{"id":7629,"date":"2020-12-21T02:04:01","date_gmt":"2020-12-21T00:04:01","guid":{"rendered":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=7629"},"modified":"2021-01-15T11:27:17","modified_gmt":"2021-01-15T09:27:17","slug":"pro-bahn-widerspricht-dem-adfc-zug-von-homberg-nach-treysa-kann-sehr-wohl-deutlichen-vorteil-zur-besseren-oepnv-erschliessung-erreichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=7629","title":{"rendered":"PRO BAHN widerspricht dem ADFC &#8211;  Zug von Homberg nach Treysa kann sehr wohl deutlichen Vorteil zur besseren \u00d6PNV-Erschlie\u00dfung erreichen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_6253\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/DSC03953-klein-500.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6253\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/DSC03953-klein-500-300x225.jpg\" alt=\"Die Kanonenbahn bei Frielendorf im Schwalm-Eder-Kreis.\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-6253\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/DSC03953-klein-500-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/DSC03953-klein-500.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6253\" class=\"wp-caption-text\">Die Kanonenbahn bei Frielendorf im Schwalm-Eder-Kreis.<\/p><\/div>\n<p>Auf sehr viel Unverst\u00e4ndnis sto\u00dfen die Aussagen des ADFC-Kreisverbandes Schwalm-Eder, der den Abbau der Gleisanlagen auf der Kanonenbahn zwischen Treysa und Homberg fordert und einen Radweg darauf errichtet haben m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Der Zorn ist beim PRO BAHN Regionalverband Nordhessen umso gr\u00f6\u00dfer, als dass der ADFC auf Landesebene einer der Beteiligten ist, um ein Gesamtkonzept zur Verkehrswende f\u00fcr Hessen zu erstellen. Genau die Reaktivierung der Kanonenbahn Treysa-Homberg ist dabei Teil einer alternativen Verkehrsplanung. Man bezieht sich dabei auf zwei Studien, die des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen und die von Hessen Mobil \u201eBestandsaufnahme stillgelegter Bahnstrecken\u201c.  Wenn sogar von der Verkehrswirtschaft die Botschaft kommt, dass man die nordhessische Kanonenbahn f\u00fcr sinnvoll reaktivierbar h\u00e4lt, ist es umso unverst\u00e4ndlicher, wie einseitig und undifferenziert seitens des ADFC-Kreisverbandes argumentiert wird.<!--more--><\/p>\n<p>PRO BAHN Nordhessen motiviert die B\u00fcrgerinitiative \u201eRettet die nordhessische Kanonenbahn\u201c, weiterhin an ihren Zielen festzuhalten und sagt hierf\u00fcr jedwede inhaltlich-politische Unterst\u00fctzung zu. Die Erschlie\u00dfung durch die Buslinien 490 und 493 ist kein Vergleich zu einem Triebwagenzug auf der Schiene. Der Zug ist viel schneller unterwegs, hat viel mehr Sitzpl\u00e4tze. Auf der Distanz zwischen Treysa und Homberg bietet der Zug, im Gegensatz zum Bus eine wirkliche zeitliche Alternative zum Auto. Die Sitzpl\u00e4tze sind im Zug auch gro\u00dfz\u00fcgiger geschnitten, es gibt mehr Aufenthaltsbereiche als im engeren Bus, was gerade zu Pandemiezeiten ein wichtiger Hinweis sein sollte.<\/p>\n<p>Im Bereich zwischen Treysa und Homberg sind bereits Radwege, wie der Radweg R14 und daf\u00fcr nutzbare landwirtschaftliche Wege vorhanden, welche mit verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenig Aufwand so optimieren lassen, dass sie eine lokale Erschlie\u00dfungsfunktion f\u00fcr Alltag, Freizeit und auch Tourismus gew\u00e4hrleisten. Deswegen muss man zu dieser Infrastruktur nicht parallel eine Bahnstrecke opfern. Der Bedarf f\u00fcr einen Schnellradweg ist nicht gegeben, weil daf\u00fcr viel zu wenige potentielle Fahrradnutzer vorhanden sind und die gegebenen topografischen Umst\u00e4nde nicht f\u00fcr den Zweck eines Radweges sprechen. Viele Berufst\u00e4tige m\u00fcssen \u00fcber Treysa hinaus bis nach Mittelhessen oder Frankfurt. Da ist es v\u00f6llig illusorisch, dass dann noch in der Region gr\u00f6\u00dfere Distanzen mit dem Fahrrad zur\u00fcckgelegt werden. Da es inzwischen in Hessen bereits einige Bahnradwege gibt, stellt sich die Frage, ob \u00fcberhaupt noch touristisches Potential abgefangen werden kann, zumal die vorhandenen Velostrecken wie der Kegelspielradweg in der Rh\u00f6n oder vom Edersee nach Korbach viel attraktiver sind als die Region zwischen Treysa und Homberg.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber dem ADFC Schwalm-Eder sei eindeutig gesagt, dass er sich damit wohl verbandssch\u00e4digend verh\u00e4lt, weil sich die \u00fcbergeordneten Gremien des ADFC f\u00fcr die Reaktivierung von Bahnstrecken aussprechen, mit anderen Verb\u00e4nden ein detailliertes Leitbild f\u00fcr Hessen erarbeiten, bei welchem es sich um einen Verkehrsmix handelt, bei dem man eindeutig alle noch vorhandenen stillgelegten Bahnstrecken in Hessen erhalten m\u00f6chte. Widersinniges lokales Sprengen guter Ideen k\u00f6nne in der Familie der b\u00fcrgerschaftlichen Umwelt-, Verkehrs- und Verbraucherverb\u00e4nde nicht hingenommen werden.<\/p>\n<p>Die Bahnstrecke w\u00fcrde mit neuen modernen Triebwagen fahren, bietet durchaus auch an neuen Stellen die M\u00f6glichkeit, Bahnstationen zu errichten und damit die Region als Wohnsitz deutlich attraktiver machen. Zudem muss man heute und k\u00fcnftig die verschiedenen Verkehrsmittel intermodal denken. Das Rad kann von der Wohnung zum Bahnhof und vom Bahnhof zum Arbeitsplatz durchaus zum Einsatz kommen und im Zug mitgenommen werden. Im Bus gestaltet sich dies aufgrund des reduzierten Platzes schon als kaum umsetzbar. Auch L\u00f6sungen wie On-Demand-Verkehre und Kleinbusse als Anschlussverbindungen sind durchaus eine M\u00f6glichkeit, die reaktivierte Bahnstrecke attraktiv zu machen. <\/p>\n<p>Bislang sind alle Reaktivierungen in Deutschland ein Erfolgsmodell, die vorher erwarteten Zahlen sind deutlich, oft mehrfach \u00fcbertroffen. Beispiele gibt es auch aus dem l\u00e4ndlichen Raum. Vorherige Buslinien h\u00e4tten noch nicht mal ansatzweise diese Bef\u00f6rderungszahlen aufzuweisen. Homberg (Efze) ist eine von sehr wenigen Kreisst\u00e4dten in Deutschland ohne Schienenanschluss. Dies muss sich \u00e4ndern. F\u00fcr Homberg lassen sich L\u00f6sungen finden, die Schiene n\u00e4her an die Stadt zu bringen, als das bis 1980 der Fall gewesen ist. <\/p>\n<p>Der PRO BAHN Regionalverband Nordhessen m\u00f6chte das Gespr\u00e4ch mit der Kommunalpolitik, welche sich bislang in Teilen f\u00fcr die Radwegel\u00f6sung ausspricht. Die Politiker sollen motiviert werden, mal nach den inzwischen zahlreichen Erfolgsmodellen f\u00fcr die Schiene in anderen Regionen Deutschlands umzuschauen. Die Kanonenbahn ist zwar betrieblich eingestellt aber noch eine dem Bahnverkehr gewidmete Eisenbahnstrecke, dadurch mit verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenig Aufwand wieder in Betrieb zu nehmen. PRO BAHN m\u00f6chte eine konstruktive Diskussion um das Juwel, welches man im Schwalm-Eder-Kreis hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf sehr viel Unverst\u00e4ndnis sto\u00dfen die Aussagen des ADFC-Kreisverbandes Schwalm-Eder, der den Abbau der Gleisanlagen auf der Kanonenbahn zwischen Treysa und Homberg fordert und einen Radweg darauf errichtet haben m\u00f6chte. 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