{"id":8371,"date":"2022-03-31T13:47:52","date_gmt":"2022-03-31T11:47:52","guid":{"rendered":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=8371"},"modified":"2022-03-31T13:52:18","modified_gmt":"2022-03-31T11:52:18","slug":"pro-bahn-hessen-hat-starke-bedenken-bei-den-geplanten-9-euro-monatstickets-fordert-soziale-kriterien-besser-ist-eine-deutliche-prozentuale-absenkung-aller-fahrpreise-es-droht-danach-die-g","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=8371","title":{"rendered":"PRO BAHN Hessen hat starke Bedenken bei den geplanten  9-Euro-Monatstickets, fordert soziale Kriterien &#8211; Besser ist eine deutliche prozentuale Absenkung aller Fahrpreise \u2013 Es droht danach die Gefahr des Kahlschlags  wegen der Schuldenbremse ab 2023"},"content":{"rendered":"<p><strong>Landesvorstand des PRO BAHN Landesverbandes Hessen ber\u00e4t zu seiner j\u00fcngsten Sitzung in Lollar das aktuelle Thema.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211117_163420-klein-400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-8087\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211117_163420-klein-400-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211117_163420-klein-400-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211117_163420-klein-400.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der PRO BAHN Landesverband Hessen zeigt sich erfreut und \u00fcberrascht, dass in der betr\u00e4chtlichen H\u00f6he mit dem Entlastungspaket II des Bundes, auch der \u00d6ffentliche Personennahverkehr deutlich unterst\u00fctzt werden soll.<\/p>\n<p>Die Fahrgastaktiven stellen jedoch die Frage, ob es denn wirklich klug ist, diese Mittel nur f\u00fcr den Zeitraum von drei Monaten in der eindimensionalen Form zu verwenden. Durch die unterschiedlichen Organisationsformen des \u00d6ffentlichen Personenverkehrs (\u00d6PNV), in den Bundesl\u00e4ndern und Regionen, entstehen massive Ungerechtigkeiten. So stellt sich die konkrete Frage, f\u00fcr welche Strecke, f\u00fcr welches Gebiet solch ein 9-Euro-Ticket denn \u00fcberhaupt gilt. Damit w\u00fcrden Fahrg\u00e4ste in einem kleinr\u00e4umigen Gebiet so gut wie immer einen deutlichen Nachteil haben gegen\u00fcber denen, welche f\u00fcr 9 Euro in einem ganzen Bundesland den \u00d6PNV nutzen k\u00f6nnen.<!--more--><\/p>\n<p>Der PRO BAHN Landesverband Hessen h\u00e4tte es viel besser gefunden, die Fahrpreise im kompletten Sortiment um 10-15% zu reduzieren, somit deutlich g\u00fcnstiger anzubieten, vom Kurzstreckenticket bis zur Jahreskarte. Damit w\u00e4ren die Verkehrsverb\u00fcnde und Verkehrsbetriebe schnell handlungsf\u00e4hig. Zudem sollte der Zeitraum der Preissenkung deutlich l\u00e4nger sein als nur drei Monate. Hier w\u00e4re es w\u00fcnschenswert, dies mindestens bis zum Jahresende 2022 festzulegen, so der PRO BAHN Landesvorsitzende Thomas Kraft.<\/p>\n<p>F\u00fcr sehr viele Menschen im geregelten Arbeitsverh\u00e4ltnis entstehen f\u00fcr die \u00d6PNV-Nutzung gar keine oder sehr geringe Kosten, n\u00e4mlich f\u00fcr alle Landesbediensteten in Hessen, viele Kreis- und st\u00e4dtische Bedienstete, die ein kostenloses Jobticket erhalten. Auch viele Besch\u00e4ftigte in gr\u00f6\u00dferen Betrieben erhalten ein g\u00fcnstiges (10 &#8211; 40 \u20ac monatlich) Jobticket f\u00fcr das gesamte Verbundgebiet. Nur die Menschen, die \u00fcber gar kein oder ein sehr geringes Einkommen verf\u00fcgen und Sozialleistungen beziehen m\u00fcssen, diese m\u00fcssen den vollen Preis zahlen, zu welchem sie vielfach nicht in der Lage sind.<\/p>\n<p>Der vom Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Soziales errechnete Regelbedarf f\u00fcr Verkehr betr\u00e4gt weniger als 40 \u20ac monatlich (und dieser Satz umfasst neben dem \u00d6PNV und Bahnverkehr auch Fahrradzubeh\u00f6r, -reparatur). Bei Bedarfsgemeinschaften und Familien verringert sich der Regelsatz f\u00fcr Verkehr, z.B. bei Personen ab 18 Jahren, die in der Wohnung der Eltern leben, auf ca. 30 \u20ac. Das reicht gerade daf\u00fcr, um dreimal im Monat eine Tageskarte f\u00fcr eine Distanz von 10-15 km zu kaufen.<\/p>\n<p>Sinnvoller und sozial gerechter w\u00e4re es daher auch, statt f\u00fcr drei Monate 9 \u20ac f\u00fcr alle \u00d6PNV-Nutzer\/innen anzubieten, lieber dauerhaft die Monatskarten im \u00d6PNV f\u00fcr 9 \u20ac oder zumindest maximal 30 \u20ac an alle Sozialleistungsberechtigten abzugeben.<\/p>\n<p>Auch Studierende, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit ihren Semester- und Schultickets gehen leer aus, so der Stellv. Landesvorsitzende Werner Filzinger.<\/p>\n<p>PRO BAHN blickt in Hessen aber auch deutlich \u00fcber das Jahr hinaus. Das angek\u00fcndigte Festhalten an der Schuldenbremse durch Bundesfinanzminister Lindner l\u00e4sst bef\u00fcrchten, dass ab 2023 sowohl mit dem Stopp von Investitionen und dem Einfrieren der H\u00f6he von Mitteln f\u00fcr den laufenden Betrieb zu rechnen ist, langfristig gar mit Leistungsk\u00fcrzungen. Die Frage, ob denn seit Jahrzehnten geforderte Investitionen in die Schiene wegen der Staatsverschuldung dann noch weitere Jahrzehnte warten m\u00fcssen, welche eigentlich aktuell endlich zur Umsetzung angesagt sind, wird von den Fahrg\u00e4sten gestellt werden. Die Politik muss hierauf schnellstens ehrliche Antworten geben.<\/p>\n<p>Daher ist der PRO BAHN Landesverband Hessen einerseits \u00fcber die gemachten Finanzzusagen erfreut, sieht jedoch die Notwendigkeit, bis 2024 die Verkehrsverb\u00fcnde und Verkehrsunternehmen von dem durch die Corona-Pandemie und das aktuelle Weltgeschehen entstandenen Mindereinnahmen zu 100% zu ersetzen und zudem ein Langfristkonzept zur Finanzierung des \u00d6PNV in Deutschland aufzustellen, welches keine hohen Fahrpreise, mehr Angebote von Bus und Bahn und einen Infrastrukturausbau beinhaltet, so Kraft und Filzinger abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Landesvorstand des PRO BAHN Landesverbandes Hessen ber\u00e4t zu seiner j\u00fcngsten Sitzung in Lollar das aktuelle Thema. 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