{"id":9068,"date":"2023-12-07T09:46:31","date_gmt":"2023-12-07T08:46:31","guid":{"rendered":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=9068"},"modified":"2023-12-25T14:07:10","modified_gmt":"2023-12-25T13:07:10","slug":"pro-bahn-hessen-kritisiert-vorgehen-und-forderungen-der-gdl-zum-aktuellen-warnstreik-bei-der-deutschen-bahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=9068","title":{"rendered":"PRO BAHN Hessen kritisiert Vorgehen und Forderungen der GdL zum aktuellen Warnstreik bei der Deutschen Bahn"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2013-04-06-09.54.58-rotated.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2013-04-06-09.54.58-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-8831\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2013-04-06-09.54.58-225x300.jpg 225w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2013-04-06-09.54.58-768x1024.jpg 768w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2013-04-06-09.54.58-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2013-04-06-09.54.58-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2013-04-06-09.54.58-rotated.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der PRO-BAHN-Landesverband Hessen sieht den Warnstreik der Gewerkschaft deutscher Lokomotivf\u00fchrer (GdL) in der Ank\u00fcndigungsweise als nicht akzeptabel an. Eine Spanne von knapp mehr als 24 Stunden zwischen Ank\u00fcndigung und Durchf\u00fchrung ist f\u00fcr Fahrg\u00e4ste unzumutbar. Mindestens 48 Stunden m\u00fcssen zwischen Ank\u00fcndigung und Streikbeginn liegen. Hinzu kommt, dass der Streiktag an einem Freitag in der Vorweihnachtszeit liegt. Der Fahrgastverband fordert die GdL daher auf, den Warnstreik unverz\u00fcglich abzusagen und der Eisenbahn nicht mutwillig weitere Sch\u00e4den zuzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>\u201eObwohl die Deutsche Bahn bereits ein Angebot vorgelegt hat, hat die GdL nach nur anderthalb Verhandlungsrunden die Gespr\u00e4che f\u00fcr gescheitert erkl\u00e4rt und sogar schon vorher die Urabstimmung eingeleitet. Herr Weselsky will sich offenbar nicht einigen, sondern legt es auf Streik an\u201c, beurteilt Thomas Kraft, Landesvorsitzender des PRO-BAHN-Landesverbandes Hessen die Situation. \u201eDas ist inakzeptabel, zumal der \u00f6ffentliche Personenverkehr Teil der Daseinsvorsorge ist und deswegen besondere Umsicht in Tarifverhandlungen zu erwarten w\u00e4re.\u201c<!--more--><\/p>\n<p>PRO BAHN steht hinter dem Streikrecht in Deutschland und sieht nat\u00fcrlich die Notwendigkeit, Lokf\u00fchrern und anderen Besch\u00e4ftigten der Deutschen Bahn und anderer Eisenbahnunternehmen ein attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen. Wenn man aber ohne Kompromissbereitschaft an den aktuellen Forderungen wie der 35-Stunden-Woche im Schichtdienst in den laufenden Tarifverhandlungen festh\u00e4lt und sogar noch lapidar erkl\u00e4rt, der Personalmangel gehe einen nichts an, dann ist das ein unverantwortliches Verhalten dieser Arbeitnehmervereinigung, welche in weiten Teilen des Bahnwesens bei weitem nicht die Mehrheit der gewerkschaftlich organisierten Bediensteten auf sich vereinigen kann. Offenbar geht es nur darum, im Machtkampf mit der Eisenbahnergewerkschaft EVG Boden gutzumachen, welche dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) angeh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die Landesmitgliederversammlung von PRO BAHN Hessen hat am 28.10.2023 die Kernforderung erhoben, dass Berufe wie Fahrdienstleiter zu gesamtgesellschaftlich systemrelevanten Berufen per Gesetz festgelegt werden. Hierzu sind der Bundestag, das Bundesverkehrsministerium und die zust\u00e4ndigen Landesministerien gefordert, entsprechende gesetzliche Grundlagen zu schaffen. Zudem ist der Staat dann in der Pflicht, die entsprechenden Rahmenbedingungen f\u00fcr diese Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen, dass Personal in ausreichender Zahl ausgebildet wird und f\u00fcr viele Faktoren mehr, so dass die aktuellen Probleme in Vorausschau vermieden werden. Den sensiblen Bereich \u00f6ffentliches Verkehrswesen kann man sich nicht selbst \u00fcberlassen, so wie dies in den letzten 30 Jahren erfolgt ist, so PRO BAHN Hessen.<\/p>\n<p>\u201eSchon heute leiden wir Fahrg\u00e4ste unter massiven personalbedingten Zugausf\u00e4llen bei praktisch allen Eisenbahnunternehmen. Bei den in Hessen auf der Schiene t\u00e4tigen Verkehrsunternehmen, ob DB Regio, Hessische Landesbahn (HLB) inkl. Cantus, Kurhessenbahn oder VIAS, alle mussten in den letzten eineinhalb Jahren teils f\u00fcr Wochen ihren Betrieb f\u00fcr einzelne Fahrten oder gar ganzt\u00e4tig reduzieren.<\/p>\n<p>Der Wunsch nach k\u00fcrzeren Arbeitszeiten ist angesichts der anspruchsvollen Arbeitsbedingungen im Bahnwesen, ob Lokf\u00fchrer oder Fahrdienstleiter ist auch f\u00fcr PRO BAHN Hessen einerseits nachvollziehbar. Die aktuellen Faktenlage des Arbeitskr\u00e4ftemangels l\u00e4sst dies jedoch nicht zu. Eine sofortige Verk\u00fcrzung der Arbeitszeit um ca. 10 Prozent bei der Deutschen Bahn w\u00fcrde zu noch mehr Zugausf\u00e4llen f\u00fchren; so schnell kann kein Arbeitgeber seine Belegschaft vergr\u00f6\u00dfern\u201c, erl\u00e4utert Thomas Kraft das Problem mit der Kernforderung der GdL. Arbeitgeber und Gewerkschaft m\u00fcssen gemeinsam tragf\u00e4hige L\u00f6sungen erarbeiten. Dies scheitert derzeit aber an der Kompromisslosigkeit der GdL.\u201c<\/p>\n<p>Der Fahrgastverband ruft Fahrg\u00e4ste in Hessen auf, w\u00e4hrend der Streikdauer m\u00f6glichst auf Nahverkehrslinien der Verkehrsunternehmen, die nicht bestreikt werden, insbesondere die Hessische Landesbahn und VIAS auszuweichen. Das ist leider im Nahverkehr nur eingeschr\u00e4nkt und im Fernverkehr so gut wie gar nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\nThomas Kraft, Landesvorsitzender<br \/>\nWerner Filzinger, Landesvorstandsmitglied<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der PRO-BAHN-Landesverband Hessen sieht den Warnstreik der Gewerkschaft deutscher Lokomotivf\u00fchrer (GdL) in der Ank\u00fcndigungsweise als nicht akzeptabel an. Eine Spanne von knapp mehr als 24 Stunden zwischen Ank\u00fcndigung und Durchf\u00fchrung ist f\u00fcr Fahrg\u00e4ste unzumutbar. 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