
Die Wasserstoffzüge sind inzwischen seit einer gefühlten Ewigkeit auf dem Abstellgleis und warten mutmaßlich auf die Nachrüstung. Die Folgen der illegal vollgesprühten Karosserie sind ein sichtbares Zeichen.
Nachdem sich die Serie von Pleiten, Pech und Pannen beim Einsatz der Wasserstoff-Züge im Taunus fortsetzt und kürzlich mitgeteilt wurde, dass die „runderneuerte“ Wasserstoff-Flotte erst zum Jahresende 2026/Jahresbeginn 2027 einsatzfähig zurück sein soll, fordert der PRO BAHN-Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main, endlich die Reißleine zu ziehen.
Nachdem es vier Jahre lang nicht gelungen ist, alle 27 vom RMV für eine halbe Milliarde Euro angeschafften Wasserstoff-Züge im Regelbetrieb einzusetzen, sollte den Verantwortlichen beim RMV klargeworden sein, dass das Experiment „Wasserstoff“ gescheitert und den Fahrgästen nicht dauerhaft zuzumuten ist. Bekanntlich müssen Brennstoff-Zellen nach 4-5 Jahren ausgetauscht werden, dieser Zeitraum ist in Kürze erreicht. Da mangels Nachfrage die Produktion der eingesetzten Züge bei der Fa. Alstom eingestellt wurde, dürften in Zukunft auch Wartung, Reparatur und Ersatzteil-Beschaffung Probleme machen.
Statt sich immer wieder auf die Suche nach einsatzbereiten Dieselzügen und Bussen zu machen, um einen Notbetrieb aufrecht zu erhalten, sollte der RMV (bzw. die Fahma) schnellstens für dauerhaften und funktionierenden Bahnverkehr durch geeignetere Fahrzeuge sorgen. Dafür bieten sich Akku- (sog. BEMU-) Züge an, wie sie gerade auf der Strecke der Ländchesbahn zwischen Wiesbaden und Niedernhausen erfolgreich getestet und vom RMV-Geschäftsführer Ringat zu recht als Alternative zum Dieselbetrieb auf nicht elektrifizierten Strecken gepriesen werden.
Diese Technik existiert seit über 120 Jahren, Akku-Züge waren vor 100 Jahren zuverlässig im Taunus unterwegs und im Bahnbetriebswerk Limburg beheimatet. Für die Strecke zwischen Usingen und Brandoberndorf ist die Reichweite der Akkus mit Sicherheit ausreichend, für die Strecke zwischen Höchst und Königstein (16 km) der RB 12 kann das ebenso wie auf der Ländchesbahn (17 km) getestet werden. Dann sollten solche Akku-Züge schnellstens bestellt werden, denn die sind natürlich auch nicht von heute auf morgen in ausreichender Stückzahl lieferbar.
Durch den Einsatz von Akku-Zügen zwischen Höchst und Königstein könnte auf dieser Strecke auch auf die aufwändige und teure Elektrifizierung verzichtet werden.







