{"id":815,"date":"2013-09-30T13:34:03","date_gmt":"2013-09-30T11:34:03","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=815"},"modified":"2013-09-30T13:41:47","modified_gmt":"2013-09-30T11:41:47","slug":"rhon-bahn-feiert-125-jahriges-jubilaum-pro-bahn-in-osthessen-wurdigt-die-aktuelle-rhon-bahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=815","title":{"rendered":"Rh\u00f6nbahn feiert 125 j\u00e4hriges Jubil\u00e4um &#8211; PRO BAHN in Osthessen w\u00fcrdigt die aktuelle Rh\u00f6nbahn"},"content":{"rendered":"<p>Besonders der Rh\u00f6n Club und dessen damaliger Gr\u00fcnder Justus Schneider haben sich f\u00fcr den Bau der Rh\u00f6n Bahn stark gemacht. Begr\u00fcndet wurde der Bau u.a. mit den wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnissen und der Wohnsitzaufgabe vieler Rh\u00f6nbewohner, weil sie in der Rh\u00f6n keine Zukunft mehr sahen verschiedene Varianten der Streckenf\u00fchrung standen zur Diskussion. Die heutige Streckenf\u00fchrung wurde aber vorgezogen. 1887 wurde die Baugenehmigung erteilt  Bereits 1886 begannen zwei Baufirmen mit den Bauarbeiten. Gebaut wurde ab Bronnzell, da die Strecke bis Bronnzell Richtung Frankfurt bereits fertig gestellt war. In nur einem Jahr wurde die 23,38 km lange Strecke in Rekordzeit gebaut. Am Montag, den 1.10. 1888 fuhr der erste Zug um 7.40 Uhr von Gersfeld kommend in Fulda unter gro\u00dfem Beifall der Bev\u00f6lkerung ein.<!--more--><\/p>\n<p>Der Zug bestand aus 2 Lokomotiven und 8 Personenwagen.  Anfangs verkehrten drei Zugpaare, die zum Sommerfahrplan 1895 durch ein weiteres erg\u00e4nzt wurden. . Damals ben\u00f6tigten die Personenz\u00fcge f\u00fcr die Bergstrecke. 57  Minuten, die G\u00fcterz\u00fcge 90 Minuten. Die Personenz\u00fcge fuhren mit einer Geschwindigkeit von 40 km\/h, die G\u00fcterz\u00fcge mit 37,5 km\/h.  Die Aufw\u00e4rtsentwicklung hielt nach Ende des ersten Weltkrieges an. Die t\u00e4gliche Frequenz der Bahn steigerte sich auf 7 Zugpaare. In den 50 er Jahren entwickelte sich der Verkehr weiter. F\u00fcr den morgendlichen und abendlichen Berufs- und Sch\u00fclerverkehr standen jeweils 2 Zugpaare zur Verf\u00fcgung. Dazwischen bedienten 4 Zugpaare die Strecke. In dieser Zeit begann auch die Zeit der Sonder- und Skiz\u00fcge (Rh\u00f6nblitz), deren Einsatz bei entsprechender Schneelage den Bewohnern des Rhein \u2013 Main \u2013 Gebietes eine Reise ohne umsteigen bis Gersfeld erm\u00f6glichte, was heute schon deshalb nicht mehr geht, da man in Gersfeld die Weichen entfernt hat! Nachdem sich der Personenverkehr stark entwickelt hatte, verringerte sich der G\u00fcterverkehr durch die geringer werdende Industrialisierung der Rh\u00f6n. Damals wurden auch noch Kohlen, Holz, Heu und vieles mehr transportiert und an den Bahnh\u00f6fen durch Pferdespediteure weiter gefahren. <\/p>\n<p>Durch den Bau des Truppen\u00fcbungsplatzes Wildflecken wurde der Bahnhof Schmalnau f\u00fcr die hessische Seite zust\u00e4ndig, enorm aufgewertet. Ab 1953 verkehrten die ersten roten Uerdingen Schienenbusse, die relativ schnell den Spitznamen \u201eRh\u00f6nkuh\u201c abbekamen. Im Herbst 1964 war Schluss mit den Dampflokomotiven im Plandienst. Dies war auch der Beginn des Einsatzes von Diesellokomotiven f\u00fcr den G\u00fcterverkehr und Sonderz\u00fcge. <\/p>\n<p>Am 1.10. 1988 wurde an der Strecke der Rh\u00f6n Bahn das 100. Jubil\u00e4um gefeiert.<br \/>\nDie Festredner tr\u00fcgen damals bereits den Trauerflor am Revers, da f\u00fcr den weiteren Bestand der Rh\u00f6n Bahn keiner mehr die Hand ins Feuer legen wollte. Die Strecke war in die Jahre gekommen. Keiner wollte die 120 Millionen DM zur Sanierung der Strecke aufbringen. Der Landkreis Fulda signalisierte am 30.11 19991 in der Fuldaer Zeitung, dass man sich nicht an dem Erhalt der Strecke beteiligen werde. Die Gemeinde Ebersburg sah sich gezwungen, eine Fragebogenaktion durchzuf\u00fchren. Mit etwas \u00fcber 50 % der Stimmen wurde f\u00fcr den Fortbestand und den Erhalt des Bahnhofes Schmalnau gestimmt. <\/p>\n<p>Schlie\u00dflich schlossen im Jahre 1994 der Landkreis Fulda und die Deutsche Bundesbahn einen Vertrag \u00fcber die Weiterf\u00fchrung und die Finanzierung der Rh\u00f6nbahn von Fulda nach Gersfeld. Die Gesamtkosten verteilten sich in unterschiedlicher H\u00f6he auf sieben verschiedene Institutionen des \u00f6ffentlichen Lebens. !993 wurde die \u201eRh\u00f6nkuh\u201c von den gr\u00fcnwei\u00dfen Triebwagen der Baureihe 628 abgel\u00f6st. Im Mai 1998 waren die Umbauma\u00dfnahmen Gersfeld \u2013 Fulda beendet. <\/p>\n<p>Leider  wurde die Streckengeschwindigkeit nicht, wie vorgesehen, auf 80 km\/h erh\u00f6ht. Auch gab es danach immer wieder Ungl\u00fccke durch das Nichtvorhandenseins von beschrankten Bahn\u00fcberg\u00e4ngen. Erst viel zu sp\u00e4t wurden diese sehr verz\u00f6gert nachger\u00fcstet, so dass es immer wieder zu heftigen Diskussionen der Anrainer Gemeinden kam. Mit Beginn des Fahrplanes 2011\/2012 wurde die Strecke durch die Hessische Landesbahn (HLB) mit neuen klimatisierten Triebwagen \u00fcbernommen<br \/>\nLeider wurden in der j\u00fcngsten Vergangenheit  auch Leistungen in den Abendstunden gek\u00fcrzt und zeitweise der parallele Busverkehr eingef\u00fchrt, so abschlie\u00dfend der Sprecher von PRO BAHN in Osthessen, Werner Filzinger     <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besonders der Rh\u00f6n Club und dessen damaliger Gr\u00fcnder Justus Schneider haben sich f\u00fcr den Bau der Rh\u00f6n Bahn stark gemacht. 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