{"id":938,"date":"2013-12-02T15:59:12","date_gmt":"2013-12-02T13:59:12","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=938"},"modified":"2014-03-02T00:29:45","modified_gmt":"2014-03-01T22:29:45","slug":"fahrpreiserhohung-bei-bussen-und-bahnen-zum-15-dezember-2013-von-moderat-bis-exorbitant-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=938","title":{"rendered":"Fahrpreiserh\u00f6hung bei Bussen und Bahnen zum 15. Dezember 2013 von moderat bis exorbitant"},"content":{"rendered":"<p>Einer \u201aguten\u2018 Tradition soll man schon um seiner selbst willen treu bleiben. Dieser Meinung huldigen auch in diesem Jahr wieder in trauter Einigkeit Deutsche Bahn und Rhein-Main-Verkehrsverbund. Beide pflegen das liebgewonnene Brauchtum und erh\u00f6hen ihre Preise zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013. Der Fahrgastverband PRO BAHN Hessen spricht sich nicht generell gegen Fahrpreisanpassungen aus, sofern sie denn moderat ausfallen, zur Steigerung der Qualit\u00e4t und Verbesserung des Angebots f\u00fchren und nebenbei auch dazu verwendet werden, das Personal angemessen zu entlohnen.<a href=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/2013-02-12-11.22.55-klein-400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/2013-02-12-11.22.55-klein-400-300x225.jpg\" alt=\"SAMSUNG\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-673\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/2013-02-12-11.22.55-klein-400-300x225.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/2013-02-12-11.22.55-klein-400.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><!--more--><\/p>\n<p>1.   Deutsche Bahn: Fahrpreiserh\u00f6hung<br \/>\nBei der Deutschen Bahn steigen die Fahrpreise im Nahverkehr um durchschnittlich 2,9 %, im Fernverkehr um 2,5 %.Ausgenommen sind hierbei die vom Fr\u00fchjahrhochwasser \u00fcber Monate erheblich beeintr\u00e4chtigten Verbindungen vom Rheinland nach Berlin. Doppelt bestraft werden einmal mehr die BahnCard-Inhaber: Sie zahlen zus\u00e4tzlich zu den Fahrpreiserh\u00f6hungen bei der j\u00e4hrliche f\u00e4lligen Erneuerung der Karte 1,6 % (BC 25) bzw. 2,5 % (BC 50) mehr. Erfreulicherweise bleiben dagegen alle erm\u00e4\u00dfigten BahnCards, also die f\u00fcr Jugendliche, Studenten und Senioren, im Preis konstant.Auch bei den Sparangeboten, die laut Bahn immerhin von 50 Prozent der Reisenden genutzt werden, \u00e4ndert sich nichts. Bei der Sitzplatzreservierung langt die Bahn dagegen besonders kr\u00e4ftig zu. Die Geb\u00fchr steigt um saftige 12,5 % auf \u20ac 4,50 je Richtung.<\/p>\n<p>Um das Ansehen der Deutschen Bahn ist es nach eigenem Bekunden aufgrund der steigenden Zahl von Zugausf\u00e4llen und rund um die Geschehnisse um die Stellwerkmisere von Mainz im Sommer nicht unbedingt zum Besten bestellt.Und das angeknackste Image d\u00fcrfte sich in n\u00e4chster Zeit noch dramatisch weiter verschlechtern. Seit Mehdorns B\u00f6rsengangtr\u00e4umen f\u00e4hrt die Bahn auf Verschlei\u00df. Inzwischen gelten 1.400 Br\u00fccken als marode, die Stellwerktechnik ist vielerorts schon lange nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df und beim Altersdurchschnitt der Besch\u00e4ftigten von 47 Jahren l\u00e4sst sich auf den Tag genau vorhersagen, wann das System Schiene auf Grund fehlender Mitarbeiter kollabieren wird. Vom Management eines Konzerns muss man erwarten k\u00f6nnen, dass es alle Prozesse fr\u00fchzeitig ersch\u00f6pfend analysiert und im Falle von erkennbaren M\u00e4ngeln rechtzeitig und gezielt gegensteuert. Die Frage stellt sich, ob die Bahn die erforderlichen Ma\u00dfnahmen in eitler Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung nicht rechtzeitig ergriffen hat oder das Management im Festhalten an dem eigenen Stuhl gegen\u00fcber der Politik nicht mit dem gebotenen Nachdruck aufgetreten ist. Man darf gespannt sein, wie sich zuk\u00fcnftige Preiserh\u00f6hungen rechtfertigen lassen, wenn sich Angebot und Qualit\u00e4t bei der Deutschen Bahn weiter verschlechtern, meint der Fahrgastverband PRO BAHN Hessen.<\/p>\n<p>2.   RMV: Verteuerung von moderat bis exorbitant<br \/>\nMit seiner durchschnittlichen Fahrpreiserh\u00f6hung von 2,44 Prozent liegt der RMV zwar immer noch deutlich \u00fcber der als Bemessungsgrundlageempfohlenen Inflationsrate von derzeit 1,2 Prozent.Die Anpassung bewegt sich aber erfreulicherweise im Vergleich mit anderen deutschen Verkehrsverb\u00fcnden ganz am unteren Ende der Skala. Vier Angebote bleiben sogar unver\u00e4ndert, n\u00e4mlich die Einzelfahrscheine f\u00fcr Erwachsene und Kinder in Frankfurt und im gemeinsamen Tarifgebiet Mainz\/Wiesbaden. Und um vier Prozent verbilligt sich in Offenbach sogar die Seniorenkarte 65+.Die Anhebungen bei dem viel zu wenig bekannten \u201eKn\u00fcllerangebot\u201c des RMV, der Gruppentageskarte fallen erfreulicherweise absolut moderat aus. Bei der Preisstufe 4 bleibt es sogar unver\u00e4ndert bei \u20ac 15,00. Mit der Gruppenkarte reisen vier Erwachsene in der Regel bereits auf nur einer Teilstrecke preiswerter, als wenn jeder einen Einzelfahrschein l\u00f6sen w\u00fcrde. Dazu der Pressesprecher Wilfried Staub von PRO BAHN: \u201eBei zwei Erwachsenen lohnt sich die Gruppentageskarte, was viel zu wenig bekannt ist, bereits bei einer Hin- und R\u00fcckfahrt. Zudem sind Tageskarten als besonderesSchmankerlauch noch \u00fcbertragbar.\u201c<br \/>\nGanz so rosig sieht es jedoch nicht bei allen Preisstufen aus. Ganz erheblich teurer, und zwar zwischen vier und \u00fcber neun Prozent, werden Einzelfahrscheine f\u00fcr Erwachsene und Kinder auf den Kurzstreckentarifen 1 bis 3(vgl. auch die Aufstellung in der Anlage). Noch h\u00e4rter trifft es die Fahrg\u00e4ste in den St\u00e4dten mit Sonderstatus, als da w\u00e4ren:Bad Homburg, Fulda, Gie\u00dfen, Hanau, Marburg, R\u00fcsselsheim und Wetzlar. Hier werden Zeitkarten im reinen Stadtverkehrum f\u00fcnf und Einzelfahrscheine sogar um bis zu 17 Prozent teurer. F\u00fcr Bad Homburg (\u00fcber 50.000 Einwohner) mag dies durchaus berechtigt erscheinen. Auf einem Streckennetz von 55 Kilometer, bei 130 Haltestellen, 24 Buslinien und 33 Bussen, die meist im 15-Minutentakt unterwegs sind, kann man die Erh\u00f6hung, ohne die das hervorragende Angebot auf Dauer nicht aufrecht erhalten werden kann, durchaus als gerechtfertigt betrachten. Auch bei den anderen Sonderstatusst\u00e4dten liegt die Verkehrsleistung meist deutlich \u00fcber der in normalen A0-Tarifgebieten. Bei der Berechnung der neuen Preisstufe \u201eS1\u201c h\u00e4tten der RMV und die betroffenen Oberb\u00fcrgermeister aber durchaus etwas mehr Sensibilit\u00e4t an den Tag legen k\u00f6nnen.<br \/>\nDen ersten Schritt zu mehr Familienfreundlichkeit macht der RMV mit der erweiterten Mitnahmem\u00f6glichkeit auf eine Zeitkarte abends nach 19 Uhr und am Wochenende f\u00fcr einen Erwachsenen und beliebig viele eigene und\/oder fremde Kinder. Die langj\u00e4hrige Forderung von PRO BAHN auf Reduzierung der Kinderfahrscheine auf 50 Prozent des Erwachsenentarif blieb erneut genauso ungeh\u00f6rt wie die kostenneutrale Ausweitung der G\u00fcltigkeit der CleverCard auf das gesamte Kreisgebiet des Wohn- und des Schulortes.<br \/>\nSchlie\u00dflich moniert der Hessische Fahrgastverband, dass der RMV die nunmehr seit \u00fcber zehn Jahren angek\u00fcndigte Tarifreform von einem auf das andere Jahr verschleppt. Auf die Einf\u00fchrung des Ballungsraumtickets, das H\u00e4rtef\u00e4lle bei Fahrten aus der Region nach Frankfurt beseitigen sollte, hatte man gro\u00dfe Erwartungen gekn\u00fcpft. \u201eJetzt setzten wir gro\u00dfe Hoffnung auf die nunmehr verbindlich f\u00fcr den Dezember 2014 angek\u00fcndigte gro\u00dfe Tarifreform des RMV\u201c, hofft zumindest Thomas Kraft, Landesvorsitzender des hessischen Fahrgastverbandes, nicht ohne dabei eine gewisse Skepsis zum Ausdruck zu bringen, dass wir in zw\u00f6lf Monaten erneut vertr\u00f6stet werden.<\/p>\n<p>3. NVV und vrn<br \/>\nAuch der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) in Kassel passt seine Tarife zum 15. Dezember 2013 an gestiegenen Energie- und Personalkosten an, so die Begr\u00fcndung der Gesch\u00e4ftsleitung. Die durchschnittliche Teuerungsrate betr\u00e4gt hier 3,6 Prozent.Der Aufsichtsrat hat sich f\u00fcr eine moderate, deutlich unter der Kostenerh\u00f6hung liegende Anpassung der Tarife entschieden. Er ist damit der Empfehlung der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung gefolgt, um (Zitat:) die Fahrg\u00e4ste nicht \u00fcber Geb\u00fchr mit h\u00f6heren Fahrpreisen zu belasten.<br \/>\nDer dritte in Hessen im Kreis Bergstra\u00dfe t\u00e4tige Verkehrsverbund, der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (vrn) erh\u00f6ht seine Preise f\u00fcr die verschiedenen Fahrkarten wie \u00fcblich erst zum 1. Januar 2014 und zwarum durchschnittlich 3,3 Prozent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einer \u201aguten\u2018 Tradition soll man schon um seiner selbst willen treu bleiben. Dieser Meinung huldigen auch in diesem Jahr wieder in trauter Einigkeit Deutsche Bahn und Rhein-Main-Verkehrsverbund. 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