{"id":8005,"date":"2021-10-11T20:48:28","date_gmt":"2021-10-11T18:48:28","guid":{"rendered":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=8005"},"modified":"2021-10-11T21:26:16","modified_gmt":"2021-10-11T19:26:16","slug":"pro-bahn-landesverband-hessen-sieht-konzept-der-on-demand-verkehre-im-bundesland-in-der-gestarteten-form-als-nicht-akzeptabel-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=8005","title":{"rendered":"PRO BAHN Landesverband Hessen sieht Konzept der On-Demand-Verkehre im Bundesland in der gestarteten Form als nicht akzeptabel an"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/On-Demand-Hopper-Haltestellenschild-zugeschnitten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/On-Demand-Hopper-Haltestellenschild-zugeschnitten.jpg\" alt=\"\" width=\"156\" height=\"173\" class=\"alignright size-full wp-image-8006\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sehr kritisch sehen die Mitglieder des Fahrgastverbandes PRO BAHN das Konzept der geplanten On-Demand-Verkehre in Hessen. Dies ist das Ergebnis der Basisabstimmung im Rahmen der digitalen Mitgliederversammlung des Landesverbandes. Das mit 27 Millionen Euro vom Bund gef\u00f6rderte Projekt sei alles andere als barrierefrei nutzbar, so der Landesvorstand in einer aktuell ver\u00f6ffentlichten Pressemitteilung.<!--more--><\/p>\n<p>Eine Bezahlung soll ausschlie\u00dflich bargeldlos erfolgen k\u00f6nnen, \u201eDie moderne Auslegung bedeutet aber auch, dass Bezahlen mit Bargeld nicht m\u00f6glich sein wird. Stattdessen k\u00f6nnen Fahrg\u00e4ste Paypal, Bank- oder Kreditkarte nutzen.\u201c, so die Projektleitung f\u00fcr die Umsetzung in Frankfurt  (FR v. 17.06.21). Und dies, obwohl Bargeld in Form von Euros und Cents das gesetzliche Zahlungsmittel in Deutschland sind. Da zudem auch Zeitkarten-Inhaber\/innen Zuschl\u00e4ge zahlen m\u00fcssen, bedeutet das, dass u.a. auch Kinder ab 6 Jahren trotz Sch\u00fclertickets nur mit Kreditkarte oder mit Smartphone per App mit Zugriff auf ein Bankkonto das neue On-De-Mo-Angebot nutzen k\u00f6nnen. Personen ohne Bankkonto und Bankcard oder ohne Kreditkarte k\u00f6nnen demnach nach Einstellung des Busverkehrs werktags ab 20 Uhr, samstags ab 14 Uhr und sonntags den \u00d6PNV nicht mehr benutzen.<\/p>\n<p>Zeitkarten-Inhaber\/innen (Sch\u00fcler-Ticket, Senioren-Ticket, Jahreskarte) m\u00fcssen f\u00fcr jede \u201eOn-De-Mo-Fahrt\u201c zuzahlen, nicht nur einen sogenannten \u201eKomfort-Zuschlag\u201c, sondern auch eine Verg\u00fctung pro gefahrenem Kilometer. Das wird die Akzeptanz des \u00d6PNV nicht gerade erh\u00f6hen und ist eine Benachteiligung der Menschen in den vom RMV schlecht erschlossenen Orten bzw. Ortsteilen.<\/p>\n<p>Die bestellten Fahrzeuge (Mercedes Vito) sind weder barrierefrei, noch sind diese Fahrzeuge an die barrierefreien Bussteige angepasst, somit sind sie f\u00fcr Rollstuhlfahrer\/innen oder sonst mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkte Menschen (z.B. mit Rollator) nicht nutzbar. In den bislang ausgew\u00e4hlten Gebieten soll es lediglich ein einziges Fahrzeug geben, in das ein Rollstuhl einfahren kann. <\/p>\n<p>Kinderwagen, Rollatoren, Fahrr\u00e4der k\u00f6nnen in diesen Fahrzeugen generell nicht transportiert werden, obwohl deren Einsatz auch w\u00e4hrend der Wochenenden ab Samstagmittag vorgesehen ist.<\/p>\n<p>Die Kapazit\u00e4ten dieser Fahrzeugflotte reichen nicht f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Gruppen (Familien mit Kindern, Wandergruppen) aus. Ob f\u00fcr diese F\u00e4lle mehrere Fahrzeuge zur Verf\u00fcgung stehen, ist nach den Erfahrungen mit dem AST fraglich.<\/p>\n<p>Daher stellt der PRO BAHN Landesverband Hessen folgende Forderungen f\u00fcr einen akzeptablen und barrierefreien On-Demand-Verkehr:<\/p>\n<p>1. Eine Bezahlung der On-Demand-Fahrten muss auch mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel &#8222;Bargeld&#8220; m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p>2. F\u00fcr Zeitkarten-Inhaber\/innen d\u00fcrfen keine Zuschl\u00e4ge erhoben werden. Es ist schlie\u00dflich kein &#8222;Luxus&#8220;, auch nach 20 Uhr oder sonntags den \u00d6PNV nutzen zu wollen (bzw. zu m\u00fcssen).<\/p>\n<p>3. Die eingesetzten Fahrzeuge m\u00fcssen barrierefrei zug\u00e4nglich und f\u00fcr alle Menschen nutzbar sein. Einstiege wie bislang beim AST, die \u00e4hnlich dem &#8222;Krabbeln&#8220; auf den R\u00fccksitz bei zweit\u00fcrigen Pkws erfolgen m\u00fcssen, sind nicht zumutbar. Es nutzt nichts und widerspricht dem Ziel der Barrierefreiheit im \u00d6PNV, wenn zwar alle Bus-Haltestellen barrierefrei umgebaut werden, in den Abendstunden und am Wochenende oder gar auf bisher nicht bedienten Strecken ganztags statt Bussen Mini-Vans eingesetzt werden, die nicht barrierefrei nutzbar sind.<\/p>\n<p>4. Der Transport von Koffern, Kinderw\u00e4gen, Rollatoren und auch Fahrr\u00e4dern muss zu jeder Tageszeit m\u00f6glich sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr kritisch sehen die Mitglieder des Fahrgastverbandes PRO BAHN das Konzept der geplanten On-Demand-Verkehre in Hessen. Dies ist das Ergebnis der Basisabstimmung im Rahmen der digitalen Mitgliederversammlung des Landesverbandes. 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