten zum Frankfurter Hauptbahnhof etwas\u201c, so der Fahrgastverband PRO BAHN w\u00e4hrend der Regionalversammlung in Gie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die schwarz-gr\u00fcne Landesregierung offenbart damit ihre einseitige Ausrichtung, welche nicht mehr auf einem breiten gesellschaftlichen Konsens der verschiedenen Regionen in Urbanit\u00e4t und Land beruhe. Anscheinend sei es in der Landespolitik nicht angekommen, dass man im \u201eFrankfurter Bogen\u201c keine bezahlbare Wohnung mehr finde und der Wohnungsbau nicht soweit gesteigert werden k\u00f6nne, dass sich in absehbarer Zeit die Lage entspanne. 60-90 Minuten pendeln zum Arbeitsplatz werde es auch in Zukunft massenhaft geben. Es k\u00f6nnen nicht alle Hessen in und um Frankfurt wohnen.<\/p>\n<p>Die PRO BAHN Regionalverb\u00e4nde Mittelhessen, Nordhessen und Osthessen vermissen in der Liste Projekte wie viele Bahnstationsausbauten in den drei hessischen Regionen aber auch z.B. die Lumdatalbahn im Landkreis Gie\u00dfen, die Herkulesbahn in Kassel, die Naumburger Bahn bzw. den Abschnitt der Lossetalbahn im S\u00fcden Kassels. Die in Gie\u00dfen zusammengekommenen PRO BAHN-Vertreter suchen aber auch vergeblich Akzente zur \u00fcberlasteten Odenwaldbahn im S\u00fcden Hessens. Eine Liste von fr\u00fcheren Bahnstrecken, welche entweder reaktiviert bzw. wiederaufgebaut werden k\u00f6nnen, biete beste M\u00f6glichkeiten, nun endlich die Verkehrswende umzusetzen. Das Argument, dass in der Liste nur baureifere Projekte enthalten sind, greife nicht, weil z.B. die Horlofftalbahn in keinem besseren Pr\u00fcfungsstatus sei als die Lumdatalbahn. Zudem liege die Machbarkeitsstudie f\u00fcr den Frankfurter Fernbahntunnel erst Mitte 2021 vor.<\/p>\n<p>Erschreckend sei, dass in dieser 20 Milliarden-Pr\u00e4sentation des Verkehrsministeriums alles in einem Topf geworfen werde. Da liste man die U2 in Bad Homburg, eine rein kommunale Investition, neben der Reaktivierung der Horlofftalbahn, der Elektrifizierung der Taunusbahn, beides Regionalverkehr als Landesaufgabe. Dazu geselle sich in der Liste der Fernbahntunnel sowie eine geplante G\u00fcterverkehrsstrecke als Aufgabe des Bundes. Wenn die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger gegen\u00fcber Politik und Wirtschaft so argumentierten, werde man in die unfachm\u00e4nnische Schmuddelecke gestellt. Von ministerieller Seite d\u00fcrfe man aber seltsamer Weise diese \u201eVermischung von Fakten\u201c ausrufen.<\/p>\n<p>Fazit sei, Minister Al-Wazir und mit ihm der RMV, sie produzieren immer \u00f6fters nur eigenwirksame Schlagzeilen f\u00fcr die Medien, anstatt wirklich eine fl\u00e4chendeckende Umwelt- und Verkehrspolitik gegen den Klimawandel und gegen die Entv\u00f6lkerung hunderter Ortschaften und kreisweiter Landstriche auszugestalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die PRO BAHN Regionalverb\u00e4nde Mittelhessen, Nordhessen und Osthessen \u00fcben deutlichen Protest angesichts der am 06.02.2020 verlautbaren Mitteilung des Hess. Verkehrsministers Al-Wazir, dass 20 Milliarden Euro als Rekordinvestition in die Schiene gesteckt werden. 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