{"id":9748,"date":"2025-01-07T20:18:33","date_gmt":"2025-01-07T19:18:33","guid":{"rendered":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=9748"},"modified":"2025-01-07T20:18:33","modified_gmt":"2025-01-07T19:18:33","slug":"pro-bahn-hessen-fordert-beseitigung-des-personalnotstands-bei-den-stellwerken-in-frankfurt-und-hanau-bis-im-fruehling-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/?p=9748","title":{"rendered":"PRO BAHN Hessen fordert Beseitigung des Personalnotstands bei den Stellwerken in Frankfurt und Hanau bis im Fr\u00fchling 2025"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/DSC08789-geschnitten-400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/DSC08789-geschnitten-400-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" class=\"alignleft size-medium wp-image-8312\" srcset=\"https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/DSC08789-geschnitten-400-300x212.jpg 300w, https:\/\/pro-bahn-hessen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/DSC08789-geschnitten-400.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Abendliche Reduzierungen im Bahnnetz beider St\u00e4dte schr\u00e4nken die Region auf der Schiene im Umkreis von 100 km massiv ein<\/strong><\/p>\n<p>Die Dramaturgie in den Fehlentscheidungen der verantwortlichen Tochterunternehmen des Deutsche Bahn Konzerns bedarf endlich eines schnellen Eingreifens. Dass betreffende Stellwerke in Frankfurt am Main und Hanau seit nunmehr zehn Monaten tageszeitweise nicht besetzt sind und dieser Zustand noch bis Ende September 2025 so bleiben soll, kann nicht so bleiben. Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert mit aller Deutlichkeit eine schnellere Beendigung dieses Notstands.<!--more--><\/p>\n<p>Worum geht es? Seit Ende M\u00e4rz 2024, unmittelbar nach den Einschr\u00e4nkungen aufgrund des GdL-Streiks, sind in Frankfurt am Main zwischen 20:00 Uhr und 23:00 Uhr Teile der Stellwerke nicht besetzt. Nur ein Teil der zugverkehrssteuernden Stellen ist besetzt. Folge ist, dass ein gro\u00dfer Teil des Regional-zugverkehrs seit fast 10 Monaten nicht erbracht werden kann. Auf der Main-Weser-Bahn (Frankfurt-Friedberg-Gie\u00dfen-Marburg-Kassel) bedeutet dies, dass die Z\u00fcge des Mittelhessen-Netzes (RB40\/RB41\/RB37) erst ab Friedberg, einzeln ab Bad Vilbel und Butzbach gen Norden eingesetzt werden bzw. dort wenden. F\u00fcr die 1 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner in Mittelhessen, die zu gro\u00dfen Teilen den wichtigen Umsteigeknoten Gie\u00dfen erreichen wollen, gibt es statt eines Zuges alle 20\u201330 Minuten k\u00fcnftig nur noch eine Verbindung im 60-Minuten-Takt. Die Fahrg\u00e4ste m\u00fcssen auf den RE30 und den RE98\/99 ausweichen, der nur in Friedberg und Gie\u00dfen h\u00e4lt. Gleiches gilt f\u00fcr die Achse Frankfurt-H\u00f6chst-Hofheim-Niedernhausen-Limburg. Die RE20\/RB22 m\u00fcssen in Hofheim (Taunus) wenden. Die Fahrg\u00e4ste werden auf die S2 verwiesen.  Betroffen ist ebenfalls die RB12 Frankfurt Hbf-K\u00f6nigstein welche von K\u00f6nigstein kommend vorzeitig in Frankfurt-H\u00f6chst endet. Auch die s\u00fcdlich die Mainmetropole ansteuernden Regionalz\u00fcge haben unter den Fahrplanstreichungen zu leiden. In dem Zeitraum fahren die Z\u00fcge der Odenwaldbahn (RB82 und RE85) nicht nach Frankfurt, sondern m\u00fcssen vorher wenden.<\/p>\n<p>Die Folge sind so gut wie immer \u00fcberf\u00fcllte Z\u00fcge. Finden Veranstaltungen in Frankfurt statt, kann man nicht mehr nur von \u00dcberf\u00fcllung sprechen, sondern w\u00fcrdeloser St\u00fcckgutverladung am Rande der K\u00f6rperverletzung. <\/p>\n<p>In Hanau stellt sich die katastrophale Situation so da, dass die Z\u00fcge der Strecke Friedberg-Nidderau-Hanau nicht in den dortigen Hauptbahnhof einfahren k\u00f6nnen. Die Z\u00fcge fahren nur bis Hanau Nord und wenden dort. Zeitweise sind aber auch die Stellwerksposten aus und in Richtung Aschaffenburg nicht ausreichend besetzt, was dann auch den Fernverkehr massiv beeintr\u00e4chtigt. Komplizierte Umleitungen \u00fcber Darmstadt oder das au\u00dfergew\u00f6hnliche Befahren von Gleisen im Vorfeld von Hanau mit Fahrtrichtungswechseln auf freier Strecke sind keine Seltenheit mehr.<\/p>\n<p>Mit deutlicher Kritik und als gesamtgesellschaftlich nicht akzeptabel bezeichnet der PRO BAHN Landesverband Hessen die verkl\u00e4renden, verharmlosenden, ja in Teilen als Unwahrheit zu bezeichnenden Informationen im Internet. Es werde mit voranschreitender Zeit die Information \u00fcber den Beeintr\u00e4chtigungszeitraum stets so dargestellt, als sei die Situation erst \u201evor kurzem\u201c eingetreten. Fakt ist, speziell dieser Bahnnotstand mit Leitungsmanagementversagen in Frankfurt am Main und Hanau besteht seit Ende M\u00e4rz 2024. Die Fahrg\u00e4ste und die Gesamtgesellschaft werden zwischenzeitlich f\u00fcr dumm verkauft, als wenn die Situation erst seit dem 30.09.2024 entstanden sei, der Hammer dann, dass das Datum auf den 30.11.2024 ge\u00e4ndert wurde. <\/p>\n<p>Man h\u00e4tte der Sonntagsrede des DB-Konzernbevollm\u00e4chtigten Dr. Klaus Vornhusen schon im Fr\u00fchjahr 2024 keinen Glauben schenken sollten, der damals die guten Aussichten verk\u00fcndete, dass sich mit den Ausbildungsabsolventen im September 2024 danach die personellen Probleme entscheidend abmildern. Das Gegenteil ist der Fall, die Personalengp\u00e4sse sind noch schlimmer als vor einem Jahr. Zudem darf bezweifelt werden, ob gerade der stark frequentierte Knoten Frankfurt am Main mit frisch ausgebildeten Kr\u00e4ften zum nicht unerheblichen Teil besetzt werden kann. Das neue Datum 30.09.2025 wurde nicht zuf\u00e4llig gew\u00e4hlt, sondern ergibt sich daraus, dass man erneut auf den Abschluss des n\u00e4chsten Ausbildungsjahrgangs setzte, um die bestehenden L\u00fccken zu schlie\u00dfen. Sonntagsreden allein, diesen schenkt der Fahrgastverband PRO BAHN keinen Glauben, sondern sieht Bedarf der Darlegung der kompletten Personaldecke und Personalentwicklung des operativen Gesch\u00e4ftsfeldes der Bahn.<\/p>\n<p>Auch die Informationspolitik \u00fcber Fahrplan\u00e4nderungen stellt sich ebenfalls als katastrophal dar. Angek\u00fcndigte Zeitr\u00e4ume des eingeschr\u00e4nkten Regionalzugverkehrs in Frankfurt und Hanau hat man verstreichen lassen. Die elektronischen Auskunftsplattformen weisen ab dem Zeitpunkt den eigentlichen Fahrplan aus, welchen der unbedarfte Fahrgast dann auch erwartet. Insiderinnen, Insider und t\u00e4glich Reisende wissen nat\u00fcrlich, dass vor dem gesellschaftspolitischen Offenbarungseid stehende Bahnwesen wird es auch am n\u00e4chsten Tag nicht hinbekommen. Wochen sind im Oktober und Dezember 2024 vergangen, bis dass in den Datenbanken der reduzierte Fahrplan f\u00fcr den verl\u00e4ngerten Zeitraum bereitgestellt wurde. Bekannt ist, dass die Bahnverkehrsunternehmen Ver\u00e4nderungen nur wenige Male in der Woche ge\u00e4nderte Fahrplandaten \u00f6ffentlich bereitgestellt bekommen. Auch das sog. \u201eEurop\u00e4ische Fahrplanzentrum\u201c, welches diese Bereitstellung verantwortet, ist in der Verantwortung des DB-Konzerns. Fazit aus all der schleppenden Fahrplaninformation ist, dass selbst in Zeiten der Schreibmaschine und des Pferdes als Verkehrsmittel die interessierte Bev\u00f6lkerung schneller informiert war als im Bahnwesen Deutschlands der Jahre 2024 und 2025.<\/p>\n<p>PRO BAHN Hessen fordert die Deutsche Bahn unmissverst\u00e4ndlich auf, unter der Ber\u00fccksichtigung der gesetzlich notwendigen Einarbeitungszeiten, vorhandenes Personal aus anderen Teilen Deutschlands abzuziehen und in Frankfurt am Main und Hanau einzuarbeiten, so dass ein Vollbetrieb des wichtigsten Schienensektors in Deutschland im Fr\u00fchling 2025 wieder personalsicher gew\u00e4hrleistet werden kann. Der Fahrgastverband PRO BAHN m\u00f6chte nicht die eine Stadt gegen die andere ausspielen, auch nicht Stadt gegen Land. PRO BAHN tritt f\u00fcr gleiche Lebensverh\u00e4ltnisse \u00fcberall ein, von welchen Deutschland weit entfernt ist. Es ist klar, dass sich der herbeigef\u00fchrte Notstand nicht \u00fcberall kurzfristig l\u00f6sen l\u00e4sst. An den neuralgischen Punkten des bundesweiten Schienennetzes, wie sie u.a. Frankfurt und Hanau erstrangig darstellen, dort muss kurzfristig binnen Wochen bzw. weniger Monate eine L\u00f6sung herbeigef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Der Bahnnotstand muss endlich aufgearbeitet werden. Es muss eine Neustrukturierung des Schienenverkehrswesens aufgebaut werden, dass mittelfristig \u00fcberall diese Missst\u00e4nde nicht mehr vorhanden sind. Der PRO BAHN Landesverband Hessen k\u00fcndigt deutlichen \u00f6ffentlichen und gesellschaftlichen Protest gegen das Missmanagement des \u00f6ffentlichen Verkehrswesens, voran der Deutschen Bahn an. Die Bev\u00f6lkerung ist eingeladen, sich bei den Protesten einzubringen.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\nThomas Kraft, Landesvorsitzender<br \/>\nPhilipp Loth, Stellv. 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