PRO BAHN Regionalverbände Nordhessen, Osthessen und Mittelhessen trafen sich zur gemeinsamen Regionalmitgliederversammlung am 11.04.2026 in Lollar

Standpunktepapiere zu SEV-Haltestellen und zur Main-Weser-Bahn beschlossen

Am Samstag, den 11. April 2026 trafen sich die Mitglieder der drei Regionalverbände zur turnusgemäßen Mitgliederversammlung im Kulturbahnhof Lollar. Bei der Neuwahl des Regionalvorstandes und der Regionalsprecher für die drei Regionalverbände, welche dieses Jahr anstand, wurden in den meisten Funktionen die Personen bestätigt, welche diese schon in den vorangegangenen Jahren ausführten. Ewald Biedenbach aus Kassel hat sich zurückgezogen. An seiner Stelle führt Ulrich Seng das Amt des 2. Stellv. Regionalvorsitzenden aus.

Mehrere inhaltliche Schwerpunkte kamen zur Beschlussfassung durch die Mitglieder in Lollar. Man sieht enormen Bedarf bei Mindeststandards zur Einrichtung von Haltestellen des Schienen-Ersatz-Verkehrs (SEV), welche teils nur mit einem Provisorium der niederschwelligsten Art ausgestattet sind. So etwas müsse der Vergangenheit angehören. Den organisierten Fahrgästen der drei Regionen geht es aber nicht nur um die Haltestellenausstattung. Auch der Weg zwischen den Bahnstationen und den SEV-Haltestellen ist verpflichtend mit einem lückenlosen wetterfesten Wegeleitsystem auszustatten. Bislang bestehen oft Lücken zwischen der Grundstücksgrenze der Bahnstation und der Haltestellenanlage, zwischen denen teils eine Distanz von über 1 km besteht. Die Ordnungsbehörden der Kommunen, welche in kommunalen Straßen dafür Verantwortung tragen, bei Durchgangsstraßen die übergeordneten Behörden, sie interessiert eine Wegeleitung in den allermeisten Fällen überhaupt nicht, so dass diese nicht vorhanden ist. In einem weiteren Standpunktepapier wird gefordert, neben den drei vorangeschrittenen Reaktivierungsverfahren in Hessen, nun neue Reaktivierungsprojekte aufs Gleis zu setzen, worin man mit der Dietzhölztalbahn, der Solmsbachtalbahn, der Nordhessischen Kanonenbahn und weiteren Beispielen aufschlägt. Für die Main-Weser-Bahn wird ein Beteiligungsforum gefordert, um insbesondere für die geplante Generalsanierung, welche nach aktuellem Stand für 2034 vorgesehen ist, unter der Einbindung von breitem gesellschaftlichen Wissen so gut wie irgend möglich vorzubereiten und auch die Einbeziehung von stationären Projekten, welche seit Jahren aufgeschoben werden mit optimalem Ergebnis mit zu realisieren. Der beschlossene Antrag für ein Papier, die Forderung nach Direkverbindungen Gießen-Köln nochmals zu bestärken, fand auch das einstimmige Votum der Mitglieder.

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