{"id":8492,"date":"2022-06-27T00:28:36","date_gmt":"2022-06-26T22:28:36","guid":{"rendered":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=8492"},"modified":"2022-07-09T23:55:37","modified_gmt":"2022-07-09T21:55:37","slug":"ice-nutzung-zwischen-frankfurt-sued-und-friedberg-als-versuchte-abaempfung-main-weser-desaster-haben-rmv-und-db-netz-zu-verantworten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=8492","title":{"rendered":"ICE-Nutzung zwischen Frankfurt-S\u00fcd und Friedberg vorher schon gescheiterte Abd\u00e4mpfung &#8211;  Main-Weser-Bahn-Desaster in den Baustellenfahrpl\u00e4nen von Juni bis September 2022 haben RMV und DB Netz zu verantworten."},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_5444\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20160124_111937-ausgebessert-klein-600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5444\" class=\"size-medium wp-image-5444\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20160124_111937-ausgebessert-klein-600-300x225.jpg\" alt=\"Talent 2-Z\u00fcge des Mittelhessen-Express in Gie\u00dfen, links der RB 49 und rechts der RB 40, an welchem der RB 41 angekoppelt wird.\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20160124_111937-ausgebessert-klein-600-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20160124_111937-ausgebessert-klein-600.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5444\" class=\"wp-caption-text\">Talent 2-Z\u00fcge des Mittelhessen-Express in Gie\u00dfen, links der RB 49 und rechts der RB 40, an welchem der RB 41 angekoppelt wird.<\/p><\/div>\n<p>Als ein quasi beispielloses Desaster bezeichnet der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen in seiner j\u00fcngsten Zusammenkunft erneut die Baustellenfahrpl\u00e4ne 13.06.-08.07. sowie 09.07.-04.09.2022 der Main-Weser-Bahn. Wer sich so etwas ausgedacht hat, der vers\u00fcndigt sich nicht nur an allen regelm\u00e4\u00dfigen Fahrg\u00e4sten, sondern auch an unserer gesamten Gesellschaft.<\/p>\n<p>Die Deutsche Bahn-Tochter DB Netz und der Rhein-Main-Verkehrsverbund haben den aktuellen Baustellenverkehr auf der Main-Weser-Bahn zu verantworten. Die nun anstehende Vollsperrung zwischen Bad Vilbel und Frankfurt-West und die damit verbundene Umleitung des gesamten Regional- und Fernverkehrs bis nach und \u00fcber Hanau zu f\u00fchren, wird zu einem Desaster sondergleichen bedeuten, welches so in der Form noch nie da war. Als Verbraucherverband bezeichnet der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen den Baustellen- und Umleitungsfahrplan als ein \u201eVersagen, vielleicht mit Vorsatz\u201c auf Kosten der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger<!--more--><\/p>\n<p>Inzwischen ist anscheinend auch bei RMV und DB Regio erkannt, dass die eingerichteten Fahrplankapazit\u00e4ten auf der Umleitungsstrecke \u00fcber Hanau hinten und vorn nicht ausreichen. Nun wurde zwischen dem RMV und DB Fernverkehr vereinbart, dass mit allen Zeitkarten, mit Ausnahme der 9-Euro-Tickets, man zwischen Friedberg und Frankfurt-S\u00fcd die 8 Fahrten je Richtung mit dem ICE ebenfalls nutzen darf.<\/p>\n<p>In der RMV-Pressemitteilung ist von \u201eMittelhessen\u201c die Rede. Allein Friedberg stellt nicht die Region Mittelhessen da, sondern ist mit dem Endpunkt der S 6 und der Zugeh\u00f6rigkeit zum Planungsverband Gro\u00dfraum Frankfurt Teil des Rhein\/Main-Gebiets. F\u00fcr das eigentliche Kerngebiet Gie\u00dfen\/Marburg\/Wetzlar, in welchem \u00fcber 70% der 1 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner Mittelhessens wohnen, gibt es keinerlei Nachbesserung. Wenn man denn alle zwei Stunden achtmal am Tag vorhandene Fernverkehr als Notnagel sieht, dann h\u00e4tte man die Nahverkehrstickets auch beim Zustieg in <strong>Marburg und Gie\u00dfen<\/strong>, den gr\u00f6\u00dferen Bahnh\u00f6fen der Main-Weser-Bahn, <strong>anerkennen m\u00fcssen<\/strong>. <strong>Das gilt auch f\u00fcr das 9-Euro-Ticket.<\/strong><\/p>\n<p>Menschen in einfachen Arbeitsverh\u00e4ltnissen schreiben den Fahrgastverband PRO BAHN an, weil sie mit uns\u00e4glichsten Abwiegelungsbriefen versucht wurden, ruhiggestellt zu werden. Sie werden aller Voraussicht nach ihre Arbeitspl\u00e4tze verlieren, haben durch die Umleitungsverkehre der letzten Wochen Fehlstunden auf dem Zeitkonten, was sich vom 09.07. bis 04.09. w\u00e4hrend der Vollsperrung noch massiv versch\u00e4rfen, f\u00fcr viele Pendlerinnen und Pendler unzumutbar werden wird.<\/p>\n<p>Eine Farce, eine L\u00e4cherlichkeit, dass nun mit dem Nahverkehrsticket (auch Bedienstetenticket, Sch\u00fclertickt, Seniorenticket) die ICE-Relationen der Fernverkehrs-Linie 26 nur zwischen Frankfurt-S\u00fcd und Friedberg genutzt werden d\u00fcrfen. In der Pressemitteilung im Fall von Friedberg von \u201eMittelhessen\u201c zu reden, dies zeugt entweder von Denkblockade oder Unwissen, weswegen dieses Wort verwendet wurde.<\/p>\n<p>Die Grundstruktur dieses Baustellenfahrplans stammt aus dem Jahr 2018. Dass es zeitliche Vorl\u00e4ufe bedarf, um so etwas zu organisieren, wird vom Fahrgastverband PRO BAHN nat\u00fcrlich verstanden.<br \/>\nWas nicht akzeptiert werden kann ist, dass die Z\u00fcge des Mittelhessen-Express (RB40\/RB41) in Hanau enden. Was nutzt ein Bedauern des RMV, wenn diese Z\u00fcge nicht Frankfurt erreichen. Zumindest wenn der erste m\u00f6gliche Bahnhof an der Stadtgrenze Frankfurts angefahren w\u00fcrde, w\u00e4re eine erfreuliche Nachricht.<\/p>\n<p>Ein Umstieg in Hanau in die v\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllten und oft deutlich versp\u00e4teten RE50\/RE51 aus\/in Richtung Fulda ist inakzeptabel, ebenso in die anderen langsamen Verbindungen des Regional- und S-Bahn-Verkehrs. Den Fass den Boden aus schl\u00e4gt dann die Tatsache, nun auch noch E-Bikes bereitzustellen, womit die Menschen die Baustellendistanz \u00fcberwinden sollen.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re besser gewesen, die aktuell aus anderen betrieblichen Gr\u00fcnden ausfallenden RB58 Frankfurt-Maintal-Hanau mit ihren Trassen f\u00fcr die RB40\/RB41 vorzuhalten, so dass ein gr\u00f6\u00dferer Teil der sog. Mittelhessen-Express-Z\u00fcge von Dillenburg\/Wetzlar und Treysa\/Stadtallendorf kommend, auch w\u00e4hrend der Sperrpause bis nach Frankfurt am Main Hbf. durchfahren kann. Weitere Kompensationen w\u00e4ren m\u00f6glich gewesen, z.B. einzelne Nahverkehrsfahrten von Aschaffenburg anstelle \u00fcber Maintal, \u00fcber Offenbach fahren zu lassen. Die nordmainische Strecke \u00fcber Maintal bietet jedoch noch einiges an Potential.<\/p>\n<p>F\u00fcr das bevorstehende Desaster tragen leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von DB Netz sowie im RMV die Verantwortung. Seit Jahren befindet sich der RMV-Verbundraum im Ranking der Hiobsbotschaften \u00fcber Chaos im \u00d6ffentlichen Personennahverkehr (\u00d6PNV) auf einem der vorderen Pl\u00e4tze, wenn nicht gar auf dem ungl\u00fccklichen \u201eZitronenplatz\u201c 1. Daher kann, um wirklich eine fl\u00e4chendeckende Verkehrswende zu erzielen, es nur noch mit neuen Personen in Verantwortung gehen, das betrifft Teile der DB und insbesondere den RMV. Leider versteckt sich die Landespolitik seit 25 Jahren hinter der rechtlich selbst herbeigef\u00fchrten Blockade, selbst nichts entscheiden zu wollen und schieben die Verantwortung an die beiden Verkehrsverb\u00fcnde RMV und NVV und die sie tragenden Gebietsk\u00f6rperschaften ab. Daher befindet sich Hessen in Sachen \u00d6PNV in der Selbstblockade von laufendem Betrieb und Investitionen. Wenn die Politik nicht umdenken will, m\u00fcssen auch hier Konsequenzen eingefordert werden.<\/p>\n<p>Es hat, mit Ausnahme des um Jahrzehnte zu sp\u00e4t kommenden viergleisigen Ausbaus bis Bad Vilbel\/Friedberg, seit 55 Jahren keinen Ausbau mehr in das Schienennetz erfahren. Mehr als 25 Jahre falscher RMV sind genug, jetzt mit der Verkehrswende und dem Klimawandel braucht man innovative Gestalter in solchen Posten, keine Bremser gegen gesellschaftliche Grundbed\u00fcrfnisse.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ein quasi beispielloses Desaster bezeichnet der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen in seiner j\u00fcngsten Zusammenkunft erneut die Baustellenfahrpl\u00e4ne 13.06.-08.07. sowie 09.07.-04.09.2022 der Main-Weser-Bahn. 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