{"id":8886,"date":"2023-06-27T15:00:13","date_gmt":"2023-06-27T13:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=8886"},"modified":"2023-07-16T20:41:29","modified_gmt":"2023-07-16T18:41:29","slug":"fahrgastverband-pro-bahn-kritisiert-die-fehlende-kritische-bestandsaufnahme-im-rhein-main-verkehrsverbund-rmv-vor-der-vertragsverlaengerung-von-rmv-geschaeftsfuehrer-knut-ringat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=8886","title":{"rendered":"Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert  die fehlende kritische Bestandsaufnahme  im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) vor der  Vertragsverl\u00e4ngerung von RMV-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Knut Ringat"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_8892\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/P1000580.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8892\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/P1000580-300x214.jpg\" alt=\"Der aktuelle RMV-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Knut Ringat. F\u00fcr den Rhein-Main-Verkehrsverbund w\u00e4re dringend ein personeller und struktureller Neuanfang geboten. Bild: PRO BAHN Hessen\" width=\"300\" height=\"214\" class=\"size-medium wp-image-8892\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/P1000580-300x214.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/P1000580.jpg 328w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8892\" class=\"wp-caption-text\">Der aktuelle RMV-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Knut Ringat. F\u00fcr den Rhein-Main-Verkehrsverbund w\u00e4re dringend ein personeller und struktureller Neuanfang geboten. Bild: PRO BAHN Hessen<\/p><\/div>\n<p>\u201eF\u00fcr den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) w\u00e4re dringend ein Neuanfang geboten. Dieser ist aus Sicht des Fahrgastverbandes PRO BAHN und seinen hessischen Verbandsgliederungen ohne eine kritische Bestandaufnahme und Bewertung der Fehlentscheidungen der letzten Jahre aber nicht zu erwarten\u201c. Auf dieses Fazit l\u00e4sst sich die Entscheidung des RMV-Aufsichtsrats reduzieren, der sich in seiner Sitzung am 15.06.2023 offenbar ohne relevante Kritik f\u00fcr eine Vertragsverl\u00e4ngerung mit Knut Ringat ausgesprochen hat.<!--more--><\/p>\n<p>PRO BAHN hat viel Bauschmerzen damit, dass Projekte des RMV in den letzten 10 Jahren noch nicht mal ansatzweise zum vorausgesagten Erfolg gef\u00fchrt haben. Mit einem \u00fcberbordenden Pathos wurde Projekt f\u00fcr Projekt beim Start inszeniert und eine \u201einnovative\u201c App nach der anderen vorgestellt. Nach Jahren erlebte man so manche Bauchlandung. Prominentestes Beispiel ist das Projekt RMVSmart, f\u00fcr welches ein Mehrfaches an Probanden angek\u00fcndigt war, als sich letztlich gefunden haben. Eine erhebliche Summe an Geld wurde investiert, aber insgesamt ein Verlust bei den Fahrgeldeinnahmen erzielt. Ein Schatten ihrer selbst sind in dem Vergleich die Teile von RMVSmart, welche nun in das Bestands-Fahrpreissystem \u00fcberf\u00fchrt wurden. Und nach Einf\u00fchrung des Deutschland-Tickets sind diese auch gro\u00dfenteils nutzlos.<\/p>\n<p>Der Misserfolg der Wasserstoffflotte f\u00fcr die Regionalzuglinien im Taunus ist nicht nur ein Thema der Landespolitik. In der Ausf\u00fchrung ist der RMV mit im Boot, da man die Ausschreibung der misslungenen Nahverkehrsleistung zu verantworten hat. Sp\u00e4testens zu dem Zeitpunkt, als sich Lieferschwierigkeiten ebenso abzeichneten wie die Geburtswehen der Alstom iLint-Nahverkehrstriebwagen im laufenden Betrieb, w\u00e4re von einem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verkehrsverbundes ein funktionierender \u201ePlan B\u201c notwendig gewesen. Stattdessen sucht man nach Ausfl\u00fcchten und schiebt die Verantwortung f\u00fcr das Desaster einseitig der Herstellerfirma der Wasserstoff-Z\u00fcge zu. In der Bev\u00f6lkerung der betroffenen Kommunen im Taunus ist die Akzeptanz in f\u00fcr die Eisenbahn und den \u00d6PNV insgesamt um mehrere Jahrzehnte zur\u00fcckgeworfen worden \u2013 mit entsprechenden Einnahmeausf\u00e4llen f\u00fcr den RMV.<\/p>\n<p>Die Zahl der im RMV-Umfeld gegr\u00fcndeten Unternehmen, in welche nicht unerheblich Startkapital aus der RMV-Kasse bereitgestellt wurde, darf in dem Umfang ebenfalls hinterfragt werden. Muss der RMV auf allen Gebieten die federf\u00fchrende Rolle \u00fcbernehmen? Sollte man dies nicht lieber Lehre, Forschung, Entwicklung und insbesondere der mittelst\u00e4ndischen Wirtschaft \u00fcberlassen?  Als Beispiel nennt der PRO BAHN Landesverband Hessen Mobility Inside. Aus Fahrgastsicht w\u00e4re es besser gewesen, sich dem \u201eBrot und Buttergesch\u00e4ft\u201c zu widmen, wie es an anderer Stelle in Bahnkreisen mal genannt wurde. Da man viele Randthemen auf dem Schirm hatte, fehlen seit Ende der 2000er Jahre auf klassischen Feldern im RMV Kapazit\u00e4ten. Zu dem Brot und Buttergesch\u00e4ft z\u00e4hlt aus Sicht von PRO BAHN die zielgerichtete und zeitnahe Umsetzung des Ausbaus und der Ausweitung der Infrastruktur des Schienenpersonennahverkehrs in urbanen \u00dcbergangsbereichen sowie im l\u00e4ndlichen Raum. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ringat steht federf\u00fchrend f\u00fcr eine r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte Bestellung von Nahverkehrsleistungen wie das Beharren, die Leistungsangebote in den B\u00fcndelungen unver\u00e4ndert f\u00fcr die Zeit bis 2040 auszuschreiben, der fehlenden Anzahl in Zukunft erforderlicher Z\u00fcge, entstandener Unbeweglichkeit im Fahrplan. Die Art und Weise der Linienausschreibungen widerspricht dabei auch klar den Konzepten des Deutschlandaktes.<\/p>\n<p>Ein Kassensturz h\u00e4tte gutgetan, bei welchen Nebenkriegsschaupl\u00e4tzen Geld verausgabt wird, bevor man sich das Plazet beim RMV-Aufsichtsrat holte, ab 2024 die Fahrpreise f\u00fcr die gesamte \u201eklassische RMV-Tarifpalette\u201c um \u00fcber 8% zu erh\u00f6hen. Welche Kalkulation der Einnahme-Erh\u00f6hung dieser Tarif-Erh\u00f6hung zugrunde liegt, erschlie\u00dft sich nicht: Da bis auf Einzelfahrscheine und Tageskarten bereits jetzt alle Tarife f\u00fcr Monatskarten (au\u00dfer der 9-Uhr-Monatskarte und der 65+-Monatskarte) in der niedrigsten Preisstufe \u00fcber dem Preis f\u00fcr das Deutschland-Ticket liegen. Offenbar sollen nun Menschen, die aus finanziellen Gr\u00fcnden und\/oder mangels Angebots nur selten den \u00d6PNV nutzen (k\u00f6nnen), mit h\u00f6heren Preisen f\u00fcr Einzelfahrten die Einnahmeausf\u00e4lle aus den o.g. Fehlentscheidungen ausgleichen, w\u00e4hrend gleichzeitig Vorzugskunden, die sich ein Smartphone-Prepaid-Ticket leisten k\u00f6nnen, Rabatte erhalten. Dies ist nicht nur unsozial, diese Rechnung wird auch nicht aufgehen.<\/p>\n<p>Zu alledem zeigt Herr Ringat aus Sicht der interessierten Bev\u00f6lkerung keine Kooperation, keine Dialogbereitschaft, sich einem thematischen Diskurs zu stellen. Mag er dies im repr\u00e4sentativen Raum zur Gen\u00fcge tun, reicht dies in der Breite nicht aus. Die Termine gegen\u00fcber der interessierten Bev\u00f6lkerung, wozu man auch Vereine und Verb\u00e4nde z\u00e4hlen darf, sie stehen in 15 Jahren RMV-Chef Knut Ringat bei Null. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eF\u00fcr den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) w\u00e4re dringend ein Neuanfang geboten. 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