PRO BAHN Hessen zur Fahrpreiserhöhung im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) zum 01.01.2017

Wir veröffentlichen hiermit zum Thema der Fahrpreiserhöhung im verbundbezogenen Nahverkehr nochmals unsere Pressemitteilung vom Juni 2016.

Der unabhängige Fahrgastverband PRO BAHN Hessen sieht die Fahrpreiserhöhung beim RMV für das Geschäftsjahr 2017 mit gemischten Gefühlen. Sie liegt wie im vergangenen Jahr – so weit bis jetzt bekannt – im unteren Bereich der Skala aller deutschen Verbünde. Das ist aber leider dreimal so hoch wie die Inflationsrate, welche die Fahrgastvertreter als Richtwert für erträgliche Fahrgeldanpassungen ansehen.

Fahrkartenautomaten Frankfurt Hbf.

SAMSUNG

Die Höhe ist umso bedauerlicher, weil sich die Spritpreise in den letzten zwölf Monaten sogar deflationär entwickelt haben und weil sich dadurch die Spanne der Kosten der ÖPNV-Nutzer und die der Autofahrer weiter vergrößert.

Erfreulich dagegen ist, dass die Fahrpreise für Kinderfahrscheine im kommenden Jahr erstmals nicht angehoben werden. Damit erfüllt der RMV eine langjährige Forderung von PRO BAHN für eine familienfreundlichere Preisgestaltung mit dem Ziel, Kinderfahrscheine auf maximal 50 Prozent des Erwachsenentarifs zu begrenzen. Im nächsten Schritt sollte dann die Altersbegrenzung für Kinder auf 17 Jahre bzw. auf die Zeit des Endes der Schulausbildung angehoben werden. Damit würde der RMV einer Entwicklung für die heute übliche längeren Ausbildungszeit der Jugendlichen Rechnung tragen, meint Thomas Kraft, Vorsitzender des Landesverbandes PRO BAHN Hessen.

Mit der nahezu flächendeckenden Einführung der CleverCard in diesem Jahr und dem Angebot der 65-plus-Karte vor drei Jahren hat der RMV weitere Forderungen von PRO BAHN bereits erfüllt. Ziel der Fahrgastvertreter ist allerdings eine hessenweit gültige Schülerkarte und eine drastische Preissenkung bei der Seniorenkarte herbeizuführen. Gerade einmal 10.000 verkaufte Jahreskarten belegen, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmig ist, belegt Wilfried Staub, der Pressesprechen von PRO BAHN Hessen. Im Verbund Berlin-Brandenburg sind rund 100.000 und in München sogar 200.000 Rentner im Besitz einer solchen Zeitkarte. Was beide Forderungen betrifft, so hofft Staub auf die tatkräftige Unterstützung durch politisch relevante Kräfte im Lande.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>