{"id":8864,"date":"2023-06-06T13:04:22","date_gmt":"2023-06-06T11:04:22","guid":{"rendered":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=8864"},"modified":"2023-06-09T03:12:47","modified_gmt":"2023-06-09T01:12:47","slug":"rmv-tarif-schon-viel-zu-teuer-und-geschaeftsfuehrer-kuendigt-dennoch-weitere-erhoehung-um-82-an-pro-bahn-bezieht-kritisch-stellung-und-hinterfragt-was-die-starke-tariferhoehung-noetig-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=8864","title":{"rendered":"RMV Tarif schon viel zu teuer und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer k\u00fcndigt dennoch weitere Erh\u00f6hung um 8,2% an  &#8211;  PRO BAHN bezieht kritisch Stellung und hinterfragt, was die starke Tariferh\u00f6hung n\u00f6tig macht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/RMV-Logo-aktuell-2018.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/RMV-Logo-aktuell-2018-300x90.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"90\" class=\"alignright size-medium wp-image-7236\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/RMV-Logo-aktuell-2018-300x90.png 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/RMV-Logo-aktuell-2018-1024x309.png 1024w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/RMV-Logo-aktuell-2018-768x231.png 768w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/RMV-Logo-aktuell-2018.png 1500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nDer RMV-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Knut Ringat hat angek\u00fcndigt ab 2024 wegen Kostensteigerung die Fahrpreise um 8,2 (!) % zu erh\u00f6hen. Diese immense Kostensteigerung ist vollkommen inakzeptabel, da der RMV schon jetzt eines der teuersten Tarifsysteme deutschlandweit hat. Vor allem wirft die durch Herrn Ringat angek\u00fcndigte Kostensteigerung aber einige Fragen auf, die gekl\u00e4rt werden m\u00fcssen, bevor eine Entscheidung f\u00e4llt.<!--more--><\/p>\n<p>So m\u00fcssen die Kosten offen gelegt werden, die f\u00fcr und durch die Apps entstanden sind, die der RMV in den vergangenen Jahren entwickeln lie\u00df, von RMVsmart bis RMVgo. W\u00e4hrend die Kosten der Entwicklung von RMVsmart mit 6 Millionen Euro angegeben wurden, liegen bislang noch keine Zahlen auf dem Tisch, welche Einnahmeausf\u00e4lle dem RMV w\u00e4hrend des siebenj\u00e4hrigen \u201ePilotversuchs\u201c dadurch entstanden sind, dass die Nutzer\/innen den smart-Tarif zur \u00dcberraschung des RMV nur dann gew\u00e4hlt haben, wenn er g\u00fcnstiger war als der regul\u00e4re Tarif. Jedenfalls waren die Ausf\u00e4lle so erheblich, dass der RMV den Pilotversuch in diesem Jahr beendet hat, ohne das Projekt fortzusetzen. \u201eEbenfalls bislang nicht beziffert sind die Einnahmeausf\u00e4lle durch das Chaos mit den Wasserstoff-Z\u00fcgen auf der Taunusbahn, zum einen, weil viele Fahrg\u00e4ste dem \u00d6PNV den R\u00fccken gekehrt und wieder auf den Pkw umgestiegen sind, zum anderen durch die Entsch\u00e4digungsaktion im August\/September diesen Jahres, wenn die Fahrt mit der Taunusbahn kostenlos sein soll\u201c, so die Frankfurter PRO BAHN Regionalvorsitzende Barbara Grassel.<\/p>\n<p>Alle diese erheblichen Kosten w\u00e4ren bei sorgf\u00e4ltigem Handeln der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung vermeidbar gewesen und d\u00fcrfen daher nun nicht zu Lasten der Fahrg\u00e4ste refinanziert werden.<br \/>\nWeiter fragt man sich, welche Tarife den erh\u00f6ht werden sollen und welche Einnahmensteigerung sich die RMV-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung davon verspricht? Bereits jetzt ist das g\u00fcnstigste Monatsticket der Preisstufe 1 teurer als das Deutschland-Ticket. Falls die Einzelfahrscheine deutlich erh\u00f6ht werden, werden die Kosten des Deutschland-Tickets oft nicht erst bei f\u00fcnf, sondern schon bei drei Tageskarten im Monat erreicht und Einzelfahrschein damit auch f\u00fcr viele Gelegenheitsfahrg\u00e4ste unattraktiv sein. Ein besonderer Extremfall zeichnet sich hier bei einer Fahrt von Frankfurt nach Gie\u00dfen ab, hier kostet ein Einzelfahrschein bereits jetzt 17,60 \u20ac. Wer wirklich wenig Bahn f\u00e4hrt und ein Auto besitzt, wird dort garantiert keinen RMV- Einzelfahrschein kaufen, sondern stattdessen das eigene Auto nutzen. \u201eIn logischer Konsequenz zur Einf\u00fchrung des Deutschlandtickets m\u00fcssten die Einzelfahrscheine und Tageskarten beim RMV eigentlich g\u00fcnstiger werden.  Dabei stellt auch die nur gelegentliche Nutzung des \u00d6PNV einen wichtigen Faktor da.\u201c, so Landesvorsitzender Thomas Kraft.\t<\/p>\n<p>Bleiben also die Senioren, Sch\u00fcler-\/Azubi- und Studententickets. \u201eSollen diese auf das Niveau des Deutschland-Tickets angehoben werden?\u201c <\/p>\n<p>In dem Punkt der Kritik an den politischen Entscheidungsorganen ist Herrn Ringat allerdings zuzustimmen: Das Land Hessen beteiligt sich bei weitem nicht in ausreichendem Ma\u00dfe an der Finanzierung des \u00d6PNV. Denn, wie von ihm aufgef\u00fchrt, hat Berlin im Jahr 2021 zu jedem Euro vom Bund 2,00 Euro hinzugegeben, Bayern 1,10 Euro &#8211; Hessen aber nur 0,21 Euro! Insbesondere ist jedoch eine dauerhafte Finanzierung der 49 Euro-Tickets von Bund und L\u00e4ndern \u00fcber 2024 hinaus nicht sichergestellt. PRO BAHN Hessen fordert die politisch Verantwortlichen sehr deutlich dazu auf, endlich eine unbefristete Finanzierung des \u00d6PNV durch Bund und L\u00e4nder sicherzustellen. Mit der Verstetigung des Deutschlandtickets muss akzeptiert werden, dass der \u00d6PNV nicht mehr wie fr\u00fcher bis zu 55% aus Fahrgeldeinnahmen finanzierbar ist, sondern selbst in Ballungszentren nur noch max. zu 20-30% und der Rest durch Steuermittel ausgeglichen werden muss. Wenn Bund und L\u00e4nder dem nicht nachkommen, dann ist ihnen Verantwortungslosigkeit in massiver Form vorzuwerfen, da dann die Finanzierbarkeit des \u00d6PNV nicht mehr gew\u00e4hrleistet ist, massive Leistungseinschr\u00e4nkungen drohen, Verkehrswende und Klimaschutz in weite Ferne r\u00fccken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der RMV-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Knut Ringat hat angek\u00fcndigt ab 2024 wegen Kostensteigerung die Fahrpreise um 8,2 (!) % zu erh\u00f6hen. Diese immense Kostensteigerung ist vollkommen inakzeptabel, da der RMV schon jetzt eines der teuersten Tarifsysteme deutschlandweit hat. 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