{"id":8314,"date":"2022-01-31T18:32:06","date_gmt":"2022-01-31T17:32:06","guid":{"rendered":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=8314"},"modified":"2022-01-31T22:45:51","modified_gmt":"2022-01-31T21:45:51","slug":"pro-bahn-landesverband-hessen-hat-zur-angekuendigten-rmv-fahrpreiserhoehung-eine-differenzierte-meinung-defizit-im-oeffentlichen-personennahverkehr-darf-nicht-uebergebuehrlichen-lasten-der-fahrgaes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=8314","title":{"rendered":"PRO BAHN Landesverband Hessen hat zur angek\u00fcndigten RMV-Fahrpreiserh\u00f6hung eine differenzierte Meinung  &#8211; Defizit im \u00d6ffentlichen Personennahverkehr darf nicht zu \u00fcbergeb\u00fchr-lichen Lasten der Fahrg\u00e4ste gehen  &#8211; Jedoch ist klar, dass f\u00fcr die Verkehrsebene Finanzierungsm\u00f6glichkeiten braucht, wof\u00fcr die Landes- und Bundespolitik die Entscheidungen f\u00e4llen muss  &#8211; PRO BAHN Hessen fordert daher langfristig tragbares Konzept"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/DSC01782-klein-500.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/DSC01782-klein-500-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-7235\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/DSC01782-klein-500-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/DSC01782-klein-500.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20170328_140955-klein-500.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20170328_140955-klein-500-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-7476\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20170328_140955-klein-500-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20170328_140955-klein-500.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Fahrpreise zum 01.07.2022 nach nur einem halben Jahr im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) zum zweiten Mal zu erh\u00f6hen, nun deutlich um knapp 4%, dies ist \u00fcber die Verh\u00e4ltnisse dessen, was man den Fahrg\u00e4sten zumuten sollte. Zusammen mit den bereits zu Neujahr 2022 erfolgten 1,5 % ergeben die 3,9 % dann 5,4 %, das sind 0,3 % \u00fcber der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Inflationsrate. Die Landesregierung zieht somit die Fahrg\u00e4ste zur Haushaltssanierung heran, statt sie f\u00fcr ihre umweltbewusste Verkehrsmittelnutzung zu belohnen. Sowohl in der Bev\u00f6lkerung als auch unter den Mitgliedern ist spontane Ver\u00e4rgerung vorhanden.<\/p>\n<p>Taktisch geschickt versendete der RMV in der Nacht von Freitag (28.01.) auf Samstag (29.01.) die Pressemitteilung, um die verantwortliche Kommunal-, Landes- und Bundespolitik aus den vielgelesenen Samstagsausgaben der Tageszeitungen herauszuhalten. Umso mehr hofft PRO BAHN Hessen, dass die hohe Preisanpassung ein Thema der laufenden Plenarwoche im Landtag wird. Denn im die Erh\u00f6hung genehmigenden RMV-Aufsichtsrat war Verkehrsminister Tarek Al-Wazir lang zuvor \u00fcber die Pl\u00e4ne bestens informiert, hat sich jedoch bei seinem Kabinettskollegen Finanzminister Michael Boddenberg entweder nicht interveniert oder sich nicht durchsetzen k\u00f6nnen. Nur das Land h\u00e4tte die deutliche Preiserh\u00f6hung verhindern k\u00f6nnen, evtl. mit Unterst\u00fctzung der Bundesregierung.<!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr die aktuellen Haushalte der Jahre 2022, 2023 und 2024 von Land und Bund sind Aufstockungen in Milliardenh\u00f6he an der Tagesordnung. Die Schuldenbremse wird nicht zu halten sein. Weite Teile der Wirtschaft werden durch Staatshilfen gest\u00e4rkt, was grunds\u00e4tzlich in der aktuellen Lage nicht abwegig ist. Jedoch muss es in dem Zusammenhang m\u00f6glich sein, die Defizite der Tr\u00e4ger des \u00d6ffentlichen Personennahverkehrs (\u00d6PNV) f\u00fcr die Jahre 2022, 2023 und 2024 zu 100% auszugleichen. Dass sich insbesondere die Finanzpolitiker dazu bislang nicht durchringen k\u00f6nnen, ist sehr bedenklich. Vorschl\u00e4ge, stattdessen privatrechtlich gef\u00fchrte Unternehmen im staatlichen Besitz, wie die Deutsche Bahn, durch Aufstockungsmechanismen in die Verschuldung zu treiben, gef\u00e4hrdet massiv die Verkehrswende und sch\u00e4digt Systementwicklungen der Folgejahre.<\/p>\n<p>Mittelfristig muss \u00fcberlegt werden, wie Mobilit\u00e4t k\u00fcnftig breiter finanziert wird, der Staat hierf\u00fcr an zus\u00e4tzliche Einnahmen kommt. Sonst ist weder der heutige Standard nicht zu halten, noch ist an die Verkehrswende bzw. eine Erh\u00f6hung des \u00d6PNV-Anteils um zweistellige Prozentzahlen am Gesamt-Verkehrsmix zu rechnen. <\/p>\n<p>So gilt es, die Bereiche, in welchen die Finanzgesch\u00e4fte so florierend laufen, dass sich selbst in Pandemiezeiten die Gewinne vermehrfachen, k\u00fcnftig durch h\u00f6here Steuern und Abgaben an dem Gemeinwohl und insbesondere der Aufrechterhaltung der Mobilit\u00e4t zu beteiligen. Des Weiteren ist der Bereich der Gro\u00dfunternehmen zu nennen, welche auch an der weiterhin starken Expansion von Gewerbe- und Industriefl\u00e4chen beteiligt sind. Sowohl Gewerbe- und Industrie- als auch die \u00fcbrige Geb\u00e4udewirtschaft werden einen Anteil daran tragen m\u00fcssen, um den laufenden Betrieb der Mobilit\u00e4t sicherzustellen. Seit langem im Raum steht auch der Abbau von Subventionen f\u00fcr Autos, so auch f\u00fcr \u00fcbergro\u00dfe E-Autos, deren Umweltvertr\u00e4glichkeit seit langem hinterfragt wird.<\/p>\n<p>All dies ist in die Zukunft geblickt, jedoch n\u00fctzt dies dem Fahrgast im RMV nichts. Verkehrs- und marketingm\u00e4\u00dfig ist PRO BAHN zufolge die Preiserh\u00f6hung besonders bei Tages- und Einzelfahrkarten ein RMV-Eigentor, stellte doch der RMV im Jahresr\u00fcckblick 2021 selbst fest: &#8222;Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Einnahmenr\u00fcckg\u00e4nge gegen\u00fcber der Vor-Corona-Zeit geht auf nicht verkaufte Tages- und Einzelfahrkarten zur\u00fcck.\u201c Mit dem Drehen an der Preisschraube in diesem sensiblen Segment wird der RMV weder die Gelegenheitskunden zur\u00fcckholen noch neue gewinnen k\u00f6nnen.Von der Erh\u00f6hung im Juli 2022 ausgenommene Stammkunden, Sch\u00fcler und Senioren sollen sich nicht zu fr\u00fch freuen: Deutliche Erh\u00f6hungen bei den Einzel-, Tages- und Wochenkarten sorgen f\u00fcr Verwerfungen in der Tarifsystematik, mit einem Nachholeffekt sp\u00e4testens zu Beginn oder Ende des Landtagswahljahres 2023 m\u00fcssen Fahrg\u00e4ste rechnen; zumal die 365-Euro-Tickets seit Jahren nicht angehoben wurden. Dabei hat die Landesregierung noch nicht einmal g\u00fcnstigere Tickets f\u00fcr Inhaber der Ehrenamtscard in Angriff genommen, die eine besondere Anerkennung verdient h\u00e4tten nach 2 Corona-Jahren. Der Koalitionsvertrag bleibt auch unbearbeitet. <\/p>\n<p>Vermutlich wird sich der Minister von einer Ausweitung dieser Tickets auf alle Fahrg\u00e4ste ohnehin verabschieden m\u00fcssen, wenn er noch nicht einmal eine \u00fcber der Inflationsrate liegende Preiserh\u00f6hung verhindern kann. Jedoch wird die Tarif-Ungerechtigkeit dem PRO BAHN Landesverband Hessen zufolge damit dauerhaft zementiert, zwischen Semester-, Job-, Landes-, Sch\u00fcler-, Seniorentickets einerseits und den Normalkunden andererseits, die immer st\u00e4rker zur Finanzierung des \u00d6PNV herangezogen werden.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fahrpreise zum 01.07.2022 nach nur einem halben Jahr im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) zum zweiten Mal zu erh\u00f6hen, nun deutlich um knapp 4%, dies ist \u00fcber die Verh\u00e4ltnisse dessen, was man den Fahrg\u00e4sten zumuten sollte. 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