{"id":9166,"date":"2022-08-29T11:47:35","date_gmt":"2022-08-29T09:47:35","guid":{"rendered":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=9166"},"modified":"2023-12-31T11:47:58","modified_gmt":"2023-12-31T10:47:58","slug":"9-euro-ticket-ist-der-weg-in-die-richtige-richtung-die-rahmenbedingungen-fuer-eine-dauerhafte-nachfolgeregelung-muessen-schnellstens-geschaffen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=9166","title":{"rendered":"9-Euro-Ticket ist der Weg in die richtige Richtung, die Rahmenbedingungen f\u00fcr eine dauerhafte Nachfolgeregelung m\u00fcssen schnellstens geschaffen werden."},"content":{"rendered":"<p><strong>PRO BAHN Hessen widerspricht der Reduzierung auf den Bedarf allein zu touristischen Zwecken und zu geselligen Anl\u00e4ssen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/9-Euro-Ticket-gedreht.jpg-klein-500.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/9-Euro-Ticket-gedreht.jpg-klein-500.png\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"281\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8546\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/9-Euro-Ticket-gedreht.jpg-klein-500.png 500w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/9-Euro-Ticket-gedreht.jpg-klein-500-300x169.png 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Erfahrungen aus dem 9-Euro-Ticket sind sehr n\u00fctzlich f\u00fcr die k\u00fcnftige Aufstellung des \u00d6ffentlichen Personennahverkehrs (\u00d6PNV) in Deutschland. Es habe sich deutlich herausgestellt, dass der Wunsch, mit Bussen und Bahnen zu fahren, weitaus gr\u00f6\u00dfer in der Bev\u00f6lkerung verankert ist, als dies in Politik und Verkehrswesen auch noch in den letzten Jahren und Monaten vertreten wurde.<\/p>\n<p>Der PRO BAHN Landesverband Hessen e.V. widerspricht der These deutlich, dass dieses einfache Ticket nur zu Geselligkeits- und Urlaubsfahrten genutzt wurde.  Die \u201eBerlin\/Ostsee-These\u201c, wie sie auch von anderen Fahrgastvertretungen in den Vordergrund gestellt wird, diese ist deutlich widerlegt. So sind es vielmehr die langstreckigen Regional-Express-Verbindungen, mit welchen man 200 km und mehr umsteigefrei reisen kann, in Anspruch genommen worden und nicht zum gro\u00dfen Teil Verbindungen in Tourismusorte.<!--more--><\/p>\n<p>Die Dramatik des Reisens in Deutschland ist vielmehr, dass diverse Einkommensschichten sich kurzfristig das Bahnreisen mit dem Fernverkehr \u00fcber gr\u00f6\u00dfere Distanzen nicht mehr leisten k\u00f6nnen. Viele k\u00f6nnen aus beruflichen, privaten oder bildungsbezogenen Gr\u00fcnden nicht viele Wochen im Voraus eine Reise planen. Das g\u00fcnstige 9-Euro-Ticket hat genau diesen Bev\u00f6lkerungsgruppen die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnet, mehrere Fahrten zus\u00e4tzlich zu unternehmen, um z.B. am Wochenende zu pendeln.<\/p>\n<p>Eine weitere Gruppe ist unter denjenigen zu finden, welche die M\u00f6glichkeit haben, zwischen Auto und \u00d6PNV auszuw\u00e4hlen. Bei diesen Gelegenheitsfahrenden ist ein einfacher, verst\u00e4ndlicher, nicht an Grenzen von St\u00e4dten, Landkreisen und Bundesl\u00e4ndern festzumachender Fahrschein die Eingangst\u00fcr, dass man auch diese Fahrg\u00e4ste gewinnen kann.<\/p>\n<p>Nachteil zum 9-Euro-Ticket war die gleichzeitige Senkung der Mineral\u00f6lsteuer. W\u00e4re der Benzinpreis 30 Cent teurer, h\u00e4tte dies noch mehr Menschen dazu bewogen, das Auto stehenzulassen und mit dem \u00d6PNV zu fahren.<\/p>\n<p>Der PRO BAHN Landesverband Hessen fordert Bund und L\u00e4nder sowie das Verkehrswesen dazu auf, schnellstens eine Nachfolgeregelung zu erarbeiten und an den Start zu bringen. Dabei muss auch endlich die Selektierung fallen, dass solche Tickets nicht von Pendlerinnen und Pendlern genutzt werden d\u00fcrfen und wochentags erst ab 9:00 Uhr nutzbar sind. Die Fahrgastvertreter aus Hessen schlagen weiterhin ein dreistufiges Modell in Form eines Regionaltickets, Bundesland-Plus-Tickets (bis zu 3 Bundesl\u00e4nder) und Deutschlandtickets vor. Dem Betrag von 69 Euro f\u00fcr das deutschlandweite Ticket, wie es der Hess. Verkehrsminister Al-Wazir und der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) vorschlagen, wird eindeutig widersprochen. Solch ein Preis w\u00e4re weder zeitgem\u00e4\u00df, noch sozial und werden auch mittelfristig nicht zu h\u00f6heren Fahrgastzahlen f\u00fchren. Nun drohe zwangsl\u00e4ufig eine \u00dcbergangsphase zum klassischen kleingliedrigen und teuren Tarifsystem. Diese Phase d\u00fcrfe jedoch nicht l\u00e4nger als ein paar Monate dauern. Es wird vorgeschlagen, sp\u00e4testens entweder zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember oder zum Jahreswechsel 2022\/2023 solch ein einheitliches Ticket anzubieten.<\/p>\n<p>Einhergehen muss dies mit einem neuen Beschleunigungsgesetz f\u00fcr den Eisenbahnbau, um die Projekte schneller zur Ausf\u00fchrungsreife zu bringen sowie eine gesetzliche Vorrangstellung der Schiene gegen\u00fcber anderen Faktenlagen und Interessen, um jahrelange Gerichtsverfahren von vorn herein zu vermeiden. Lediglich eine Vermehrfachung des heutigen Angebots von Bussen und Bahnen, auch in den l\u00e4ndlichen R\u00e4umen, in kleinen Orten unter 700 Einwohnern, wird selbst bei entsprechenden Flatratetickets, nur auf die Art zu einer gesamtgesellschaftlichen Verkehrswende f\u00fchren.<\/p>\n<p>Alles in allem m\u00fcssen die Mittel f\u00fcr den Betrieb seitens Bund und L\u00e4nder vom heutigen Stand ausgehend in den n\u00e4chsten Jahren mindestens verdoppelt werden und die Investitionssummen mit der Zahl baureifer Projekte in den n\u00e4chsten Jahren deutlich im entsprechendem Ma\u00df steigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PRO BAHN Hessen widerspricht der Reduzierung auf den Bedarf allein zu touristischen Zwecken und zu geselligen Anl\u00e4ssen Die Erfahrungen aus dem 9-Euro-Ticket sind sehr n\u00fctzlich f\u00fcr die k\u00fcnftige Aufstellung des \u00d6ffentlichen Personennahverkehrs (\u00d6PNV) in Deutschland. 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